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Donnerstag, 28. August 2025

Mini-Krümeline

 Mal wieder mit Verspätung und mittelmäßiger Fotoqualität ...

Schon nach wenigen Tagen stellte sich heraus, dass die kleine Flo viel zu ruppig für ihre sensible Schwester Finja war. Und da Flo mich in ihrem Verhalten sehr an die kleine Maus erinnerte - die gleich nach der Ankunft das Riesenbaby Allegra unter das Bett scheuchte, um davor fauchend und gurrend die neue große Katze zu bewachen - hatten wir uns wohl leider nochmals für ein ungleiches Katzenpaar entschieden.

Kurz darauf erschien plötzlich von der Grau-'Züchterin' eine weitere Kleinanzeige im www, die dort drei am 6. August 2017 geborene RB-Kitten anbot. Also fuhren wir am Mittwoch dem 23. August 2017 zum dritten Mal nach Drensteinfurt, um das kleine Katzenmädchen - eine Halbschwester von Flo und Finja - kennenzulernen. 

Und ich staunte nicht schlecht, als ich schon bald nach unserer Ankunft um 12:15 Uhr dieses winzige Wesen auf dem Schoß hatte:

Denn eigentlich war ich davon ausgegangen, dass wir die drei Kitten zusammen mit der Mutter in diesem Stadium nur anschauen und dann das Mädchen reservieren könnten.

Die Mama mußte zwar kontrollieren, ... 

ob mit ihrem Baby alles in Ordnung war, zog sich danach aber zurück.

Natürlich standen die Kleine und ich danach unter Beobachtung.

Da die 6 Jahre alte Katze schon eine sehr routinierte Dame war, ...

blieb sie auch einige Zeit bei den beiden müden Jungs ...

neben ihrer Bezugsperson ganz ruhig am Körbchen sitzen.

Einen Moment hatte das kleine Etwas sogar die Augen leicht geöffnet.

Doch schon bald fielen sie wieder zu.

Genau genommen war es Quatsch sie schon jetzt zu besuchen.
Aber es war ein besonderer Moment so ein Würmchen mal zu spüren.

Nur ob dieses kleine noch unbeholfene Katzenmädchen dann später einmal zu Flo und Finja passen könnte? Über den Charkter läßt sich in diesem Stadium wohl kaum etwas sagen ...

Fast 45 Minuten hatte ich die Kleine auf dem Schoß. Dann wurde sie unruhig und fing leise an zu maunzen.

Aber wie fasst man so ein kleines Kätzchen überhaupt an?

Das mußte sich die Mama natürlich ganz genau anschauen.

Endlich wieder unter Brüdern ...

Und dann kam auch gleich der Schutz von oben.

Und weg mit dem Fremdgeruch!

Wirklich erstaunlich, wie gelassen die Mama das mitmachte ...

Eine Minute später war die Michbar geöffnet.

Und die kleine Katzenfamilie hatte ihre Ruhe.

Fotos: W.Hein


Danach reservierten wir die kleine Katze, die wir ab dem Moment Feala-Fee nannten. Und im Oktober 2017 sollte dann das noch größe Abenteuer Mehrkatzen-Haushalt beginnen. Denn Allegra unsere alte Hausdame lebte noch immer in der Kleiderkammer auf Abstand zu Flo und Finja, mit denen wir uns Katzen-Kinderzimmer teilten. Ausgang zu dem Zeitpunkt noch vollkommen ungewiß. Aber wir trauten uns das zu


Im Moment genieße ich es ab und an in vergangenen Zeiten zu schwelgen, da viele Erlebnisse aus 2017 bis jetzt leider immer noch nicht gepostet wurden. Und diesen Post schicke ich nun auch noch zum gestrigen Maunztag.


Mittwoch, 27. August 2025

Unsere alte graue Hausdame

Heute gibt es zum Maunztag alte Smartphonebilder, die Wolfgang kurz vor dem Einzug von Flo und Finja am Sonntag dem 6. August 2017 gemacht hatte. Mittags lag Allegra ziemlich entspannt im Treppenhaus, während wir das Katzen-Kinderzimmer für Mittwoch vorbereiteten ...






