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Dienstag, 18. Februar 2020

Dem Schrank entstiegen


Nachdem Finja die letzten 2 Tage fast 12 oder gar 13 Stunden 
verschwunden blieb, wollten wir ihr heute nun mal wieder 
Hausarrest verordnen. Doch kurioserweise machte sie morgens 
gar keine Anstalten das Haus zu verlassen. Nach ihrer gestrigen 
Rückkehr - kurz vor Mitternacht - stand sie nachts nur ein Mal 
kurz auf, um etwas zu fressen. Den Vormittag verschlief sie 
versteckt hinter der Tür in der 4. Etage vom Kleiderschrank.

Erst gegen Mittag hatte sie sich anscheinend einigermaßen 
ausgeschlafen. Und wie so oft, nahm sie vor ihrer Mahlzeit 
zunächst einen kleinen frischen Grassnack. Danach genoß 
sie den ganzen Nachmittag die abgeschiedene Ruhe hinter 
Abend hatte sie dann endlich auch mal wieder Zeit 
für uns ...

Foto: S.Schneider


nasse Handtücher


Nach der Zeckenentfernung hatte sich Krümelchen nochmals 
ziemlich lange im Garten aufgehalten. Aber irgendwann war 
sie gegen Mittag anscheinend müde vom Toben. Und da ihr 
der Sinn nach Gesellschaft stand, blockierte sie plötzlich
beim Abwaschen mein schon recht feuchtes Geschirrtuch.

Normalerweise ist es Flo, die sich auf der Küchenzeile 
gern auf einem feuchten Hände-Handtuch bettet. Und 
Krümelchen bevorzugt eigentlich die feuchten Duschlaken 
im Bad zum Wälzen und Kuscheln am Boden. Wie gut, 
dass es Waschmaschinen und reichlich Handtücher gibt …

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 23. Januar 2020

Jetzt ganz schnell grasen!


Nachdem ich Finja ins Haus gelassen hatte, 
stürmte sie sogleich zum Grastopf ....

Nach 11 Stunden außer Haus steht ihr der Sinn - wie so oft - 
zunächst nach Grasen. Und erst wenn das Bedürfnis gestillt ist, 
geht es weiter zur Futterbar und dann schnell zum Schlafen.

Foto: S.Schneider


Mittwoch, 6. November 2019

Ach Flo ...



… was bin ich froh, Dich wieder in den Händen zu halten, 
Dir die Öhrchen zu wärmen, und dass Du jetzt endlich 
wieder Da bist!

Etwa 1 1/2 Stunden nach unserer Rückkehr war es eine 
schreckliche Vorstellung, dass Flo vielleicht irgendwo 
im Haus verunglückt wäre. Denn erst vor einigen Tagen 
erinnerte ich mich beim Schreiben dieses Posts zufällig 
an das abenteuerlustige Katzenkind Flo, das sogar einmal 
in den Heizkessel geklettert war. Und als wir Flo trotz 
ziemlich verzweifeltem Rufen und Suchen noch immer 
nicht im Haus fanden, schickte ich Wolfgang nochmals
in den Keller, um sicherheitshalber auch im Heizkessel 
nachzuschauen. Aber dort war unsere kleine zierliche 
Graukatze zum Glück auch nicht …


Kurz vor 8 Uhr mussten wir heute früh das Haus verlassen, 
um mit dem Zug nach Berlin zu fahren. Und da zu dem 
Zeitpunkt so gar nicht fest stand, wann wir wieder zurück 
sein könnten, sperrten wir Finja sicherheitshalber getrennt 
von Flo und Krümel oben im Wohn-/Schlafraum ein. 

