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Samstag, 25. Januar 2020

Vorfreude schenken ...



Die Geschenke, die meine Mutter heute zum Geburtstag 
bekam, standen fast alle unter dem Motto 'Vorfreude'. 
Denn die 3 großen Tontöpfe mit 32 Narzissen-Zwiebeln 
zeigen erst 2 kleine grüne Spitzen. Sie kamen also gleich 
nach ihrer Ankunft in den unbeheizten Wintergarten, in 
dem noch immer einige Fuchsien und Schönmalven auf 
ihre Einkellerung warten. Aber ob das in diesem Winter 
überhaupt noch nötig ist?

Im Wintergarten meiner Mutter wartete auch ein großer Karton, 
der eigentlich ein 'nur-so-Geschenk' werden sollte. Aber wie 
sich herausstellte, war es für sie wohl das 4. - und vielleicht 
auch fast wichtigste Geschenk: Denn im letzten Jahr wünschte 
 sich meine Mutter immer häufiger eine Biotonne, um ihre 
Gemüseabfälle mit ihren inzwischen 80 Jahren, nicht immer 
nur unter den Büschen verteilen zu müssen - oder gar entlang 
der Grenzen mit dem Spaten zu vergraben. Und als ich ihr 
vor einigen Tagen von unseren 3 neuen Thermo-Kompostern 
auf dem Rosen-Hochbeet umgehen - da kam sie zum Glück 
von selbst auf die Idee, dass das doch vielleicht auch eine 
Lösung für sie wäre. Und während sie noch überlegte, ob 
ein schwarzer Plastik-Kasten für sie wirklich sinnvoll wäre, 
bestellte ich während des Telefonates dann gleich mal zwei. 
Denn leider sind auch in ihrem Garten in den letzten Jahren 
sogar an der luftigen Südgrenze immer mehr alte Bäume und 
Sträucher eingegangen. Und da der hintere Bereich am Zaun 
kaum vom Haus aus einsehbar ist, und unsere Nachbarin dort 
nur ihr 'wildes Gemüsebeet' pflegt, ist der Platz direkt am 
Zaun für zwei solcher Kompostkästen ideal. Die baute ihr 
Wolfgang am Nachmittag gleich noch auf, um beim nächsten 
telefonischen Gratulanten war das plötzlich ihr wichtigstes 
Geschenk - sicherlich in Vorfreude auf die bequemere Art 
der Abfall-Entsorgung und das spätere schwarze Gold …

Zuvor waren jedoch die Stiefmütterchen eine große Freude. 
Denn in der blütenärmeren Jahreszeit hängen oftmals bei 
meiner Mutter Frühlingsblümchen an den Wänden. Und das 
kleine Ölgemälde auf Holz passt einfach perfekt zu dem Bild 
über ihrem dunkelbraunen Sofa auch schon eine gute Figur, 
aber dafür fand sich ganz schnell ein anderer schöner Platz.
Und dieses Bild im hellen Rahmen bringt wirklich Frühlings-
Vorfreude in den Raum. Ich entdeckte das Bild zufällig schon 
vor Weihnachten bei einem Ebay-Verkäufer im Angebot, als 
ich mir alte erzgebirgische Osterhasen günstig ersteigern
konnte. Da macht das antizyklische Kaufen wirklich Sinn.

Und da meine Mutter kleine Holz-Hasen so sehr mag, 
hüpften diese kleinen Hoppler im Reise-Käseschachtel-
Nest irgendwann einmal beim Mäusemöbel-Kauf mit 
in unseren Ebay-Einkaufskorb. Und darin können sie 
gut noch ein paar Tage auf ihren Osterauftritt warten.

Foto: W.Hein


Freitag, 24. Januar 2020

Winterruhe ...


Auch das ist Garten:

Da ich keine Hemmungen habe auch mal weniger vorzeigbare 
Ist-Zustände und Schwachstellen zu posten, gehört auch dieses Bild 
hier mal her. Das ist der gesammelte Wintervorrat an Kaffeesatz, 
der demnächst auf dem bereits versäuberten Friederike-Hochbeet 
verteilt werden soll. Zur Zeit verstecken sich all' die Behälter 
Denn die Komposter warten noch darauf, dass ihre Aufstellorte 
endlich freigeschnitten werden. Und solange nutzt Krümelchen 
so einen erhöhten Platz gern als Spielplatz …

Foto: S.Schneider


Flo testet Eis


Ich hatte es heute früh schon befürchtet, dass unsere 
kleine Wasserratte Flo vom Eis auf den beiden Teichen 
mal wieder magisch angezogen würde.