Fotos: W.Hein

Erst am späteren Nachmittag, als wir mit dem Katzen-Kinderzimmer fertig waren, kam Allegra plötzlich mal wieder nach oben in den Raum. Nach sehr langer Zeit setzte sie sich in die Küchen-Fensterbank, schaute auf den Hof und genoß dort meine Nähe. 

War es doch ein Fehler sie so früh - oder überhaupt - mit kleinen Katzenkindern zu konfrontieren? Wollte sie nun ausgerechnet jetzt wieder bei uns im Wohn-/Schlafraum leben? Wollte sie doch nicht mehr nur in ihrer Kleiderkammer residieren? Denn genau dieses Verhalten hatte mich bereits wenige Wochen nach dem Maustod dazu bewogen nach Geschwisterkatzen zu suchen. Allegra und Wolfgang waren vom ersten Moment an ein so eingespieltes Team, dass ich mich immer nur als 2. Wahl fühlte.

Und während wir damals gemeinsam im Küchenfenster saßen, und ich sie freudig streichelte, sah ich auf der Fensterbank Flöhe.

Allegra hatte schon lange kein Spot-on mehr erhalten, da sie kaum noch draußen unterwegs war. Und es hatte sehr lange gedauert, bis ich damals endlich herausfand, woher sie kamen: Ende Juli 2017 gab es über mehrere Tage heftigen Regen - und so kam wahrscheinlich aus der Kanalisation eine Jungratte zu uns in den Garten. Angelockt von Allegras Katzenfutter kam sie durch die geöffnete Gartentür ins Haus, und flüchtete blitzschnell in den Keller als ich sie sah. Es dauerte einige Stunden, bis wir sie im Keller aufspürten und so in die Enge trieben, bis sie wahrscheinlich an einem Schock starb. Die Zeit reichte jedoch wohl aus, um uns einige Flöhe ins Haus zu bringen, die sich dann bald darauf auf Allegra und ihrer Umgebung breit machten. Zu allem Übel stellte sich später heraus, dass das verwendete Spot-on gegen diese Flöhe schon damals nicht mehr wirksam war ...


Mittwoch, 23. Juli 2025

Cäsar will rein!

 Ich staunte gestern früh nicht schlecht, als Cäsar kurz nach 6 Uhr wieder vor der Gartentür saß, klingelte und dazu energisch maunzte. Denn das sofort servierte frische Restefutter aus der Nacht interessierte ihn überhaupt nicht. Einmal die Nase kurz über die 2 Futterschalen mit unterschiedlichen Sorten gehalten, und dann drehte sich das Katertier wieder zu mir um, und maunzte weiter. Also Hunger hatte er auf jeden Fall nicht. Er hatte wohl anderes im Sinn ...


Als er dann Richtung Hochbecken abdrehte, kam plötzlich das schlechte Gewissen in mir hoch: Wollte er den bequemeren Weg durchs Haus auf die Straße nehmen, da er mit seinen wohl schon über 13 Jahren allmählich nicht mehr so gerne über Zäune klettern mag?

Aber dann fiel mir ein, dass er ja noch mühelos die steile Katzenleiter von unserem Süd-Hof auf die Garage erklimmt, und ebenso selbstverständlich die Katzenleiter von Garagendach runter in den Garten nimmt.

Also sollte das wohl einfach mal wieder ein typischer Cäsar-Kontrollgang sein, bei dem er 'idealerweise' alle Ecken und Kanten auf dem Weg zur Haustür markiert. Nö, darauf hatte ich kurz nach 6 Uhr echt keine Lust ...


Gegen 20:40 Uhr saß Flo ganz entspannt auf der Außenfensterbank zum Hof und genoß den beginnenden Abend. Nur plötzlich gab es ein lautes Poltern. Flo war verschwunden, und stattdessen stand ein Cäsar draußen vorm Fenster. Also ganz schnell das Fenster zu, so dass er sich nicht einen Zugang verschaffen konnte. Und während ich ein ganz leises Geräusch unter dem Bett hörte, ... 

saß Cäsar ganz selbstverständlich auf den Fensterbank und genoß den erhöhten Ausblick zur die Straße.