Denn morgens kurz vor 5 Uhr spannte sich die Lage 
bei uns im Haus allmählich wieder an … 

Finja hat sich zum Glück inzwischen daran gewöhnt 
zusammen mit Wolfgang - oder auch mit mir, häufiger 
eine bis zu 45-minütige Abend- bzw. Nachtwanderung 
an der Leine zu unternehmen. Normalerweise nahm sie 
in den letzten Monaten gegen 16 Uhr - oder auch später 
am Nachmittag, ihr Abendmahl an der Futterbar ein, und 
ging dann allein auf Tour durch die Gärten. Im Idealfall 
erschien sie gegen Mitternacht wieder am Haus. Doch 
im Laufe des Jahres war es dann häufiger auch mal 2 Uhr 
morgens. Im Sommer blieb sie oftmals über 12 Stunden 
verschwunden und kam meist erst zwischen 6 und 11 Uhr 
total hungrig und übermüdet wieder nach Hause. Danach 
kam für uns die schrecklichste Zeit, in der wir recht häufig 
abends oder morgens zum Grundstück der 'Villa Gurke' 
gehen mussten, um sie dort mehrmals zu rufen. Denn sie 
kam immer seltener freiwillig zu uns zurück. Und nur 
manchmal kam sie dann nach einigen bangen Minuten 
aus anderen Gärten der Umgebung freudig auf das 
verlassene Grundstück gehoppelt, so dass wir sie für 

Doch seitdem es den Abendspaziergang an der Leine gibt, 
frißt sie danach noch etwas an der Futterbar, putzt sich 
ausgiebig und legt sich entspannt aufs Bett. Meist wacht 
sie gegen 2 oder 3 Uhr wieder auf, futtert wieder etwas 
und möchte dann alleine ihre Nachtwanderung durch die 
umliegenden Gärten antreten. Je nach Wetter und Laune 
erscheint sie dann zwischen 5 oder gar erst gegen 14 Uhr
 wieder müde und hungrig im Haus.

Daher war schon klar, dass wir mit der Fahrt nach Berlin - 
der ungewohnt langen Abwesenheit und dem langen
Einsperren der 3 Teilzeit-Freigängerinnen - unser inzwischen 
sehr mühevoll erarbeitetes Zusammenleben erheblich 
gefährden würden.

Denn gegen 5 Uhr wollte Finja raus. Sie reagierte 
bald darauf so gestresst auf Flo und Krümel, dass wir sie 
sicherheitshalber allein im Wohn-/Schlafraum einsperrten. 
Das verstand Flo nun überhaupt nicht. Sie stand ständig 
vor der verschlossenen Wohnraumtür und wollte zurück 
in 'ihren' Raum. Krümelchen ergab sich - wie immer, wenn 
es Stress zwischen Flo und Finja gibt - ihrem Schicksal, 
und setzte sich in der Kleiderkammer wieder auf 

Doch, dann saß kurz vor 8 Uhr auch noch Cäsar 
wieder vor der Gartentür. Er verstand seine kleine 
Katerwelt nun gar nicht mehr. Denn seit Einführung 
der Katzenklingel kann er sich morgens entspannt 
vor die Glastür setzen, damit die Klingel auslösen, 
und schon bald öffnet sich für ihn die Tür zum Haus. 
Er wird zunächst freundlich begrüßt, geht schon mal 
durch den Flur zur Haustür vor und bekommt dort 
auf der Fußmatte des Hauseingangs das Restefutter 
der Mädchen serviert …

Heute kurz nach 8 Uhr, als es nun auch noch richtig 
unangenehm feucht-kalt war, ging die Klingel jedoch 
nicht an. Der Kater saß kläglich maunzend vor der 
abgeschlossenen Gartentür, und von drinnen starrten 
ihn 3 entsetzte Augenpaare an: Finja oben hinter der 
Glasscheibe im Gartenfenster, Krümel saß geduckt 
unter den Stuhl im Treppenhaus, und Flo war beim 
Erscheinen des schwarzen Katers gleich in den Spalt 
des Kellerfensters geflüchtet, um von dort aus den 
Feind ganz genau vor der Tür zu beobachten. 
Irgendwann ergab sich zum Glück der Moment, um 
blitzschnell die Tür zum Garten zu öffnen, dem 
beharrlich wartenden Katertier ein gut gefülltes 
Futterschälchen durch einen schmalen Spalt zu 
schieben und ganz schnell wieder die Tür abzu-
schließen. Jetzt wurde Flo mutig, kam aus ihrem 
Versteck hervor, schlich zur Glasfassade und schaute 
Cäsar beim Fressen zu. Als Cäsars Napf leer war, 
ging er bei dem ungemütlichen Wetter hoffentlich 
sogleich nach Hause auf sein Sofa.

