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Samstag, 3. Oktober 2026

Wenn wieder alles anders kommt ...

 Dieses glückliche Krümel-Foto mitten im Karton-Gebirge meines Erzgebirge-Zimmers ist nachmittags am 24. September 2026 entstanden:

Krümeline genießt es, dass bei uns endlich die Balkon-Saison 2026 eröffnet ist. Und jetzt das große Räumen in ihren Gemächern wieder beginnt.

Foto: S.Schneider


Es war bis dahin für uns alle ein schwieriges Jahr. Und schon zu Beginn der Weihnachtszeit 2025 zeichnete sich ab, dass es wohl einige Veränderungen bei uns geben würde. Doch dazu schreibe ich später einmal noch etwas mehr ...

Auf jeden Fall haben wir die schönen Septembertage teilweise gemeinsam auf dem Balkon verbracht, einen Teil der Figuren aus der Museums-Ausstellung endlich verpackt, und auch einige neue Pläne geschmiedet. Doch auch dazu werde ich später noch einiges schreiben.


Fest steht jedoch, dass ich ohne die Wiedervereinigung von Ost und West sicherlich nicht so interessante und unterhaltsame Kontakte zur ehemaligen DDR hätte. Jedoch schon lange nicht mehr zu der Familie meines Vaters, der im März 2003 verstorben ist ... 

Dafür besteht zu seiner damaligen Lebensgefährtin - einer geborenen Dresdnerin - seit über 23 Jahren noch immer ein besonderer Kontakt. Mindestens zur Weihnachtszeit, zu unseren beiden Geburtstagen sowie zu Ostern findet ein reger Austausch übers Telefon statt. Ob wir es jedoch schaffen sie nochmals in Dresden zu besuchen, ist leider inzwischen sehr fraglich geworden. Denn auch unsere Mobilität hat in den über 23 Jahren stark abgenommen. Damals waren sie und wir noch sehr gut zu Fuß unterwegs, so dass sie uns in einer sehr persönlichen Führung ihre Heimatstadt näher gebracht hatte. Denn als gelernte Mauerin, war sie nach dem Krieg am Wiederaufbau des Zwingers beteiligt. Und später - als sie bereits verrentet war - besuchte sie mit der Digitalkamera fast täglich die Baustelle der Frauenkirche bis zu ihrer Wiedereröffnung. So gehörte zu jedem ihrer weihnachtlichen 'Care'-Pakete - die wir von ihr seit 2003 erhielten - neben einem neu gekauftem Elfpunkteengel auch ein von ihr selbst gestalteter Kalender mit ganz unterschiedlichen aktuellen Dresdenmotiven. Später wandelte sich der Paketinhalt zu erzgebirgischen Figuren anderer Hersteller, und seit einigen Jahren dann sogar zu Meissen-Vasen, um die Firma in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen. Doch der Dresdner Stollen blieb als gute alte Tradition über all' die Jahre bis jetzt erhalten.

Vermutlich wäre niemals im Laufe der Jahre eine so umfangreiche Sammlung erzgebirgischer Figuren bei mir entstanden, wenn ich nicht 3x im Jahr Elfpunkteengel, Blumen- oder Osterkinder und sogar einen Handwerker vom Dresdener Wiederaufbau von der Freundin meines Vaters in Päckchen zu besonderen Anlässen erhalten hätte. Denn in Zeiten des kalten Krieges wäre es undenkbar gewesen, das solche Figürchen per Post zu uns gelangten. Obwohl es wohl einige im Osten gab, die die begehrte erzgebirgische Exportware als Dankeschön - für die erhaltenen Weihnachtspäckchen von Verwandten oder Freunden mit Kaffee & Co - zu Weihnachten in den Westen schickten. Doch selbst mein Vater - der noch vor dem Mauerbau 'rüber genacht hatte' - mußte in den 70 bis 80er Jahren als Frührentner noch gute Kontakte haben, um von seinen Heimatbesuchen die 'Bück(e)ware' anderer Hersteller zu bekommen und dann im Auto über die Grenze zu schmuggeln ... 