Irgendwann entschied sich Cäsar zum Glück wieder zu gehen ...


und es dauerte mindestens 5 Minuten und einiges beschwichtigendes Reden, bis Flo unter dem Bett wieder hervorkam und ganz vorsichtig hinter dem Laptop zum Fenster schaute.

Es war kein aufdringlicher Cäsar mehr am geschlossenen Fenster zu sehen, und so kuschelte sich Flo sicherheitshalber ganz dicht an mich.

Fotos und Video: S.Schneider


Einige Stunden später - aber noch vor Mitternacht, kam Cäsar dann doch noch - über das für Krümel - offenstehende Hof-Fenster rein. Und Wolfgang konnte ihn nur mittels Kissen dazu bewegen das Haus durch die Haustür wieder zu verlassen ...


Katzen sind eigenwillige Wesen. Das zeigt heute auch wieder der Maunztag auf dem Blog 'Neue Doseninhalte', denn die drei dort im Juni 2010 wohnhaften Katzendamen fanden den plötzlich auftauchenden Kindergarten nur teilweise toll ...


Freitag, 25. April 2025

Cäsars Ostergeschenk

Am Ostermorgen, als es draußen noch ziemlich neblig und feucht war, hatte Cäsar mal wieder das Bedürfnis seinen Speiseplan bei uns zu erweitern. Also kam er über den Zaun, lief am Teich entlang, und dann geschah leider mal wieder Das - als Dank für das servierte Katzenfutter

Video: S.Schneider 


Samstag, 29. März 2025

Finja - in liebevoller Erinnerung ...

Nach den 4 neuen alten Videos über Finjas früheren Freiheitsdrang habe ich sie nun mit einigen anderen Finja-Videos in einer Playlist zusammengefasst ...



Freitag, 28. März 2025

An der Leine ...

 Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Wolfgang und ich nach einer schlaflosen Nacht am Nachmittag vom 11. Mai 2021 mal wieder gemeinsam unsere Runde um die Häuser drehten, um Finja das x-te Mal auf der Parallelstraße und im Umfeld zu suchen. Nur selten waren wir zu zweit unterwegs. Denn manchmal war Finja gerade dann bereits auf dem Heimweg - und stände plötzlich vor verschlossener Tür ...

Daher gibt es nur sehr selten von diesen Momenten Fotos oder Videos. Denn wir waren ja viel zu sehr damit beschäftigt die Katz' irgendwo endlich zu finden, dann 'einzusacken' und mit ihr nach Hause zu gehen.

Doch einige Grundstücke von uns entfernt wollte sie oftmals nicht mehr getragen werden. Also durfte sie runter und lief selbst. Erst jetzt - bei der Bearbeitung des Videos - ist mir aufgefallen, wie sie plötzlich beim Laufen den Schwanz freudig hob. Und je näher sie der heimischen Einfahrt kam auch etwas schneller lief. Sich wohl plötzlich freute endlich mal wieder nach Hause zu kommen ...


Video: S.Schneider

Donnerstag, 27. März 2025

Einer dieser besonderen Momente ...

Am 11. Mai 2021 zogen wir nach einer schlaflosen Nacht mal wieder gemeinsam los, um unsere Streunerin Finja zu suchen. Auf der Parallelstraße auf einem unbewohnten Grundstück mußten wir nicht lange rufen. Bald erklang Finjas freudiges Stimmchen und sie kam von einem der Nachbar-Grundstücke angehoppelt. Dann gab es für sie einen Snack, und Katz wurde sicherheitshalber ins Geschirr verpackt. So konnte der Heimweg angetreten werden ...


Video: S.Schneider

Mittwoch, 26. März 2025

Morgens an der Gartentür ...

 Am 16. August 2023 war einer dieser schwierigen Tage, an denen Finja erst gegen 9 Uhr durchs Hof-Fenster wieder nach Hause kam, etwas fraß und dann bald darauf zur Gartentür schon wieder raus wollte. Es fiel uns schwer in solchen besonderen Momenten standhaft zu bleiben, denn ihr Freiheitsdrang war viel zu groß ...