Finja saß noch immer oben im Gartenfenster. Krümel befand 
ein feuchtes, waschreifes Handtuch im Schiffskeller plötzlich 
als Liegeplatz ideal. Und Flo lief wie ein Tiger im Käfig im 
restlichen Teil des Hauses umher - so, als ob sie irgendwo 
einen Weg nach draußen suchte, und maunzte die ganze Zeit
ziemlich verzweifelt 'Ich will raus!'.

Ausreichend Futter, Wasser und saubere Katzenklos gab 
es in beiden Katzen-'Abteilen' des Hauses, und wir mussten 
nun endlich los …


Um 22:15 Uhr, stellte ich dann endlich mein neues 
gebrauchtes - und schon so lange ersehntes – Ersatz-
Traumauto vor unserem Haus ab. Und wir freuten uns 
nach der langen anstrengenden Rückfahrt auf unsere 
warme Pizza, die wir noch weit vor Hannover bestellt, 
und auf dem Heimweg abgeholt hatten. Wir hofften, 
dass wir unsere erste warme Mahlzeit des Tages trotz 
der so lange vernachlässigten Katzenmädchen noch 
lauwarm genießen könnten. Doch dann kam alles 
anders als geplant:

Krümel begrüßte uns freudig beim Öffnen der Schiebetür 
zum Schiffskeller. Finja war sichtlich erleichtert, als 
Wolfgang zu ihr in den Wohnraum ging, und sie sogleich 
ihr Lieblingsfutter "Hühnchen in Suppe" von ihm serviert 
bekam. Vor lauter Aufregung durch das allein Eingesperrt-
sein hatte sie in den 14 1/2 Stunden offensichtlich nichts 
mehr gefressen. Deshalb brauchte sie gleich noch einen 
weiteren Minibeutel als Nachschlag. Als sie gesättigt war, 
blieb sie unausgeglichen, begann Krümel anzugreifen 
und knurrte auch uns an. Wolfgang nahm sich daher nur 
rasch ein Stück Pizza, zog seine Jacke wieder an, griff 
sich Flex-Leine und Taschenlampe, um mit Finja ganz 
schnell auf Nachtwanderung zu gehen.

Während Wolfgang mit Finja über eine Stunde 
spazieren ging, suchte ich weiter nach Flo. Es war mehr 
als ungewöhnlich, dass uns die kleine Katze nicht sogleich 
mit vorwurfsvollem Maunzen hinter der Tür empfing. 
Bei der Suche folgte mir Krümelchen in den Keller und
 flitzte dabei wild umher. Sie musste nun ganz dringend 
ihren Bewegungsdrang im ganzen Haus ausleben. Im Vorrats-
keller angekommen, wunderte ich mich plötzlich über 
den ungewöhnlichen Durchzug und die durcheinander 
gewirbelten Ölflaschen auf dem Regalbrett direkt darunter. 
Zum ersten Mal war der drehbare Stein im Glasbaustein-
Kellerfenster weiter als sonst üblich geöffnet. Ein idealer 
Eingang für Mäuse, um vom aufgeschichteten Totholz-
Haussockel auf dem Südhof ganz bequem in den Keller 
zu gelangen. Daher drehte ich den Stein schnell wieder 
zurück in die Ausgangsstellung, bis nur ein winziger 
Belüftungsschlitz offen blieb.

War unserer Haus-Mitbewohnerin oder ihrem Partner 
Flo vielleicht beim Öffnen der Kellertür aus dem Haus 
entwischt? Nein, dann hätten wir sicher eine Nachricht 
von ihnen erhalten. Ich war ratlos. Inzwischen waren 
Finja und Wolfgang wieder zurück. Etwa 15 Minuten 
später, als ich bereits erschöpft im Bett lag, schickte 
ich Wolfgang nochmals in den Keller, um den oben 
genannten Heizkessel zu inspizieren. Und plötzlich 
erinnerte ich mich wieder an den ungewöhnlich weit 
geöffneten Stein im Kellerfenster. Sollte sich Flo durch 
den noch nicht einmal katzenkopf-breiten Spalt nach 
draußen geschlängelt haben? Schließlich hatte sie als 
aus der Katzenkinderstube unternommen. Schnell ging 
Wolfgang nun zur Gartentür, um die Katzenklingel 
aufzustellen. Und da erwartete ihn schon eine aufrecht 
stehende Flo aufgeregt maunzend an der Scheibe.

