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Mittwoch, 1. April 2020

alle Blüten verfroren


Bisher kannte ich den creme-roten Beinwell als extrem frühe 
Frühjahrsstaude, die in milden Wintern kaum Blätter verlor, 
und in manchen Wintern bereits im Februar die erste Knospen 
oder sogar schon Blüten zeigte. In diesem Jahr war er nun 
im März sehr üppig und beköstigte so manches Fluginsekt ...

Daher war ich am Nachmittag sehr erstaunt, als ich an der Ostgrenze 
plötzlich nur noch braune Blüten an ihm sah. Den Blättern hatten 
die letzten frostigen Nächte anscheinend nicht geschadet, aber das 
creme-rote Blütenmeer hatte der Frost im Laufe der letzten Nächte 
total zerstört.

Wie gut, dass sich die überall ausgesamten Knoblauchsrauken 
noch zurückgehalten haben. Ihre Knospen stehen stellenweise 
auch schon fast in den Startlöchern.

Und zum Glück blüht der weiß-blaue höhere Beinwell 
im Beinwell-Feld noch nicht - dort zeigt er erst Knospen. 
Während er an geschützteren Stellen schon vor 2 Wochen 
sehr vorwitzig war. Aber da hatte ich heute noch nicht 
zu ihm geschaut, denn der Nachmittag war ziemlich 
grau und kalt …

Fotos: S.Schneider


Dienstag, 17. März 2020

zwischen Beinwell und Buchs



Seitdem der weiß-blaue Beinwell mit der Blüte begann, 
ist das Beinwell-Feld für eine Flo fürchterlich spannend. 
Brummen und summen hört sich nach Spielzeug an …

Foto: S.Schneider 


Samstag, 14. März 2020

Mit reichlich Verspätung ...



Schon oft habe ich in den letzten Wochen diese Szene mit 
dem rostigen fliegenden Vogel im ziemlich kahlen Wachholder 
aufgenommen. Aber ohne die gelben Farbtupfer vom Winter-
jasmin wirkte es sogar im Sonnenschein einfach nur trist und 
ziemlich grau. Doch jetzt ist es endlich so weit, dass auch der 
Wachholder wieder mehr Farbe und grüne Blättchen bekommt.

Er hatte wohl wirklich extrem unter dem heißen und vor allem 
unter dem so trockenen Sommer gelitten. Und auch im Januar 
reichte die Feuchtigkeit trotz zusätzlichem Wässern des Kübels 
anscheinend noch nicht aus. Doch jetzt können zumindest die 
erste Hummel und ein erster Zitronenfalter an ihm naschen. 
Denn die hatte ich plötzlich am Nachmittag auf dem warmen 
Südhof gehört bzw. endlich mal gesehen …

Jetzt geht es wirklich rasend schnell. Denn trotz 
leichtem Nachtfrost schieben schon einige Akeleien 
ihre Blütenstengel zwischen den Blättern hervor. 
Die Knospen der Sauerkirsche über der Teichmauer 
werden nun auch jeden Tag dicker. Und die rosa
Zierkirsche im Nachbargarten steht in voller Blüte.

Fotos: S.Schneider


Montag, 20. Mai 2019

weiße Weigelie als Hummel-Frühstück



Während der creme-blaue Beinwell nun fast abgeerntet ist, 
hat eine Hummel früh morgens die ersten geöffneten Blüten 
der weißen Weigelie für sich entdeckt …

Tief eintauchen und dann schnell weiter, bevor eine Konkurrentin 
die anderen Blüten an dem kleinen Strauch für sich beansprucht.

Noch lässt sich die Weigelie Zeit, …

und manche Blütenbüschel sind noch fest verschlossen.

Es gibt also für so manche Tage Blühpotenzial.

Aber leider hat sie als Kübelpflanze zeitweilig arg 
unter den heißen Sommern gelitten. Und nach 
all' den Jahren in Topfkultur könnte sie im Beet 
sicherlich schon wesentlich größer sein. 

Doch im Moment bin ich einfach nur glücklich, dass 
sie lebt, grünt und blüht. Und bald bekommt sie dann 
mal wieder einen größeren Topf. Denn ein oder gar 
zwei Jahre muss sie noch als Kübelpflanze ausharren, 
bevor ich es mit ihr im Beet versuchen kann. 

Ihre herrliche Vorgängerin ist mir vor etwa 10 Jahren 
leider plötzlich eingegangen. An dem Standort gab es trotz 
diverser Schnittmaßnahmen irgendwann zu wenig Licht, 
Luft und Regenwasser. Und mit dieser Weigelie möchte ich 
es nun an einem günstigeren Standort versuchen. Doch den 
müssen wir erst vom Hopfen befreien …

Fotos: S.Schneider


Dienstag, 9. April 2019

Ideal für Hummeln ...


… zum Tummeln:

Aber fast keine kommt.

Früher, als es noch den herrlichen Efeu-Apfelbaum 
und die üppige Mirbelle gab, haben wir den Beinwell 
zu Beginn unseres Wildwuchs-Blogs als 'Bienenweide 
im Schatten' bezeichnet. Damals - im Frühjahr 2007 
blühte er auch schon im April. Obwohl seine Blütezeit 
auch recht häufig erst im Mai lag. Und ob die üppigen 
Beinwell-Felder im April 2015 noch gut von den Bienen 
besucht wurden, daran kann ich mich leider nicht  
erinnern. Aber schon oft hatte ich in den vergangen 
Jahren festgestellt, dass es trotz idealer Wetter-
bedingungen immer weniger Blütenbesucher gab.

Dieser Beinwell scheint jedenfalls eine Kreuzung aus unseren 
niedrigen creme-roten und den weiß-blauen Blütenglocken 
zu sein. Und diese Variante haben wir entweder den Hummeln 
oder den Bienen zu verdanken.

Besonders reizvoll ist, dass es zwischen den Beinwell-
Varianten noch immer eine ungewöhnliche räumliche 
Trennung gibt. Denn der Ast vom zusammengebrochen 
Efeu-Apfelbaum bildete plötzlich eine Schranke zwischen 
dem vorderen Sämling und dem dahinterliegenden Feld.

 Nur hier, wo vor einiger Zeit noch Nieswurzkinder wohnten,
und Viridiflora noch auf ihren Umzug wartet, da könnten sie 
einen Sommer lang ineinander wachsen …

Fotos: S.Schneider