An erzgebirgische Figuren, die in Weihnachtspäckchen von meinen Großeltern aus Riesa zu uns nach Braunschweig kamen, kann ich mich jedenfalls gar nicht erinnern. An Pakete mit einem Sandmännchen, PittiPlatsch oder Schnatterinchen zum Spielen jedoch schon. Sie befinden sich zwar auf dem Dachboden in Braunschweig bei meiner Mutter, bleiben mir aber noch immer in lebhafter Erinnerung. Denn als Grenzkind habe ich das DDR-Kinderfernsehen am Samstag mit Professor Flimmerich und am Sonntag mit Schneidermeister Nadelöhr in 'Zu Besuch im Märchenland' wirklich geliebt. Kaum ein Abend fand ohne das DDR-Sandmännchen statt. Und an Heiligabend bevorzugte ich die Wartezeit bis zur Bescherung mit dem Weihnachts-Kinderprogramm im DDR-Fernsehen zu verkürzen. Eigentlich war meine ganze Kinderzeit zu Weihnachten und Ostern sehr stark durch ostdeutsche Traditionen geprägt. Diese möchte ich nicht missen. Und bestimmt kommt die Liebe zu all' den vielfältigen Figuren verschiedener Jahrzehnte sowie den ganz unterschiedlichen Herstellern - die ich seit Februar 2008 phasenweise begeistert auf der Versteigerungs-Plattform betrachte - aus meiner Kinderzeit zwischen Ost und West. Erst als es an einem Samstagnachmittag im Sommer bei Professor Flimmerich einen Kinderfilm über Dinosaurier gab, in dem ein Dinosaurier als so hoch wie 3 Panzer geschätzt wurde, da war es bei mir mit der Idylle im DDR-Kinderfernsehen vorbei ...

Inzwischen haben sich durch einige Versteigerungen oder Käufe von erzgebirgischen Figuren, das Bloggerland und Instagram einige sehr schöne Kontakte in den 'neuen' Bundesländern ergeben, die mir die vergangene und vor allem auch die aktuelle Situation im Osten immer mal wieder aus einer sehr persönlichen Sichtweise näher bringen können.

Meiner Meinung nach wurde die Wende für viele Ostdeutsche damals mehr als unfair einfach ganz schnell nach westlichen Vorstellungen knallhart durchgezogen. Der Westen hatte davon wohl oftmals recht gut profitiert. Doch so manches, was im Osten wahrscheinlich gar nicht so schlecht war, wurde möglichst schnell wegrationalisiert oder privatisiert, und so einiges an wertvollen Traditionen ist im Osten dabei leider verloren gegangen. 

Jedenfalls, als ich im Frühjahr 1995 mal einen Tag lang als Interviewerin für ein Markforschungs-Institut in Halberstadt unterwegs war - das war mein allererster Besuch auf östlichem Boden - spürte ich hinter jeder Haustür ein großes Mißtrauen bzw. sogar die Angst, dass dort jemand fremdes vor der Tür stand, der nur mit dem Ziel kam mal eben schnell den 'dummen' Ossi auch wieder über den Tisch ziehen zu wollen. Manche meiner zufälligen Interview-Partner waren glücklicherweise doch noch nicht so frustriert, oder sogar einem Interview gegenüber recht aufgeschlossen, so dass sich eine interessante Unterhaltung während der Befragung ergab. Doch auch wenn ich an dem Tag die erfolgreichste Interviewerin der 'Drücker'-Kolonne war, so bleibt rückblickend ein merkwürdig negativer Beigeschmack: Denn Ziel der Interviews war nicht - wie in Ost und West als Türöffner verkündet - die Optimierung der redaktionellen Beiträge bestimmter Zeitschriften. Es ging einzig und allein um die Art der Wahrnehmung von Werbung zu verschiedenen Produkten in unterschiedlichen Printmedien. Im Endeffekt war ich damals also auch nur im Osten eingefallen, um damit Geld zu verdienen. Allerdings wußte ich an dem Morgen, als die Interviewer-Gruppe wie zuvor besprochen im Auto saß, noch nicht, dass es von Hannover aus gen Osten gehen sollte.

Als ich Kind war, wollte mir mein Vater so gerne seine Heimat zeigen, und mir auch meine Großeltern und seine Geschwister vorstellen. Doch davor hatte ich immer fürchterliche Angst. Denn ich kannte aus dem Fernsehen die teils harten Wagenkontrollen sogar mit Spürhunden und Waffen an den Grenzübergängen. Und da mein Vater gerade noch rechtzeitig vor dem Mauerbau aus dem Osten abgehauen war, befürchtete ich, dass man mich zur Strafe bei einem Besuch der DDR nicht wieder ausreisen lassen würde. So stand ich nur manchmal mit meinem Vater auf der westdeutschen Seite in Hitzacker oder im Harz mit direktem Blick auf die bedrohlchen Grenzanlagen, und wollte danach erst recht nicht zu Besuch in den Osten. Also blieb bis zur Erledigung der Formalitäten für die Beerdigung meines Vaters im März 2003 der Osten für mich ein fremdes Gebiet.