Aber glücklicherweise interessierte sie sich nicht so sehr 
für die sehr dünne Eisschicht auf dem Teich am Haus, sondern 
hielt sich mit Krümel und mir eher auf der Betonfläche auf.

Auch wenn es hier unter ihr schon etwas knarzte, sackte sie 
ganz am Rand zwischen den Fieberklee-Ranken noch nicht ein.

Aber mitten im Teich auf dem schwimmenden Mädesüß, 
da krachte das Eis, und die Pfötchen wurden wohl nass. 
Doch eine kleine neugierige Flo hielt das nicht davon ab 
noch etwas länger den vereisten Teich zu umkreisen …

Fotos: S.Schneider


Freitag, 30. November 2018

Kaffeesatz ...


Nachdem Finja kurz nach 8 Uhr nun schon wieder 
Richtung 'Villa Gurke' - oder wo auch immer, gen Osten 
in fremden Gärten verschwunden war, blieben Krümel 
und ich allein im Garten zurück. Und da Krümel besonders 
am frühen Morgen kätzische oder menschliche Gesellschaft 
schätzt, holte ich endlich den Kaffeesatz aus dem Haus.

Denn auf unserem riesigen Frederike-Rosen-Hochbeet 
können wir noch reichlich Kaffeesatz aus dem Büro und 
der heimischen Pressfilter-Kanne als Bodenverbesserer 
gebrauchen. Ebenso kommt der Gemüse- und Obstabfall 
seit einigen Monaten jetzt einfach aufs Hochbeet. Denn 
so können sich zunächst noch ein paar Tierchen ganz 
bequem daran laben. Und die angerotteten Kompostreste, 
die hinter den vielen dicken Fichten- und Kieferstämmen 
für uns von der Betonfläche aus nahezu unsichtbar sind, 
verschwinden zusammen mit der nächsten zu pflanzenden 
Container-Rose dann später im Pflanzloch.

Eigentlich wollten wir vor der Bepflanzung für das Hochbeet 
noch reichlich Erde besorgen, da das Hauptfüllmaterial aus 
Fichten- & Kieferästen sowie deren geshredderten Nadeln 
besteht. Doch der extrem heiße Sommer hat das Füllmaterial 
schon sehr gut angerottet und auch zusammensacken lassen. 
In Kombination mit dem geshreddertem Grünschnitt aus 
dem Garten, den Küchenabfällen sowie dem gesammelten 
Kaffeesatz hat sich bereits eine kleine abwechslungsreiche 
Mulchschicht gebildet. Außerdem hat die Blutbuche im 
Nachbargarten inzwischen wieder reichlich braunrotes Laub 
auf der Fläche verteilt. So benötigen wir nun nur noch 
zum Bepflanzen mit Rosen und Stauden einige Säcke mit 
nahrhafter Erde, die wir später als Gemisch mit Hornspänen 
und etwas Lehmboden in die Pflanzlöcher geben. Geduld 
bringt nicht nur Rosen …

Das Laub der Scheinakazie kommt bei Zeiten dann auch noch 
aufs Hochbeet. Aber möglichst ohne die vielen Saatkörnchen, 
die jetzt immer häufiger von unserem riesigen Baum zu Boden 
segeln. Und die 'böse' dicht schließende Plastik-Box geht nach 
dem Wochenende dann zurück ins Büro, denn darin lässt sich 
der Kaffeesatz prima sammeln und transportieren.

Und hier steht nun meine Kaffeesatz-Sammel-Gießkanne 
direkt neben der Gartentür. Denn unsere Pressfilterkanne 
spülen wir vor der nächsten Benutzung nur ganz kurz mit 
etwas Wasser aus. Dieses nahrhafte Kaffee-& Wassergemisch 
hat nun wirklich nichts in der Kanalisation zu suchen - das 
kommt lieber gleich an die Rosen, an Stauden oder Sträucher. 
Einen klassischen Kompost brauchen wir wirklich nicht. 
Es geht viel bequemer …

Fotos: S.Schneider