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Mittwoch, 11. Juni 2025

frustrierte Kragenkatze

Von Tag zu Tag wird es schwerer Krümeline nach der OP am Hals im Haus zu halten. Heute hat sie zumindest schon 8 der empfohlenen 10 Tage geschafft. Aber am Pfingstmontag hatte sie mich mittags wirklich erschreckt. Denn da saß sie erwartungsvoll an der Balkontür, bereitete sich durch kraftvolles Kratzen auf der Kokosmatte schon auf einen Balkonspaziergang vor, und mußte jedoch feststellen, dass sich die Tür schon wieder nicht für sie öffnete.

Als ich danach in 'ihrem' Zimmer anfing die weißen Kisten mit erzgebirgischen Blumenkindern für das Pfingst-Treffen umzuschichten, um dort noch einige Teilnehmer zu suchen, setzte sie sich auf einen der Kartons und guckte mir ziemlich frustriert zu:


Video: S.Schneider

Als ich später das Video von ihr sah, war ich noch mehr erstaunt, wie unglücklich und teilnahmslos sie in dem Moment war. 

Das Schmerzmittel konnte es eigentlich nicht sein. Denn das bekam sie gegen Mitternacht. Die Gabe lag also schon 12 Stunden zurück, und das Mittel wird ihr nur 1x pro Tag verabreicht.

Also zeigt sich hier leider sehr gut, wie man durch Hausarrest ein Katzenseelchen irgendwann brechen kann. Denn am Montag hatte sie später auch kein Interesse daran am Pfingst-Treffen teilzunehmen. Uns also mal wieder irgendwann spontan durchs Film-Set zu laufen - wie sie das normalerweise so gerne tut.

Stattdessen verschlief sie den Nachmittag, und kam erst gegen 23 Uhr runter. Sie blieb vorsichtig verhaltend zwischen der Treppe nach oben und dem Kellerabgang stehen. So, als ob sie wahlweise eine der beiden Fluchtmöglichkeiten bräuchte. Und da wurde uns klar, dass ihr Verhalten mit dem Schmerzmittel zusammenhing. Schon bei Herrn Katze, der Maus und auch Flo haben wir festgestellt, dass es einen Tag X gab, an dem die Verabreichung der Medikamente extrem schwierig wurde. Sie sich teilweise zum gegebenen Zeitpunkt versteckten und sich das Medikament nur noch widerwillig verabreichen ließen. Bei Krümeline war es am Montagabend zwar noch nicht ganz so weit. Aber wir entschlossen uns zumindest die Dosis des Schmerzmittels lieber etwas zu reduzieren ...

Und ich möchte behaupten, dass es ihr seitdem etwas besser geht, sie wieder munterer ist und auch mal etwas mit Flo spielt. Es heißt zwar sie soll 10 Tage lang nicht toben. Aber bei einer Wunde am Hals besteht da wohl weniger Gefahr - als am Bauch oder den Gliedmaßen.

Und gestern, am frühen Abend haben wir sie dann zusammen mit der weichen Hals-Schutzhülle ins Katzengeschirr verpackt, damit sie sich zumindest mal etwas die Pfötchen auf dem Balkon vertreten konnte.

Heute früh gegen 5 Uhr hat sie sogar mit Flo gespielt.

Doch, was uns richtig fröhlich stimmt, ist der Anruf der Tierklinik gestern am Dienstagmorgen gewesen: kein tumoröses Gewebe in dem entnommen Knubbel am Hals gefunden. Ein riesiges Aufatmen ...

Heute früh kam dann der nächste Anruf, dass usere geschickten Fotos der OP-Wunde - aufgenomen am Montag - gut aussehen, und wir nun eine Narbensalbe verwenden können. Außerdem hatte ich 'gebeichtet', dass wir das Schmerzmittel reduziert haben, damit wieder mehr Leben in unsere kleine Patientin kommt. Und vor dem schon so lang ersehnten ungehinderten Freigang holen wir uns sicherheitshalber mittels aktueller Wund-Fotos dann noch das ok von der Tierklinik ab.


Der Maunztag auf dem Blog 'Neue Doseninhalte' kommt heute ziemlich nostalgisch fröhlich daher und gratuliert allen, die im Juni geboren sind.


Dienstag, 8. Dezember 2020

Endlich ...