Dieser Post hat plötzlich mitten im Schreiben eine ganz andere Wendung genommen, als ich es heute früh geplant hatte. Denn eigentlich wollte ich doch nur dieses Foto von Krümeline oben im Balkonzimmer zwischen all' den Erzgebirge-Kartons posten, um zu zeigen, dass es bei uns allmählich hoffentlich wieder etwas aufwärts geht. Und daran hat meine teils über 50 Jahre alte Sammlung erzgebirgischer Figuren einen nicht unerheblchen Anteil. Doch diese Sammlung ist eben auch eng mit der Wende verbunden, so dass daraus meine eigene, ganz persönliche Sichtweise zum Tag der Deutschen Einheit entstanden ist.


Mittwoch, 16. Juli 2025

Mit 2 Wochen Verspätung ...

 Diese Aufnahmen von Flo und Krümel entstanden am 2. Juli, dem bisher heißesten Tag in diesem Sommer. Es ist schon erstaunlich, dass Krümeline es bis ca. 16 Uhr in ihren Gemächern unter dem nahezu ungedämmten Dach aushielt und erst danach gut durchgebraten das feuchte Handtuch vor dem Treppenhaus im Schatten genoß ...


Video: S.Schneider


Flo hatte zuvor an der geöffneten Tür im Treppenhaus geschlafen und ging danach ganz gemütlich vor die Tür ...










Fotos: S.Schneider


Seitdem sind viele Bilder in Haus & Garten entstanden, aber ich habe mich in letzter Zeit nur auf Insta-Story-Highlights beschränkt und hinke auch dort schon wieder eine Woche hinterher. Mehrere Social-Media-Plattformen zu bespielen kann ziemlich anstrengend sein. Vor allem, wenn das Leben ab und an dazwischen grätscht ...

Daher hatte ich den Maunztag von letzter Woche zunächst für mich auf Donnerstag verschoben, mußte mir dann aber eingestehen, dass es mir einfach zu viel wurde mich auch noch im Bloggerland rumzutreiben.


Samstag, 4. April 2020

Die Sonne bringt es an den Tag ...



Zeit zum Fensterputzen!

Aber da wir keinen Besuch erwarten, 
kann das auch bis nach Ostern warten …

Foto: S.Schneider


Freitag, 24. Januar 2020

Vielleicht das letzte Foto ...


In dem Moment der Aufnahme war es noch ungewöhnlich 
kalt und grau. Aber im Laufe des Tages sollte es angeblich
noch etwas wärmer werden, und vielleicht auch ab und an 
die Sonne blinzeln. Daher hatte sich Wolfgang mal Urlaub 
vom Büro genommen, um den Tag teilweise zum Shreddern 
unserer inzwischen wieder unhandlichen Schnittgut-Berge 
zu nutzen. Und, um eventuell mit mir zusammen - nach 
der Grenz-Hasel mit der wehrhaften Rosa brunonii - nun 
die Hemlocktanne an unserer Südseite zu kappen. 

Wir lieben die für uns so wichtigen hohen Schattenspender, 
die sich zur Zeit noch nicht einmal gen Süden über den Zaun
der Grenze ziehen. Doch unseren Nachbarn ist so ein grüner 
Hintergrund hinter ihrer 2m hohen Holzwand mit diversen 
'dekorativen' Kabel und Schläuchen leider ein Dorn im Auge.

Aber noch müssen sie die immergrüne Wand ertragen, denn 
der Tag wurde gegen Mittag ziemlich unangenehm feucht 
und grau. Und solange Wolfgang per Smartphone erreichbar 
bleibt, holt ihn die Büroarbeit immer wieder ganz ein …

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 16. Januar 2020

Der perfekte Frühlingstag ...


… im Januar

bei dem tollen Gartenwetter heute Muttertags-Frei bekam, 
ging der Rückschnitt auf den beiden Hochbecken am Teich 
und auch das Versäubern des Steinfeldes erstaunlich schnell.
Nach etwa einer Stunde - bei fast windstillem Wetter und 
ca. 9°C im Schatten, fehlte dann nur noch ein kleiner Teil, 
den ich lieber später von der anderen Beckenseite aus 
schneiden wollte …

Und so, mit dem schon viel freieren Blick auf das Wasser hätte ich 
unter normalen Umständen vielleicht schon hier mit der Arbeit 
am Teich aufgehört. Denn Rücken und die rechte Hand meldeten:
 Zeit für eine Pause! Doch das Wetter war in der Mittagszeit viel 
zu schön, um nun schon aufzuhören. Also gab es das Mittagsmahl 
zum ersten Mal in diesem Jahr ganz schnell stehend im Garten.
Danach wurden die Körbe auf dem Hochwald-'Kompost' entleert, 
denn das Rückschnitt- und auch das Laub-Material, in dem zur Zeit 
bestimmt noch einige Insekten ihren Winterschlaf halten, mag 
ich nicht einfach shreddern. Wer weiß, wie viele Marienkäfer
 ich heute beim Schneiden der Halme übersehen hatte. Denn mir 
begegnete nur ein noch ziemlich steifer Geselle mitten auf 
dem Hochbecken und ein recht munterer am Rand vom Teich.