Video: S.Schneider


So ein klägliches Finja-Maunzen passt leider viel zu gut zum Maunztag mit Frau Pieselschön und ihrem Raschelpuschel auf dem Blog 'Neue Doseninhalte'.


Und hier maunzt Finja auf dem Garagendach vor der Katzenleiter. Wir vermissen sie noch immer so sehr ...


Montag, 17. März 2025

Wenn die Flo ...

 Manchmal hat es Flo faustdick hinter den grauen Öhrchen. Denn wenn sie sich langweilt, dann greift sie Krümeline plötzlich im Katzenfenster hinter der Gardine an ...


Diese Szene konnten wir am 21. Februar filmen, aber seitdem kommt es häufiger vor. Doch zum Glück bleibt Krümeline nach so einem Flo-Überfall meist sitzen ...

Videos: S.Schneider


Sonntag, 19. Januar 2025

Ein kleines Wunder ...

Nach Finjas spurlosen Verschwinden am 11. August 2024, mußten wir uns im Laufe der Zeit eingestehen, dass die Anspannung zwischen Finja und Krümel wohl doch wesentlich größer war, als wir es wahr haben wollten. Zumindest konnten sie sich fast immer Tag und Nacht aus dem Wege gehen ...

Jetzt, nach über 5 Monaten, hält sich Krümeline häufiger wieder bei uns im Wohn-/Schlafraum auf. Aber noch immer zieht sie sich leider oftmals einige Stunden in ihre unbeheizten Gemächer unter dem Dach zurück.

Doch gestern am späten Nachmittag brauchte Krümeline mal wieder mehr Nähe, kam aufs Bett und forderte die wärmende Leuchte ein. Und als ich meinen Platz neben Krümel kurz verließ, nahm Flo ihn sogleich ein ...

So nah lagen sie schon sehr lange nicht mehr nebeneinander.

Krümeline fühlte sich in dem Moment jedoch nicht ganz so sicher. Denn oftmals greift Flo nun Krümel an, wenn sie eigentlich raus in den Garten will ...

Doch das grau-kalte Wetter lud gestern wohl eher zum Kuscheln ein. Ich durfte mich neben die Beiden aufs Bett setzen, und schon bald schliefen sie lang ausgestreckt und ganz entspannt nebeneinander ein.

Fotos: S.Schneider


Freitag, 16. August 2024

Mensch Gurke ...

 Jetzt haben wir am Mittwoch im www eine regionale Suchanzeige wegen dir veröffentlicht: 

Und gestern haben wir dich sicherheitshalber auch noch bei Tasso als vermisst gemeldet:

Jetzt hast du eigentlich genug Aufmerksamkeit bekommen, und könntest endlich mal wieder nach Hause kommen ...


Zumal im schlimmsten Fall jetzt Flo und Krümel gefunden werden:

Denn eigentlich wollte ich doch zu diesem Maunztag nur ein Video von Flo mit Krümel einstellen. Aber Du hast recht, in letzter Zeit kommst du bildmäßig zumindest hier etwas zu kurz ...


Mittwoch, 7. August 2024

Ein fast typischer Balkonabend ...

 

Ausnahmsweise schaut Krümeline abends mal etwas verschlafen, als ich ihr Balkonzimmer betrete. Denn normalerweise steht sie bereits erwartungsvoll am Treppenabsatz, um gleich danach maunzend vor der Balkontür zu stehen ...

Draußen ist es warm, etwas windig, aber nicht mehr so sonnig wie erwartet.

Ein Blick zur japanischen Weinbeere läßt zumindest noch auf einige wenige Früchte hoffen. Der tolle Blütenansatz, der uns auf eine reiche Ernte versprach, ist uns nicht vertrocknet, sondern leider im Plastikkübel fast ersoffen. Ein Gartenjahr voller Merkwürdigkeiten ...

Feinstrahl - der hier auf dem Gründach eigentlich gar nix zu suchen hat - erfreut uns dafür mit zahlreichen sich im Winde wiegenden Blüten.