Flo hatte uns vor einigen Tagen mal wieder reichlich Kummer bereitet: Am Freitagabend dem 14. November schrie sie ganz plötzlich und ohne sichtbaren Grund auf. Kurz darauf erschien sie uns jedoch wieder normal. Leider hörten wir Samstagfrüh einen verzweifelten Aufschrei, als sie gerade durch das Bücherregal hinter den Fernseher krabbelte. Und als sie sich endlich aus dem Versteck befreit hatte, bewegte sie sich mit hochgezogenem linken Hinterlauf rückwärts. Der Schmerz war anscheinend so groß, dass sie sich auf die Seite fallen ließ und hilflos am Boden liegen blieb. Plötzlich stand sie auf, als wäre nichts gewesen. Sie wollte danach sogar in den Garten. Und als sie den Morgenspaziergang durch ihr Revier beendet hatte, sprang sie wieder vom Garagendach ca. 2,3 m in die Tiefe – auf die Betonplatten vom Treppenhaus. Danach verbrachte sie den größten Teil vom Samstag schlafend auf dem Bett.

Auch am Nachmittag mussten wir zusehen, dass sie zunächst ganz selbstverständlich vom Bett sprang. Aber nur wenige Schritte danach hob sie rückwärtslaufend wieder die linke Hinterpfote und wimmerte kläglich. Sie warf sich auf die Seite und blieb erschöpft liegen. Der schmerzende Bereich sah äußerlich unauffällig aus, aber anfassen durften wir ihr Beinchen nicht. 

Also war das mal wieder ein Fall für den Tierarzt. Die uns fremde Praxis, die am Samstag noch bis 16 Uhr reguläre Sprechstunde hatte, konnte uns aber erst für Sonntag um 10 Uhr einen Notdienst-Termin geben. Und bedingt durch die Corona-Beschränkungen hätten wir dort die verängstigte Flo in der Transportbox draußen vor der Kliniktür übergeben müssen, um dann telefonisch ihr zeitweise auftretendes Bewegungsproblem zu schildern. Eine mögliche Diagnose mit Behandlungsvorschlag hätten wir ebenfalls nur draußen wartend über das Telefon erhalten. Es ergab sich glücklicherweise am späten Nachmittag, dass Wolfgang ein kurzes Video von Flo während einer Schmerzattake aufnehmen konnte. Aber je mehr wir abends im Internet recherchierten, schien Flo sich ein komplexeres Bewegungsproblem eingehandelt zu haben: Wir tippten auf eine Kniescheibenverrenkung. Doch da der Schmerz auch am Sonntag nur zeitweilig und recht kurz auftrat, sagten wir den Notdienst-Termin lieber ab. 

Am Montag bekamen wir in der uns vertrauten Praxis erst abends bei unserem neuen Tierarzt einen Termin. Auch dort ist wegen Corona nun einiges so ganz anders. Denn zur Zeit darf nur noch eine Bezugsperson den kleinen Patienten in den Untersuchungsraum begleiten. Doch das kurze Video war für erste Diagnose-Überlegungen recht hilfreich. Der Tierarzt vermutete einen Muskelfaserriss oder gar Kreuzbandriss. Erst in der weiteren Unterhaltung kamen wir auf den Katzen-Kampfschrei zu sprechen, den Wolfgang Freitagmorgen im Garten gehört hatte, als Flo noch on Tour war. Sicherheitshalber sah er sich das Beinchen nochmals genauer an und fand tatsächlich eine winzige verschorfte Wunde am Oberschenkel. Also bekam Flo zum 5. Mal in ihrem noch recht kurzen Leben schon wieder ein Antibiotikum verordnet. Und ein Schmerzmittel sollten wir ihr etwa 10 Tage lang geben.

Die Eingabe der Medikamente verlief vollkommen problemlos. Denn das Antibiotikum für 5 Tage roch für Flo so verführerisch gut, dass sie am nächsten Morgen sogar schon auf dem Küchentisch ihre Tablette - verpackt in einen weichen Snack - sehnsüchtig erwartete. Und das Schmerzmittel brauchten wir ihr abends nur über eine neue Sorte Tockenfutter zu geben. Trotzdem dauerte es über eine Woche, bis sie sich wieder schmerzfrei bewegen konnte ...