Um 15:40 Uhr sah es vor der Teichmauer dann so aus. 

Und nun waren auch endlich die frühen Galanthus elwesii 
gut zu sehen! Sogar das Schild fand ich zwischen Laub und 
Gestrüpp wieder. Und wurde dann ordentlich verunsichert. 
Denn auf dem Schild stand 'Galanthus elwessi'. Hatte ich 
wirklich den botanischen Namen des frühblühenden großen 
Schneeglöckchens all' die Jahre falsch geschrieben? Aber 
vom nun schnell ins Haus eilen um nachzuschauen, hielten 
mich die Gummistiefel ab. Und wie sich später herausstellte,
 war da wohl ein Grafiker nicht ganz bei der Sache, und 
der Kunde nahm diese falsche Schreibweise wohl so ab.

Nein, wie viele Laubkörbe es waren - die da beim Teichschnitt 
zusammenkamen, das habe ich nicht gezählt. Und ich hatte 
gegen 16 Uhr dann wirklich auch Mühe all' die Körbe mit 
den feuchten Wasserpflanzen überhaupt noch zum 'Kompost' 
hinter dem Wäldchen zu schleppen und dort hochzuhiefen.

Und das Wasser-Harken ist dann morgen Wolfgangs Aufgabe, 
denn auch er wollte vor fast 20 Jahren mal diesen Teich …

Foto: S.Schneider


Sonntag, 5. Januar 2020

5. Januar 2020




Sternenglanz

Damit hatte ich nun gar nicht mehr gerechnet, dass sich 
meine Weihnachts-/ Winterbeleuchtung in dieser Saison 
noch so umfangreich erweitern würde. Denn eigentlich 
wollte ich vorgestern ja nur ganz kurz im nahegelegenen 
Gartencenter vorbeischauen, um dort noch einige Zweige 
reduziertes Kunstgrün für das Wohnzimmer meiner Mutter 
zu besorgen. Und danach wollte ich zum gemütlichen 
Weihnachts-Kaffee nach Braunschweig weiterfahren.
Doch es zeigte sich mal wieder wie perfekt, Geschenk-
gutscheine das Kaufverhalten beeinflussen … 

Den geschäftsgebundenen Gartencenter-Gutschein bekam 
ich im letzten Frühjahr von unserer Haus-Mitbewohnerin 
zum Geburtstag. Und mir war schon klar, dass ich mit dem 
zur Verfügung stehenden Betrag in diesem Deko-Paradies 
ganz bestimmt wieder fündig werden würde - egal zu 
welcher Jahreszeit. Aber es war auch selbstverständlich, 
dass ich sicherlich noch viel mehr entdecken würde, wenn 
ich mich dort in Gefahr begeben würde. Daher blieb diese 
Gutscheinkarte nun mal wieder fast 11 Monate unbeachtet 
in meinem Portemonaie. Aber vielleicht würde sich ja nun 
im Rahmen der um 50 % reduzierten Weihnachtsdeko dort 
noch etwas ganz Besonderes finden. Andernfalls wollte ich 
den Geschenk-Gutschein dann einfach mit meinem Einkauf 
verrechnen lassen, um irgendwann ganz ungebunden etwas 
für den Betrag zu suchen.

Zunächst sah es beim Betreten des Gartencenters so aus, 
als ob ich schon viel zu spät gekommen wäre. Denn der 
erste Teil der Gartenhalle bestand nur aus Tischen mit 
vielen verschiedenen Lichterketten, und an der Wand 
erschienen mir die Regale für Christbaumkugeln bereits 
recht übersichtlich. Außerdem hatte das Verpacken des 
Weihnachts-Sortimentes bereits begonnen. Und überall 
standen Töpfe mit Frühjahrsblühern auf Rollregalen 
in den Gängen bereit. 