Das die fast weißen kleinen Blütenkerzen Katzenminze sein sollen, interessierte Krümel nur im letzten Jahr, als die Saat im Topf auflief. Seitdem ich die kümmernden Pflanzen auf dem Gründach aussetzte, wachsen sie zwar etwas besser. Aber bisher interessierte sich nur eine Flo mal kurz für sie.

Und plötzlichlich kam über das Garagendach ein Cäsar heranspaziert, während sich eine Krümeline gerade dazu entschlossen hatte, den Balkon zu inspizieren. Doch als sie ihn bemerkte, flüchtete sie schnell ins Haus, und einen Cäsar sperrten wir aus ...

Doch, das machte Cäsar gar nicht viel aus: warme Betonplatten, Aufmerksamkeit und Gesellschaft waren ihm in dem Moment viel wichtiger.

Doch nach einiger Zeit wollten wir auch Krümeline wieder befreien. Die saß nämlich ziemlich frustriert wieder in ihrem Sessel und schaute Cäsar zu. Daher ging Wolfgang runter, griff sich eines der Futterschälchen, und rief Cäsar von unten an der Gartentür.

Das hatte Cäsar natürlich sofort gehört, und fing an zu überlegen, ob ihm Gesellschaft oder Futter jetzt wichtiger war ...

Nochmaliges Rufen beschleunigte den Prozeß.

Und Cäsar wählte den Abgang vom Gründach auf das Garagendach, um mittels Katzenleiter bequem zu seinem Futter vor der Gartentür zu kommen.

Krümeline durfte nun endlich raus, und mußte ersteinmal nachschnuppern, wo Cäsar überall war.

Und das hier ist doch eigentlich ihr Sessel, wenn wir auf dem Balkon sind!

Und dann sicherheitshalber noch nachschnuppern, wo Cäsar saß.

Fotos und Videos: S.Schneider


Auch heute wehte eher der Wind, als das es zu Maunzern kam. Doch am Ende mußte sich Krümeline berechtigterweise über diese Balkon-Situation beklagen. Aber sie blieb dort oben und genoß mit uns zusammen noch einige Zeit den herrlichen Sommerabend.

Diese fast typische Abendgestaltung schicke ich nun zum 16. Maunztag zum Blog 'Neue Doseninhalte'


Dienstag, 8. Dezember 2020

Endlich ...

Flo hatte uns vor einigen Tagen mal wieder reichlich Kummer bereitet: Am Freitagabend dem 14. November schrie sie ganz plötzlich und ohne sichtbaren Grund auf. Kurz darauf erschien sie uns jedoch wieder normal. Leider hörten wir Samstagfrüh einen verzweifelten Aufschrei, als sie gerade durch das Bücherregal hinter den Fernseher krabbelte. Und als sie sich endlich aus dem Versteck befreit hatte, bewegte sie sich mit hochgezogenem linken Hinterlauf rückwärts. Der Schmerz war anscheinend so groß, dass sie sich auf die Seite fallen ließ und hilflos am Boden liegen blieb. Plötzlich stand sie auf, als wäre nichts gewesen. Sie wollte danach sogar in den Garten. Und als sie den Morgenspaziergang durch ihr Revier beendet hatte, sprang sie wieder vom Garagendach ca. 2,3 m in die Tiefe – auf die Betonplatten vom Treppenhaus. Danach verbrachte sie den größten Teil vom Samstag schlafend auf dem Bett.

Auch am Nachmittag mussten wir zusehen, dass sie zunächst ganz selbstverständlich vom Bett sprang. Aber nur wenige Schritte danach hob sie rückwärtslaufend wieder die linke Hinterpfote und wimmerte kläglich. Sie warf sich auf die Seite und blieb erschöpft liegen. Der schmerzende Bereich sah äußerlich unauffällig aus, aber anfassen durften wir ihr Beinchen nicht. 