Und da wir vor vielen Jahren die Kleine Maus nach dem tiefen Fall - beim Sprung vom Garagendach zum höhergelegenen Gründach - meist von der Kante des Garagendaches abholen mussten, dachten wir bei der verletzten Flo nun sofort an die Anschaffung einer Katzenleiter. Denn trotz der Schmerzen sprang sie auch weiterhin vom Dach in die Tiefe, und das war sicherlich nicht förderlich für den Heilungsprozess.

Nachdem wir mal wieder das www zu Rate gezogen hatten, kam ich jedoch auf eine schnelle, günstige und vor allem zum Garten passendere Idee: Unsere Korkenzieherweide hinter der Garage hatte unter dem ersten Spätsommersturm gelitten. Denn während wir damals morgens noch ganz gemütlich vom Bett aus in den Garten schauten, bog sich plötzlich ein dicker mit Efeu bewachsener Weidenast immer mehr vor dem Treppenhaus nach unten. Bei stürmisch-feuchter Witterung mussten wir den Ast schnell entfernen, bevor er unkontrolliert herunterkrachte. Die Stelle, wo der alte Baum anscheind morsch geworden ist, konnten wir durch den dichten Efeubewuchs noch nicht erkennen. Aber es stand seitdem fest, dass auch der ausladende Ast über dem Garagendach entfernt werden musste, um zumindest die Bruchstelle zu entlasten und den Efeubewuchs somit zu erhalten. Flo zuliebe stieg ich also aufs Dach, um nach und nach die dünneren Äste zu entfernen. Am Ende blieb ein etwa 3m langes schweres Aststück, dass wir mit vereinten Kräften über die Leiter in den Garten rutschen ließen. Für den besseren Stand wurde mittels alter Lichterkettenzuleitungen noch ein weiteres Weidenstück in der Gabelung des Astes festgebunden, und fertig war die improvisierte Katzenleiter.

Nur für Flo war das Ding leider so gar nix. Sie wollte nach einem längeren Gartenspaziergang nur noch zurück ins Haus. Doch sie wurde sicherheitshalber zu einem Zwangstest verdonnert. In der Hoffnung, dass sie diese natürliche Leiter später trotzdem für sich entdecken würde.

Es kam jedoch ganz anders: Nach Krümelchen fand der Nachbarskater Cäsar einige Tage später diesen bequem Weg. Und Finja benötigte noch bis zum 28. November, um die Katzenleiter endlich auch für sich zu entdecken. Doch Flo sprang weiterhin lieber vom Garagendach ...

... bis heute!

Und da es ihr dort gut gefiel, stieg sie 
wieder auf und dann nochmals ab ...

Fotos: W.Hein


Montag, 2. März 2020

Disco-Queen ...



Den Tierarztbesuch um 10 Uhr hatte Flo heute widerwillig 
über sich ergehen lassen. Sie ahnte wohl schon um 9 Uhr, 
dass da etwas anstand und verkroch sich sicherheitshalber im 
Keller. Und so kamen wir mit einer kleinen Verspätung an.
Die Wunde an der Kralle ist auf dem Wege der Besserung, 
aber das Antibiotikum müssen wir ihr weiterhin 2x am Tag 
geben, und ohne Verband geht es leider noch nicht. Und 
da der richtige Verband heute etwas dünner ausfiel - damit 
wir den Gummischutz nun leichter über die Pfote bekommen,
bekam sie noch einen 'schicken' elastischen Pfoten-Glimmer-
Verband …

Den fanden wir jedoch so gewöhnungsbedürftig, dass wir sie 
damit sogleich in den Garten entließen. Und nach einem
 längeren Spaziergang war der Schutzverband so feucht, dass 
wir ihn schnell abnahmen. Das war auch gut so, denn überall 
verteilten sich sogleich silberne Glitzerpunkte auf dem Parkett. 
Die hätte sich Flo sonst alle in den ohnehin schon strapazierten 
kleinen Magen geschleckt.

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 27. Februar 2020

Freigang unter Aufsicht ...