Wortlos schlich sie geradewegs zur Futterbar, fraß 
die Näpfe leer und kam sogleich unter die wärmende 
Leuchte ins Bett. Unsere kleine Ausbrecherkönigin ...


Fotos: W. Hein


Samstag, 2. November 2019

Katzenspuren


… oder warum wir seit 1 1/2 Jahren zusätzlich
für unsere 3 Teilzeit-Freigängerinnen eine große 

Nein, Krümelchen ist nicht die Kofferecken-Zerkratzerin. 
Sie stand heute am frühen Nachmittag nur recht dekorativ 
vor den Koffern. Finja, die Übeltäterin - lag derweil ganz 
gemütlich rechts neben dem Kofferstapel in der Gardine. 

Leider kam Finja trotz all' der Kratzangebote im Raum 
schon als kleines Katzenkind auf die tolldreiste Idee 
statt der großen Bodenkratzmatte vor dem Katzenfenster 
auch an den Lederecken der Koffer ihre Krallen zu 
bearbeiten. Und erst vor einigen Tagen hatte ich sie 
wieder einmal dabei ertappt, sogleich geschnappt 
und an eine Ecke der großen Kratzwand gestellt. Aber 
ab und an muss sie trotzdem mal wieder die Koffer 
für sich markieren …

Und abends, als mir Flo - eigentlich schon viel zu müde - 
in den Keller folgte, erfuhr ich nun auch endlich, wer sich 
an der Rückseite unseres Warmwasserspeichers betätigt: 
Flo stand ganz selbstverständlich auf den Hinterpfötchen 
zwischen Heizkessel und der Kellerwand und kratzte 
 genüßlich am oberen Ende der dicken Styrodur-Isolierung. 
Inzwischen gibt es dort schon ein 'nettes' tiefes Kratzdekor. 
Und so manches Mal musste ich zwischen dem isolierten 
Speicher und der Wand den Besen schwingen, um all' die 
fisseligen grünen Kratzschnipsel von den Fliesen zu fegen. 

Aber zum Glück sind die gefährlichen Zeiten wohl vorbei, 
als Flo von hinten auf den Warmwasserspeicher sprang, 
zwischen den Elektrokabeln und Anschlüssen eine Lücke 
neben dem Gasbrenner fand, und plötzlich hinter den 
Lüftungsschlitzen der Heizkesseltür kläglich maunzte. 
Dort konnte ich sie damals unbeschadet nach dem Öffnen 
der Tür nach vorn herausziehen. Es hätte aber auch für Flo 
und die Heizung ganz anders verlaufen können: Denn bei 
der Heizungswartung erzählte mir unser Installateur, dass 
es schon Fälle gab, bei denen junge Katzen auf der Suche 
nach neuen Abenteuern den Heizkessel stillgelegt hätten.

Foto: S.Schneider


Freitag, 25. Oktober 2019

Klingelalarm


Was für ein aufregender Morgen …
Um 5:14 Uhr durfte Finja endlich alleine in den Garten. 
2 Stunden später wurden Flo und Krümel dann ebenfalls 
so unruhig, so dass ich auch ihnen die Tür zum Garten 
öffnete. Und da Krümelchen oftmals die Angewohnheit hat 
freudig maunzend alle paar Minuten rein oder raus zu laufen, 
entfernte ich schnell die Katzenklingel vor der Gartentür. 
Denn der Daueralarm wäre in den frühen Morgenstunden 
kaum zu ertragen gewesen. Und da im schlimmsten Fall 
nun bald auch ein Cäsar hereinspazierten würde, um mal 
wieder die Futterbar zu stürmen, durfte schon jetzt 
die Tür zum Garten einen Katzenspalt breit aufbleiben. 