Also war das mal wieder ein Fall für den Tierarzt. Die uns fremde Praxis, die am Samstag noch bis 16 Uhr reguläre Sprechstunde hatte, konnte uns aber erst für Sonntag um 10 Uhr einen Notdienst-Termin geben. Und bedingt durch die Corona-Beschränkungen hätten wir dort die verängstigte Flo in der Transportbox draußen vor der Kliniktür übergeben müssen, um dann telefonisch ihr zeitweise auftretendes Bewegungsproblem zu schildern. Eine mögliche Diagnose mit Behandlungsvorschlag hätten wir ebenfalls nur draußen wartend über das Telefon erhalten. Es ergab sich glücklicherweise am späten Nachmittag, dass Wolfgang ein kurzes Video von Flo während einer Schmerzattake aufnehmen konnte. Aber je mehr wir abends im Internet recherchierten, schien Flo sich ein komplexeres Bewegungsproblem eingehandelt zu haben: Wir tippten auf eine Kniescheibenverrenkung. Doch da der Schmerz auch am Sonntag nur zeitweilig und recht kurz auftrat, sagten wir den Notdienst-Termin lieber ab. 

Am Montag bekamen wir in der uns vertrauten Praxis erst abends bei unserem neuen Tierarzt einen Termin. Auch dort ist wegen Corona nun einiges so ganz anders. Denn zur Zeit darf nur noch eine Bezugsperson den kleinen Patienten in den Untersuchungsraum begleiten. Doch das kurze Video war für erste Diagnose-Überlegungen recht hilfreich. Der Tierarzt vermutete einen Muskelfaserriss oder gar Kreuzbandriss. Erst in der weiteren Unterhaltung kamen wir auf den Katzen-Kampfschrei zu sprechen, den Wolfgang Freitagmorgen im Garten gehört hatte, als Flo noch on Tour war. Sicherheitshalber sah er sich das Beinchen nochmals genauer an und fand tatsächlich eine winzige verschorfte Wunde am Oberschenkel. Also bekam Flo zum 5. Mal in ihrem noch recht kurzen Leben schon wieder ein Antibiotikum verordnet. Und ein Schmerzmittel sollten wir ihr etwa 10 Tage lang geben.

Die Eingabe der Medikamente verlief vollkommen problemlos. Denn das Antibiotikum für 5 Tage roch für Flo so verführerisch gut, dass sie am nächsten Morgen sogar schon auf dem Küchentisch ihre Tablette - verpackt in einen weichen Snack - sehnsüchtig erwartete. Und das Schmerzmittel brauchten wir ihr abends nur über eine neue Sorte Tockenfutter zu geben. Trotzdem dauerte es über eine Woche, bis sie sich wieder schmerzfrei bewegen konnte ...

Und da wir vor vielen Jahren die Kleine Maus nach dem tiefen Fall - beim Sprung vom Garagendach zum höhergelegenen Gründach - meist von der Kante des Garagendaches abholen mussten, dachten wir bei der verletzten Flo nun sofort an die Anschaffung einer Katzenleiter. Denn trotz der Schmerzen sprang sie auch weiterhin vom Dach in die Tiefe, und das war sicherlich nicht förderlich für den Heilungsprozess.

Nachdem wir mal wieder das www zu Rate gezogen hatten, kam ich jedoch auf eine schnelle, günstige und vor allem zum Garten passendere Idee: Unsere Korkenzieherweide hinter der Garage hatte unter dem ersten Spätsommersturm gelitten. Denn während wir damals morgens noch ganz gemütlich vom Bett aus in den Garten schauten, bog sich plötzlich ein dicker mit Efeu bewachsener Weidenast immer mehr vor dem Treppenhaus nach unten. Bei stürmisch-feuchter Witterung mussten wir den Ast schnell entfernen, bevor er unkontrolliert herunterkrachte. Die Stelle, wo der alte Baum anscheind morsch geworden ist, konnten wir durch den dichten Efeubewuchs noch nicht erkennen. Aber es stand seitdem fest, dass auch der ausladende Ast über dem Garagendach entfernt werden musste, um zumindest die Bruchstelle zu entlasten und den Efeubewuchs somit zu erhalten. Flo zuliebe stieg ich also aufs Dach, um nach und nach die dünneren Äste zu entfernen. Am Ende blieb ein etwa 3m langes schweres Aststück, dass wir mit vereinten Kräften über die Leiter in den Garten rutschen ließen. Für den besseren Stand wurde mittels alter Lichterkettenzuleitungen noch ein weiteres Weidenstück in der Gabelung des Astes festgebunden, und fertig war die improvisierte Katzenleiter.