So hatten wir uns alle den Tag nicht vorgestellt:
Flo kam um 6 Uhr nach dem ersten Morgenspaziergang 
mit einem blutigen linken Hinterlauf nach Hause. Etwas 
konnten wir ihre Pfote mit warmem Wasser waschen, 
aber genauer anschauen durften wir die Verletzung nicht. 
Also stand fest, dass wir um 8 Uhr mal wieder bei unserer 
Tierärztin anrufen mussten, um einen Vormittags-Termin 
zu erhalten. Denn die Vermutung lag nahe, dass sich Flo 
schon wieder mit einer Ratte angelegt hatte …

Kurz vor dem Termin konnten wir dann doch noch unter 
leichtem Protest einen Blick auf die Verletzung werfen 
und erkannten nur eine abgebrochene Kralle. Aber da 
die Tierärztin am Donnerstag nur bis 14 Uhr Sprechstunde 
hatte, es morgen für uns äußerst ungünstig gewesen wäre,
 und danach ein für uns fremder Wochenend-Tiernotdienst 
mit doppeltem Honorarsatz für uns zuständig wäre, 
entschlossen wir uns lieber den Termin wahrzunehmen. 
Und wie sich herausstellte, war unsere Sorge berechtigt. 
Denn die Kralle war so herausgebrochen, dass der Knochen 
dahinter sichtbar war. Also gab es einen festverklebten 
Pfotenverband, und zum 5. Mal muss unsere Flo nun vor 
ihrem 3. Geburtstag wieder Antibiotika nehmen.

Zuhause angekommen war dieses Pfotending natürlich 
fürchterlich lästig. Aber nach der ersten Antibiotikagabe 
war eine kranke Flo dann trotzdem ihrer Meinung nach 
gartentauglich. Nur blöd, dass ich den eng anliegenden 
Freigang-Gummiüberzieher nicht allein über die Flo-Pfote 
bekam. Also entließ ich sie unter Aufsicht dann trotzdem 
in den Garten …

Draußen störte so ein Verband natürlich noch viel mehr.

Doch es war erstaunlich, wie schnell sie sich trotzdem 
damit fortbewegen konnte. Natürlich nicht, ohne ab 
und an den Hinterlauf kräftig zu schütteln. Aber dieser 
Verband saß zum Glück richtig fest.

Also setzte sich Flo an den Teich und schaute dem Fisch 
lange beim Schwimmen zu …

Nur irgendwann hoppelte sie los und tauchte blitzschnell 
im Dickicht des Hochwaldes unter. Dann erschien sie nach 
einiger Zeit im hinteren Teil des Friederike-Hochbeetes 
und ließ sich auf der Betonfläche kurz auf den Arm nehmen. 
Zu dem Zeitpunkt hätte ich sie besser ins Haus getragen. 
Denn plötzlich sprang sie mir von der Schulter, verkroch 
sich unter den Sträuchern des Hochbeetes an der Betonfläche 
und startete zum Zaun an der Ostgrenze durch. Trotz ihrer 
Behinderung überwand sie mühelos den Zaun zum Nachbar-
garten und verschwand spurlos. Meine größte Sorge war nun, 
dass der Verband trotz des feuchten Bodens trocken blieb.

Fotos: S.Schneider


Dienstag, 7. Januar 2020

7. Januar 2020




Wenn morgens mal wieder alles ganz anders kommt …

Eigentlich wollte ich heute doch nur darüber berichten, dass 
bei uns am frühen Morgen fast alle mit Akkubatterien betrieben 
Lichterketten nur noch glimmten. Und so fragte ich mich ganz
ernsthaft, ob ich nun wieder alle Microketten neu mit Batterien 
bestücken sollte. Denn wenn ich mich so auf den Blogs umschaue, 
dann wurde fast überall bereits am Wochenende entweihnachtet 
und ganz schnell auf Winter oder sogar schon Frühling umgestellt. 

Haben dann nach dem 6. Januar beleuchtete Sterne und 
neutrale Lichterketten in den Mengen - wie sie bei uns 
in kahlen Zweigen hängen - noch ihre Berechtigung? Zwar 
gibt es da ja die kirchliche Tradition Mariä Lichtmess, 
nach der die Weihnachtszeit erst am 2. Februar endet. 
habe ich dann - ganz ohne eine Religionszugehörigkeit - 
überhaupt die Berechtigung mir den Brauch einfach 
anzueignen? Ich entschied mich ganz einfach für ein 'Ja' 
und tauschte frühmorgens wieder die Batterien ...

Und während ich mich in der Dunkelheit in all' dem 
elektrischen Lichterglanz sowie dem echten Kerzen-
schein einer Laterne noch so richtig wohl fühlte, und
die drei Katzenmädchen sich derweil ziemlich lange 
in der ungewöhnlich frühlingshaften Nacht im Garten 
austobten, stellte ich mich ganz allmählich auf den 
nächsten Verwaltungs-Arbeitstag am Küchentisch ein.