Denn ich hatte ganz bestimmt nicht erwartet, dass 
bald darauf Krümelchen ihren Beuteruf ausstieß und mich 
mit einem Mäuschen im Maul im Treppenhaus erwartete. 
Wahrscheinlich führte ihr erster Weg sogleich in die Wiese 
am Haus, wo sie gestern Abend Finjas verschlepptes 
Mäuschen fallen ließ …

Also wurde Krümel wieder geschnappt und samt Maus 
vor die Tür gesetzt. Das Mäuschen entwischte bald darauf 
unter die Rose am Steg. Und ich stellte wegen der wieder 
verschlossenen Gartentür erneut die Katzenklingel auf. 
Doch es dauerte nicht lange, bis es permanent an der Tür 
bimmelte. Krümel hatte die Maus anscheinend aus ihrem 
Versteck herausgefischt, zur Tür getrieben und bat nun 
mit der Maus im Maul um Einlaß. Das Katzenspiel mit dem 
immer wieder flüchtenden Mäuschen war nicht zu ertragen. 
Und so schnappte ich mir schon bald die eifrige Mäusejägerin, 
die Maus entwischte abermals, und Krümel bekam Hausarrest.

Etwa eine Stunde konnte ich Krümelchen nach diesem 
kurzen Jagdabenteuer noch im Haus halten, aber dann 
musste sie ganz dringend raus und weitersuchen.

Wieder gab die Klingel mehrfach Daueralarm, denn 
zwischen der Gießkanne, der Zinksäule und den 
Windlichtern am Haus hatte sich die Maus auch 
häufiger versteckt. Also die Klingel wieder weg. 

Krümelchen war noch einige Zeit am Haus beschäftigt. 
Aber die Maus hatte sich anscheinend nun unerreichbar 
unter dem Steg verkrochen. Und irgendwann schweifte 
Krümels Blick immer mehr in die Ferne des Gartens.

Also wieder Klingel raus, und Tür zu.

Zwischenzeitlich kehrte Finja von ihrer Morgenrunde heim, 
und schon bald klingelte Krümel wieder an der Gartentür …

Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 24. Oktober 2019

Kater- & Beuteschleuse



'Mach mir doch die Tür auf!'

Krümel beklagte sich, dass die Schiebetür zum Schiffskeller 
und zu ihrer Kleiderkammer schon wieder geschlossen war. 
Sie würde doch so gern auch im Flur und Bad umher rennen.

Doch, da der Nachbarskater Cäsar ab und an unbemerkt 
in den dahinter liegenden Räumen markiert, brauchen wir 
bei geöffneter Gartentür oftmals diese Katerabsperrung. 

Und bei dem zur Zeit recht hohen Mäuseaufkommen 
möchten wir Flo und Krümel daran hindern ihre Beute 
ins Bad zu verschleppen. Denn auch wenn die beiden 
Katzenmädchen unsere kleine Maus nie kennengelernt 
haben, so haben auch sie das Bad inzwischen zum Spiel-
zimmer umfunktioniert. Denn vorzugsweise bringen 
auch sie die Gartenmäuschen ins Bad, um sie dort einfach 
fallen zu lassen. Dann schlüpft das Mäuschen blitzschnell 
durch den schmalen Rundumspalt unter die Duschplatte, 
und das Mausefangspiel kann beginnen. Bei der kleinen 
Maus war es dann oftmals Wolfgang, der die schwere 
Metall-Duschplatte anheben musste und sich mit Handtuch 
oder Pappkarton als Mäusefänger betätigte …

Foto: S.Schneider


Auf der Suche nach einem Kurzzeit-Schlafplatz


13 Uhr - Flo kam zum Fressen vorbei und war eigentlich 
auch etwas erschöpft von den über 4 Stunden im Garten.

Schaute unsere übermüdete Kravall-Katze wieder nur
in den Schrank, um Finja auf dem Kissen in der 2. Etage 
aufzumischen? Oder wollte sie ihren Schlafplatz in der 
4. Etage hinter der Schranktür aufsuchen? Nein, das war 
für sie heute kein geeigneter Mittags-Schlafplatz, denn 
schon bald trottete sie wieder in den Garten. Aber zuvor 
musst sie mal wieder ganz routiniert die Gardine aus dem 
unteren Schrankfach buddeln …

Eigentlich hatte ich nach dem Tod von Allegra gehofft, 
dass diese ganz rechte Tür vom Schrank hinter dem Bett 
nun endlich geschlossen bleiben könnte. Aber Finja und 
Flo bestehen in unregelmäßigen Abständen auf diese 
meist ziemlich geschützten Schrank-Schlafplätze.