Nur für Flo war das Ding leider so gar nix. Sie wollte nach einem längeren Gartenspaziergang nur noch zurück ins Haus. Doch sie wurde sicherheitshalber zu einem Zwangstest verdonnert. In der Hoffnung, dass sie diese natürliche Leiter später trotzdem für sich entdecken würde.

Es kam jedoch ganz anders: Nach Krümelchen fand der Nachbarskater Cäsar einige Tage später diesen bequem Weg. Und Finja benötigte noch bis zum 28. November, um die Katzenleiter endlich auch für sich zu entdecken. Doch Flo sprang weiterhin lieber vom Garagendach ...

... bis heute!

Und da es ihr dort gut gefiel, stieg sie 
wieder auf und dann nochmals ab ...

Fotos: W.Hein


Samstag, 9. Mai 2020

Auf dem Heimweg ...


Gegen 16 Uhr war Nachbarskater Cäsar mal wieder der Meinung, 
dass wir für seine Zwischenmahlzeit zuständig wären. Doch da 
sich Flo in dem Moment leider in der Nähe vom Steg aufhielt, 
wurde die flinke Flo zunächst einmal verfolgt und aus ihrem Garten 
vertrieben. Schon bald danach saß das schwarze Katertier wieder 
erwartungsvoll vor unserer Treppenhaustür, um dann durchs Haus 
zu stolzieren und sein Futterschälchen wie üblich vor der Haustür 
in Empfang zu nehmen. Doch Flo blieb die nächsten 2 Stunden 
verschwunden ...

Erst nach 18 Uhr erschien sie maunzend auf der Betonfläche, 
schaute noch kurz im Hochwald beim shreddernden Wolfgang 
vorbei, schlenderte nach Hause, fraß und knallte sich müde 
ins Bett.

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 7. Mai 2020

Erschöpft vom Tag ...



Bis auf ein paar kurze Snack-Momente im Haus war Flo 
von frühmorgens bis nachmittags um 17 Uhr unterwegs. 
Das machte ziemlich müde. Und so hatte Flo gar nichts 
dagegen noch ein Weilchen auf dem Arm die erhöhte 
Aussicht in den Garten zu genießen, um dann ins Haus 
getragen zu werden. Und nach einem Aufenthalt an 
der Futterbar schlief sie kurz darauf auf dem Bett ein.

Krümelchen kam nach ihrer letzten langen Nacht 
dann auch bald ins Haus. Und Finja blieb nach einem 
nur 7-stündigen Futter- und Schlaf-Zwischenstopp 
dann leider schon wieder verschwunden ...

Foto: S.Schneider


Nachtrag, Freitag, 8. Mai 2020:
Nach 8 Uhr konnten wir endlich wieder aufatmen. 
Finja kam hungrig aber wohlbehalten nach Hause, 
graste, fraß und verschwand im Kleiderschrank.



Donnerstag, 23. April 2020

Hausarrest ...



Flo versteht ihre Welt nicht mehr: 'Warum sitzen die 
da draußen im Garten, und sie hier hinter Glas?'

'Diese blöde Tür muss doch irgendwo aufgehen!'

Nachdem sich dann auch noch Krümelchen dazu gesellte, 
und beide in ein erbärmliches Maunz-Konzert anstimmten, 
konnten wir es nicht mehr ertragen …

Wir erteilten uns trotz des herrlich sonnigen Frühlingswetters 
nun auch Hausarrest. Denn vielleicht hatte der arme - von Flo 
morgens gefangene - Amselmann so noch eine kleine Chance 
sich in Sicherheit zu bringen.