Aber ich hatte mich mal wieder verkalkuliert: Zunächst 
schniefte Flo nur ab und an, als sie sich kurz vor 8 Uhr 
neben mir ins Bett unter die Leuchte legte. Doch bald 
darauf sah ich eine rote geschwollene Stelle unter 
ihrem linken Nasenloch. Zunächst vermutete ich, dass 
mal wieder eines der gefressenen Katzengräser total 
verquer saß. Denn schon so manches Mal zogen wir 
den so gern grasenden Katzen einen kleinen scharf-
kantigen Halm vorsichtig aus der Nase. Nur dann 
entdeckte ich plötzlich einen langen roten Strich 
auf blanker Haut oberhalb der Schnurrhaare und 
links am Kinn auch noch eine größere rote Wunde. 
Katzengeschrei hatten wir während ihres Freigangs 
nicht gehört. Also lag die Vermutung nah, dass sich Flo 
mal wieder mit einer Ratte auf unserem Friederike-
Rosen-Hochbeet angelegt hatte. Und da das Näschen 
bei der Wund-Begutachtung schon dicker wurde, 
rief ich gleich bei unser Tierärztin an …

So lag Flo noch einige Zeit mit schmerzendem Köpfchen 
unter der wärmenden Glühlampe im nachweihnachtlichen 
Lichterglanz, während wir uns fertigmachten. Um 10 Uhr 
hatten wir den Termin. Und die Tierärztin bestätigte 
unsere Vermutung mit dem Nagetier-Biß. Die beiden 
großen Wunden waren weniger besorgniserregend, aber 
unter dem Näschen war die Haut richtig tief geschlitzt. 
In dem Fall war nach der Wundreinigung und der Gabe 
eines Schmerzmittels ein Antibiotikum nun leider schon 
wieder angebracht. Und jetzt sind wir die nächsten 
5 Tage morgens und abends gut mit der Tabletteneingabe 
beschäftigt. Und eine Spot-on Wurmkur ist nach der 
Wundheilung auch dringend erforderlich.

Nach der Rückkehr zog es Flo dann vor in einer Ecke 
im kühlen Schiffskeller zu kauern. Wolfgang fuhr endlich 
zu seinem Termin ins Büro. Und ich wanderte mit Leine 
und Leckerlies zur 'Villa Gurke' um Finja zu suchen. Denn 
unsere Streunerin war zu dem Zeitpunkt schon wieder 
fast 8 Stunden außer Haus. Und wenn wir den optimalen 
Zeitpunkt am Vormittag verpassen, dann bleibt sie meist 
bis zum Abend oder sogar noch viel länger verschwunden. 
Doch ich hatte Glück, und wir spazierten gemeinsam 
bei herrlichem Sonnenschein nach Hause.

Und während ich mich dann nach der Mittagszeit endlich 
an meinen Schreibtisch begeben konnte, lag Finja unter 
meiner wärmenden Leuchte im Bett, und der kranken Flo 
machte ich an Wolfgangs Bettseite die Tolomeo an. Und 
wie fast jeden Tag spielte ich für das quirlige Krümelchen 
dann zwischendurch immer mal wieder Türöffner-Tag.

Gegen 19 Uhr verschob ich mein leider bis dahin noch 
nicht erledigtes Arbeitspensum dann lieber auf den 
nächsten Tag. Ich fiel erschöpft ins Bett. Und den 
abendlichen Lichterglanz verschlief ich - wie so oft.

Foto: S.Schneider


Freitag, 1. März 2019

Jetzt Augentrost für zwei?



'Ach Flo, was hast du denn schon wieder angestellt?'

Unsere Flo ist bisweilen eine zu perfekte Nachfolgerin 
der kleinen Maus. Denn die Maus hatte leider recht häufig 
im Frühjahr oder sogar im Sommer Augenprobleme, die wir 
oftmals mit Augensalbe oder Tropfen behandeln mussten.
Glücklicherweise gab uns unser Tierarzt irgendwann einmal
den Tipp es mit Augentrost-Tee-Kompressen zu versuchen. 
Seitdem konnten wir bei Maus & Allegra Kullertränchen, die 
sich häufiger beim Liegen über der Heizung bildeten, oder 
entzündete Augen nach einer ausgiebigen Mausejagd im Efeu 
schnell und unkompliziert behandeln - und somit eine fiese
Bindehautentzündung abwenden.

