Als ich heute der knurrigen Finja ausnahmsweise mal wieder
das Katzenfenster öffnete, um sie auf den Südhof zu entlassen,
hängte ich mich dabei weiter als üblich aus dem Fenster. Und
direkt darunter sah es am Totholz-Haussockel trotz der kurzen
Regenzeit noch immer ziemlich durstig und vertrocknet aus.
Doch weiter rechts Richtung Küchenfenster, da blitzte es
ungewöhnlich weiß im Totholz-Gewirr. Über einige Knospen
der dort angesiedelten Wildrosen hatte ich mich schon vor
einiger Zeit gefreut. Aber plötzlich und unerwartete blühte
es hier bereits.
Ob das Sämlinge, Stecklinge oder auch gepflanzte Rosen sind,
das kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Denn immer
wenn irgendwo bei meiner Mutter oder bei uns im Garten
Rosenkinder auftauchten, habe ich versucht sie mit etwas Erde
im Totholz-Haufen anzusieden. Und ebenso habe ich reichlich
gesammelte Hagebutten willkürlich verteilt. Also ein wirklich
wildes Rosen-Experimentierfeld, das hoffentlich trotz der
schwierigen Wetterbedingungen unseren häßlichen und oft
Fotos: S.Schneider


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