Wir verbrachten den Nachmittag also lieber zusammen 
mit Flo und Krümel auf dem Bett, da sie sonst wohl kaum 

Fotos: S.Schneider


Mittwoch, 22. April 2020

Schlaf nachholen



Die über 40 Stunden außer Haus haben Spuren hinterlassen …

Nachdem sie heute früh erst gegen 1:30 Uhr nach Hause kam, 
schlief sie bis auf wenige Snack-Momente fast 8 Stunden durch. 
Später saß sie einige Zeit unentschlossen im Raum und erst 
in der Mittagszeit vertrat sie sich etwas die Pfötchen im Garten.
Doch schon eine Stunde später nahm sie ihr Mittagsmahl ein 
und verkroch sich gleich drauf in ihre graue Schlafbox am Bett.
Irgendwann wechselte sie im Laufe des nachmittags dann 
auf die besonnte Fensterbank und blieb bis zum späten Abend 
dort hinter der Gardine verschwunden. Eigentlich war sie 
den ganzen Tag über ziemlich erschöpft.

Foto: S.Schneider


Nachtrag Donnerstag, 23. April 2020:
Nach Mitternacht lag sie wieder sehr entspannt auf der Decke 
am Fußende vom Bett. Sie fraß ganz in Ruhe ihr erstes Frühstück, 
während Flo und Krümel gegen 3 Uhr bereits wieder im Garten 
verschwanden. Bald darauf legte sich gerne neben mir unter 
die wärmende Leuchte ins Bett. Aber jedes Mal wenn Flo oder 
Krümel ihr nach einer der Gartenrunden auch nur etwas zu nahe 
kam, veranlasste das Finja zum Frauchen. Und nach einigen 
gefriergetrockneten Hühnchensnacks und einem kurzen Spiel 
im Altpapier vorm Bett musste ich sie dann kurz nach 6 Uhr 
in den Garten entlassen. 

Jetzt bin ich gespannt - und auch etwas angespannt, wann wir 
sie nach diesen fast 28 gemeinsamen Stunden nun wieder sehen.


Montag, 20. April 2020

Warum ist die Tür zu?



Jetzt versteht Krümelchen gar nix mehr. 
Die Tür zum Garten ist doch auf! Warum ist 
die Tür zur Futterbar nun zu?

Drinnen schläft Finja noch ganz entspannt ohne Halsband 
unter der Leuchte im Bett. Und bevor sie nicht ausreichend
 gefrühstückt hat, soll sie nicht auf Wanderschaft gehen …

Also braucht Krümelchen heute hier mal einen Türöffner.

Foto: S.Schneider


Ausgeschlafen ...


Nachdem Finja mal wieder einen Tag Haus- bzw. Ausschlaf-
Arrest hinter sich hatte, war sie morgens schon vor 5 Uhr zu 
einem längeren Beschäftigungsspiel mit der Federangel bereit. 
Ausgiebig wurde vor dem Bett zwischen Altpapier, Filzboxen 
und dem Spieltunnel getobt und dann noch 3 Stunden ganz 
gemütlich im Bett unter der wärmenden Leuchte geschlafen. 

Erst um 8:40 Uhr verließ sie gut gesättigt den Raum
 und sprang bereits 15 Minuten später wieder über 
den südlichen Zaun …

Foto: S.Schneider


Nachtrag Mittwoch, 22. April 2020:
Gestern kam am Nachmittag mal wieder ein violettes Halsband 
von Finja allein zurück. Es wurde in dem uns bereits bekannten 
Garten 2 Straßen weiter Richtung Osten gefunden. Doch angeblich 
ist sie dort inzwischen auch nur noch auf der Durchreise. Wolfgang 
hatte sie in letzter Zeit manchmal schon noch weiter Richtung 
Süden entdeckt. Und wir vermuten, dass sie jetzt auch den nahe-
gelegenen Friedhof als Spielpatz für sich entdeckt hat …

Unsere Versuche sie gestern früh, nachmittags oder am Abend
 irgendwo in ihren bevorzugten Bereichen zu finden, schlugen 
mal wieder fehlt. Erst heute Nacht um 1:30 Uhr konnten wir 
endlich aufatmen. Dieses Mal kam sie nach über 40 Stunden 
ziemlich hungrig zurück, hatte danach aber Zeit sich ausgiebig 
zu putzen und liegt seitdem wieder zufrieden und erstaunlich 
schmusebedürftig unter der Leuchte im Bett. 

Foto: S.Schneider