Und auch meine roten Augen profitieren seit einigen Jahren 
von den Augentrost-Tee-Kompressen, wenn mich mal wieder 
die Hasel- oder Birkenpollen-Allergie zu sehr erwischt. Nur 
meist denke ich viel zu spät an das hilfreiche Hausmittel, 
denn es befindet sich nicht in der Haus-Apotheke sondern 
griffbereit in der Katzen-Medikamenten-Box ...

Also setzte ich morgens Tee für zwei an. Aber zum Glück 
benötigte Flo nach dem Augentrocknen mittels Taschentuch 
keine weitere Behandlung. Und für meine Augen wurde es 
erst am Nachmittag erforderlich, als Flo nach dem x-ten 
Gartenspaziergang extrem kuschelbedürftig war. Denn da 
bracht sie eine geballte Pollen-Ladung in ihrem Fell 
mit nach Hause …

Foto: S.Schneider


Dienstag, 5. Februar 2019

verschnitten ...


Manchmal bin ich doch etwas zu schnell mit der Schere … 
Denn als ich heute die Baumpäonie vom toten Holz befreien 
wollte, erwischte ich leider auch einen noch lebenden Trieb 
mit einer Blattknospe. Aber dadurch ergab sich nun zumindest 
eine gute Gelegenheit eine der beiden noch leeren Glasvasen 
im Gartenfenster - hinter den bereits blühenden Hyazinthen, 
zu füllen. Für die andere Vase wollte ich nun auch eigentlich 
Korkenzieher-Haselzweige im Garten suchen, doch auf dem 
Weg fielen mir plötzlich die abgestorbenen unteren Zweige 
der Himalaya-Zeder auf: 

Als die Ecke hinter dem Hausaltar gefüllt war, gesellte sich 
auch gleich noch unser Wuselchen dazu. Die kleine Nase sieht 
doch schon erstaunlich gut aus. Und seit gestern früh ist nun 
glücklicherweise auch die Antibiotika-Eingabe beendet. Aber 
bei dem herrlichen Teich-Spielplatz hatte sie eh' kaum Zeit 
für irgendwelche Nebenwirkungen …

Foto: S.Schneider


Dienstag, 29. Januar 2019

Zeitweiliges Krümel-Profil ...


Wäre Krümelchen nicht eine Katze, sondern 
ein Kind über 14 Jahren, dürfte ich dieses Foto 
von ihr hier sicherlich nicht posten:

Inzwischen heißt sie 'kleine Nase' oder 'Zwerg Nase' 
und manchmal auch 'Beulchen'. Denn nach einem 
typischen Russenprofil sieht das im Moment leider 
gar nicht aus, was unser verletztes Kätzchen da 
in der Verlängerung ihrer Nase seit gestern mittag 
mit sich herumträgt …

Foto: W.Hein


Nachtrag Mittwoch, 30. Januar 2019:
Gestern bekam sie abends ihre erste Antibiotika-Tablette.
Und nun scheint die Schwellung an der Nase endlich auch 
etwas zurück zu gehen. Auf jeden Fall sind anscheinend 
all' ihre Schmerzen sofort vergessen, wenn es für einige Zeit 
in den Garten geht. Denn ausgiebiges Toben ist wohl für die 
verletzten Katzenmädchen immer noch die beste Medizin.


Montag, 28. Januar 2019

kleine Katze mit ganz viel Nase



Wir hatten morgens noch die Hoffnung, dass Krümelchen 
um den Besuch beim Tierarzt herum kommen könnte. Doch, 
als ihre - sofort mit Desinfektionsmittel gesäuberte - blutige 
Nase nach 3 Stunden immer dicker wurde, und sich zwischen 
den Öhrchen bis zur Nasenwurzel eine Schwellung bildete, 
und dann auch noch die Augen immer kleiner wurden, war 
uns schon klar, dass in ihrem Fall nun auch ein Antibiotikum 
angebracht war.