Und selbst der Nachbarskater Cäsar findet den Platz 
wohl begehrlich. Denn vor einigen Monaten ertappte ich 
ihn gerade noch rechtzeitig vor der genaueren Inspektion 
von Finjas Schrank-Schlafgemach …

Foto: S.Schneider


zu spät ...


Nachdem Flo im Schrank keinen geeigneten Nachmittags-
Schlafplatz gefunden hatte, ging sie zunächst in den Garten. 
Aber eine müde Flo ist meist recht anhänglich, und so erschien sie 
bald darauf bei mir in der Waschküche. Doch fürs Wäschewaschen 
kam sie heute leider viel zu spät. Ich hatte gerade den Trockner 
gestartet und war damit beschäftigt den anderen Teil der Wäsche 
aufzuhängen. Sie wartete also vergeblich im Waschbecken 

Zwischenzeitlich gesellte sich dann auch Finja zu uns, die 
verschlafen hatte. Aber für sie war der Keller so uninteressant, 
dass sie schon bald in den Garten entschwand.

Flo hingegen blieb auf der erhöhten Wascheinheit, wechselte 
dann aber nach einiger Zeit vom feuchten Waschbecken zum 
wärmenden Wäschetrockner.

Achtung - keine Werbung, sondern nur ein altes Haushaltsgerät!

Doch nachdem ich den Keller verließ, verschwand auch sie 
kurz danach für einige Stunden im Garten.

Foto: S.Schneider


Es hat doch gar nicht geregnet ...


 Gleich 20 Uhr, es klingelte an der Gartentür, und eine Flo 
bat um Einlaß. Heute schien ihr der gefüllte Futternapf jedoch 
gar nicht so wichtig zu sein, denn sie maunzte vorwurfsvoll. 
Beim Streicheln stellte ich fest, dass sie irgendwie feucht war. 
Irritiert schaute ich aus dem Fenster. Aber es regnete doch 
gar nicht! Flo schien ziemlich genervt von ihrem nassen Fell 
zu sein, so dass ich ihr wieder ein Handtuch überwarf, sie 
damit sogleich schwungvoll in meinen Arm beförderte, um sie 
mal wieder abzutrocknen. Nun war es Zeit fürs Abendessen und 
danach verzog sie sich unter die wärmende Leuchte im Bett.

Hier wurde noch einige Zeit das Fell sorgfältig nachgeputzt, 
bis sie sich endlich auf das Laken kuschelte und einschlief.

Und ich fragte mich, ob Flo wieder in der Nachbarschaft 
gefischt hatte. Denn auch in diesem Sommer brachte sie 
irgendwann morgens mal einen Fisch mit nach Hause, den sie 
uns im Bad auf die Matte legte. Und da der Goldfisch noch 
munter zappelte, schnappte sich Wolfgang den Fisch samt 
dem Bad-Teppich und beförderte das Tierchen in unseren 
Teich am Haus. Ob wir nun nach langer Zeit wieder stolze 
Besitzer eines Fisches sind, konnten wir bis jetzt allerdings 
noch nicht feststellen, da wir noch immer grünes Wasser 
im Teich haben. 

Wasserscheu ist unsere kleine Graukatze auf jeden Fall nicht. 
Vermutlich saß sie abends einige Zeit schwer beschäftigt 
unter einem kleinen Wasserfall an einem der Nachbarteiche. 
Auch Regenwetter macht ihr eigentlich gar nichts aus. Nur 
kommt sie naß nach Hause, maunzt sie sofort vorwurfsvoll
'Mach das schnell weg!' Darum ist ein stets griffbereites 
Handtuch bei ihr auch ein wichtiges Katzenzubehör ...

Foto: S.Schneider


Freitag, 22. März 2019