Kurz nach 12:00 Uhr - Cäsar erschien schon zum 3. Mal im Garten.
bzw. vor dem Hauseingang gefangen, und anscheinend hatte er
trotzdem noch immer Hunger.
Als ich ihm nun nochmals die Garagentür zum Südhof öffnete,
um ihn aus dem Garten zu geleiten, ging er schon mal vor.
Und mitten auf der Hoffläche platzierte er sich gleich darauf
ganz erwartungsvoll.
Normalerweise bekommt er inzwischen nur noch kleine Snacks
und kein Feuchtfutter mehr von uns. Aber ein so hungriger
schwarzer Kater kann ziemlich aufdringlich werden. Und da
Flo und Krümel bei seinem Erscheinen nun ständig ins Haus
flüchten, um dort auf einen katerfreien Garten hoffen, holte
ich ihm ein Schälchen Feuchtfutter der Mädchen aus dem Haus.
Cäsar hatte wirklich noch Hunger, denn sein Schälchen wurde
blitzblank ausgeschleckt …
Und während der Kater sein Mittagsmahl einnahm, sah ich mich
Ich mag dieses winzige kleine frühe weiße 'Unkraut', das sich
und später fast unscheinbar vertrocknet. Vor allem, wenn es
schon bald im gelben Fingerkraut untergeht …
Wo kommst du denn her? Ich hatte vor Jahren zwar einen
weißlich-violetten mehrjährigen Silberling hinter dem Haus
im Wildwuchsgarten. Aber diesen violetten gibt es nur bei
meiner Mutter im Garten. Vielleicht ist dieser Sämling
mit irgendeinem Topf eingewandert.
Trotz überwiegend weiß-blau-gelbem Frühjahrs-Farbkonzept
darf er hier aber bleiben, denn zwischen Akelei, Gras, Laub
und den blühunwilligen Narzissen mach er eine gute Figur.
Und hier - an einer noch etwas kahlen Stelle, sind ein paar
Containerpflanzen eingezogen …
Nach Friederikes Garten-Besuch hatte ich meine Kübelpflanzen
leider arg vernachlässigt. Und der trockene Sommer hatte auch
dazu beigetragen, dass einige Pflanzen aufgaben. Doch dafür
siedelten sich in den verlassenen Töpfen andere Pflanzen an:
Mutterkraut, Akeleien und sogar ein etwas größerer Holunder
zogen vor einigen Tagen an den Totholz-Haussockel um.
Tja, und diese weißen Scilla blühten noch vor wenigen Tagen
richtig üppig. Aber mit zunehmendem Grün entwickelt sich
wohl auch wieder die gefräßige Schnecken-Population. Oder
wer kann das sonst sein?
Die pfirschichblättrigen Glockenblumen fühlen sich zwischen
Zitronenmelisse, Knoblauchsrauke, Akelei und anderen Sämlingen
zur Zeit anscheinend noch recht wohl. Doch wer setzt sich in
dieser spontanen Pflanzgemeinschaft irgendwann durch?
Ganz erstaunt bin ich, dass sich die weißen Hyazinthen aus der
Frühlings-Deko der vergangen Jahre hier so gut entwickeln.
Früher kamen sie nach der Blüte als Gruppenpflanzung an den
Lenzrosenweg in den Wildwuchsgarten. Doch dort sind sie
bis auf wenige Blätter jetzt ganz verschwunden. Da ist der
sonnig-heiße Südhof wohl wirklich ein besserer Standort …
Fotos: S.Schneider