Bis morgen Abend ist sie durch eine Spritze mit Medikamenten 
versorgt. Doch dann beginnt 2x täglich für uns das große 
Abenteuer ihr 6 Tage lang das Antibiotikum unterzujubeln …

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 24. Januar 2019

Tüte am Kopf


So hatte sich unsere Flo ihren Tag sicher nicht vorgestellt! 
Anstatt schon früh morgens einen ausgiebigen Spaziergang 
im frostigen Wintergarten zu unternehmen, ging es heute 
nochmals zur Tierärztin …

Auch die Tierärztin war sichtlich erschrocken, als sie 
die tiefe rote Wunde am rechten Hinterlauf sah. Statt 
einer kleinen Delle am Zehgelenk - die sich auf dem 
Röntgenbild am vergangenen Donnerstag erkennen ließ, 
hatte sich wahrscheinlich ein Abszess gebildet, den 
sich die robuste Graukatze im Laufe der letzten 2 Tage 
selbst geöffnet und 'sauber' geschleckt hatte. 

Mir war am Dienstagabend zufällig eine kleine fell-
verklebte Stelle am Hinterlauf aufgefallen, die ich aber 
nicht genauer anschauen durfte. Und da mir die Stelle 
in dem Moment weder besonders warm vorkam, und 
ich dort auch keine Schwellung bemerkte, verschob ich 
die Pfotenkontrolle auf den nächsten Morgen. Auch am 
Mittwochmorgen, als Wolfgang und ich uns gemeinsam 
die Verletzung betrachteten, gab es zwar plötzlich 
einen leichten rötlichen Wundrand, aber da sie weder 
humpelte, und auch sonst keinen leidenden Eindruck 
auf uns machte, entließen wir sie schon früh in den 
winterlichen Garten.

Gegen Mittag war sie jedoch schon wieder im Haus und 
unternahm danach nur noch einige kurze Versuche 
sich im frostigen Garten zu vergnügen. Allerdings sind 
-4°C am Tag auch nicht jederkatz' Sache …

Leider bemerkte ich erst am späten Nachmittag das 
ca. 5mm große Wundloch im Hinterlauf, in dem sich 
unglücklicherweise auch noch kleine Streukügelchen 
vom Katzenklo-Besuch versammelt hatten. Und bis 
Wolfgang dann endlich aus dem Büro zurück kam, 
und wir gemeinsam die Wunde gereinigt hatten, 
war es gerade ein paar Minuten zu spät für die 
normale Tierarzt-Sprechstunde.

Heute war nun leider statt der vorsorglichen, 
kleinen Antibiotikagabe - vom letzten Donnerstag, 
ein Langzeit-Antibiotikum erforderlich. Und ob 
die Low-Level-Lasertherapie nun wirklich hilfreich 
für eine schnellere Wundheilung ist, ist schwer 
zu beurteilen. Denn den hier verlinkten Artikel 
hatte ich erst nach dem Tierarzt-Besuch gelesen.

Und dann kam der Horror. Als Leckschutz gab es 
eine durchsichtige Hartplastik-Tüte um den Kopf. 
Und dazu den Spruch: 'Es ist ungewohnt, aber 
in 2 Tagen macht sie Purzelbäume damit!' Flo wurde 
wieder das Geschirr umgelegt, kam auf den Arm, und 
so verließen wir die Praxis. Und da sie zwar neugierig, 
aber doch wie ein kleines Häufchen Elend halb in 
meine Jacke gekuschelt war, gingen wir gemeinsam 
zur Apotheke, um noch schnell den empfohlenen 
Wundpuder zu besorgen. Nicht nur 'Hunde müssen 
draußen bleiben' - Katzen auf dem Arm ist es sicherlich 
auch nicht erlaubt Apotheken zu betreten. Und so 
warteten Flo und ich einige Zeit an der ziemlich 
befahrenen Straße. Leider wurde mir erst viel später 
bewusst, dass so ein Plastiktrichter den Verkehrslärm 
für unsere Flo sogar noch verstärkt hatte. Ich hätte 
doch lieber im Auto mit ihr warten sollen …

Zuhause angekommen, verhielten sich unsere Mädchen 
Flo gegenüber eher besorgt denn angriffslustig. Krümel 
blieb sogar noch einige Zeit bei ihr, während Finja 
es mal wieder nicht abwarten konnte in den kalten 
Garten zu kommen. Sie blieb die nächsten 4 1/2 Stunden 
verschwunden.

Flo versuchte sich mit der ungewohnten Situation 
irgendwie zu arrangieren. Aber selbst das Fressen 
wurde zum Problem, da sie mit dem Trichter den 
niedrigen Metall-Napf eher übers Parkett schob 
als etwas aufzuschlecken. Und das Teil war auch 
so starr und so eng am Hals, dass wir es ihr nicht 
mal eben schnell zum Fressen abnehmen konnten. 
So suchte ich schon bald nach unserer Rückkehr
 im www, wie wir möglichst schnell eine Alternative 
zu diesem Folter-Instrument finden konnten ...

Denn nur auf dem Arm oder in unserem Nacken liegend,
ertrug die erschöpfte Flo einigermaßen diese Situation.


Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 17. Januar 2019

Krankenlager


Nachdem wir von der Tierärztin zurück kamen, hatte Flo 
zum Glück Appetit. Doch danach wollte sie nicht länger 
bei uns im Wohnraum verweilen, sondern humpelte mit 
ihrem noch immer geschwollenen rechten Hinterlauf 
die Treppe runter ins Treppenhaus. Nur kam sie auf dem 
warmen Plüschkissen in der Kleiderkammer nicht an.  
Dort hatte sie den ganzen Nachmittag unter der Leuchte 
verbracht. Und so war ich davon ausgegangen, dass sie 
sich wieder dahin zurückziehen würde. Aber sie hatte 
ein ganz anderes Krankenlager für sich entdeckt …

Es war wirklich Zufall, dass mir das kleine Köpfchen 
zwischen all' den zerknüllten Papierlagen auffiel.

Denn Finja war zu dem Zeitpunkt mal wieder 
auf dem Tripp jedes Fenster und jede Tür, …

die manchmal nach draußen führt ganz genau 
zu kontrollieren und uns bittend anzumaunzen.

War es der sonnige Vormittag, der jetzt schon wieder - 
trotz der OP, ihre Hormone aktivierte? Oder stand ihr 
einfach mal wieder der Sinn nach einer Nachtwanderung? 
Denn sowohl Cäsar als auch das einsetzende Regenwetter 
trieben die Mädchen schon gegen 14 Uhr ins Haus ...

Erst als Finja feststellte, dass wir ihr auch 
das Kleiderkammer-Fenster nicht öffnen würden, 
widmete sie sich Flo.

Doch die signalisierte ihr, dass sie jetzt einfach 
nur allein sein wollte … 

Wie gut, dass es noch immer den großen Versandkarton 
von diesem Bild als Spielplatz in der Kleiderkammer gab. 
Denn für Flos geschwollenen Hinterlauf war das wahr-
scheinlich ein ideales Krankenlager: Von unten recht kühl 
durch die Betonplatten, und von oben durch Packpapier 
etwas geschützt.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 18. Januar 2019:
Am Morgen war die Schwellung schon etwas zurückgegangen. 
Nur das veranlasste Flo natürlich gleich zu einem ausgiebigen 
Winterspaziergang auf gefrorenem Boden, so dass sie um 13 Uhr 
wieder mit einer dicken Pfote nach Hause kam. Aber Hausarrest 
würde nur dazu führen, dass sie - ähnlich wie Finja, dann alle 
möglichen Fluchtwege nach draußen stundenlang absuchen 
würde und so auch nicht zur Ruhe käme.

Und da sie mit einem Schmerzmittel wahrscheinlich noch 
übermütiger unterwegs wäre, haben wir am Abend lieber 
darauf verzichtet es ihr zu verabreichen. Zwar hat es auch 
eine entzündungshemmende Wirkung. Aber da das Mittel 
zu Herzproblemen führen kann - und 2 Tierärzte unabhängig 
voneinander bei ihr zeitweilig ein Herzgeräusch feststellten, 
das eventuell später einmal abgeklärt werden sollte, habe 
wir lieber auf das Medikament verzichtet …

Denn ähnlich wie damals bei der kleinen Maus - als sie 
im Mai 2008 an einem Sonntag-Nachmittag total übermüdet 
vom Treppenhausdach gefallen war, und sich dabei einen 
Bänderriss im Hinterlauf-Zeh zugezogen hatte, muss nun 
auch diese winzige Delle an Flos Zehgelenk in den 
nächsten Wochen von alleine abheilen. 

Wie und wann sie das geschafft hat, entzieht sich unserer 
Kenntnis. Gestern Nachmittag war plötzlich ihr rechter 
Hinterlauf extrem dick, und sie versuchte ihn nicht mehr 
zu belasten ...