Doch am Ende des Eingangsbereiches entdeckte ich 
teilweise noch erstaunlich gut gefüllte Fächer mit 
batteriebetriebenen Micro-Lichterketten. So hüpften 
mir von den um 50 % reduziert LED-Ketten 2 Varianten 
in den Einkaufswagen, die perfekt zu unserer bereits 
beleuchtung passen. Denn ich hoffe nicht, dass unsere 
extra dafür angeschafften Akkus und das Ladegerät 
schon bald das Ende ihrer Leistungsfähigkeit erreicht 
haben. Denn dann wäre eine batterie-betriebene 
Weihnachtsbeleuchtung so gar nicht nachhaltig. Das war 
auch anfangs der Grund, warum ich mich strikt weigerte 
wie schnell sich Knopfzellen und AAA-Batterien im 
Weihnachtsbetrieb verbrauchen, zeigte ja die Advents-
Lichterreihe, von der heute nun nur noch ein Gläschen 
glimmt. Selbst das Weihnachtslicht ist bereits vorgestern 
kurz nach Mitternacht erloschen …

Tja, und dann kam ich nach einigen anderen kleineren 
Weihnachts-Ecken im Gewächshaus in einen Bereich, 
der mich ganz schwach werden ließ. Dort gab es nämlich 
die hier oben gezeigten Metall-Sterne. Und selbst bei 
dem um 50% reduzierten Preis überlegte ich recht lange, 
ob es 'nur' ein großer und ein mittlerer Stern werden 
sollte. Denn der große Stern besitzt seinen Trafo 
integriert im Stecker, und ist daher wohl um einiges 
teuerer als die kleineren mit Batterie-Pack. Aber da 
ich mir schon lange einen großen stehenden Stern 
warmen Glühlampenlicht viel besser ins Treppenhaus 
ich zugeschlagen. Denn schließlich gibt es ja noch 
den Weihnachts-Etat von meiner Mutter. Und diese 
Sternengruppe ist dann wirklich mal wieder ein ganz 
besonderes immerwährendes Weihnachtsgeschenk.

Gleich daneben gab es - ebenfalls um 50% reduziert - 
Blumenzwiebeln. Und was lachte mich da gleich vorne 
in den Kartons an: Blausternchen. Nun hatte ich also 
endlich mein Geburtstagsgeschenk gefunden! Denn 
im Steinsame-Feld träume ich schon lange von ganz 
vielen Blausternchen, die im zeitigen Frühjahr den noch 
7 Pakete mit gesunden und triebfreudigen Zwiebeln gab, 
kaufe ich für den Restbetrag im frühen Frühjahr noch 
einige Zwiebeltöpfe mit Scilla für den vorderen Bereich
nach. Dann habe ich je nach Wetter vielleicht sogar 
schon Blümchen zum nächsten Geburtstag im Beet …

Nun hatte ich mich ziemlich vertrödelt - es war bereits 
kurz vor 14 Uhr, als ich das Gewächshaus endlich verließ. 
Ich wollte mich jetzt sputen, denn schöne künstliche Grün-
zweige hatte ich bisher nicht gesehen. Und es wurde Zeit 
mich endlich auf den Weg nach Braunschweig zu begeben. 
Doch, als ich das eigentliche Gebäude des Gartencenters 
betrat, tat sich erst die richtige Weihnachtswelt auf, die 
mich schon früher immer so fasziniert hatte, und die mich 
schon so oft in Versuchung gebracht hatte. 

Daher rief ich sicherheitshalber meine Mutter an, 
um ihr mitzuteilen, dass ich sehr gerne ganz in Ruhe 
nun noch einige Zeit in diese für mich zukünftige 
Weihnachts-Dekowelt abtauchen würde. Denn ich hatte 
wirklich nicht damit gerechnet, dass man am 3. Januar
der dort noch aufgebauten vielfältigen Weihnachtswelt 
den Abverkauf kaum ansehen würde. Wir einigten uns 
also darauf das geplante weihnachtliche Kaffeetrinken
auf einen anderen Tag zu verschieben, und ich setzte 
mein Vorfreude-Weihnachtsdeko-Shopping fort. 

Nun fand ich auch endlich das erhoffte künstliche Grün, 
hatte. Früher hatten wir sie immer noch mit echtem Grün 
aus dem Garten kombiniert. Aber im warmen Zimmer sehen 
die echten Zweige teilweise schon zu Weihnachten ziemlich 
grau aus und fangen an zu nadeln. Und leider gibt es nun
auch einen anderen Aspekt: Immer mehr immergrüne Gehölze 
gehen uns im Garten ein. Früher hatten wir üppige Kiefern 
zum Beschneiden. Doch eine alte Kiefer ist im letzten Jahr 
eingegangen und eine weitere blau-graue wird ihr in diesem 
Jahr wohl folgen ...

Erstaunlicherweise fand ich dann in der überschwänglichen 
Weihnachtswelt kaum etwas, das mein Herz noch begehrte. 
Ein paar kleine Streusterne aus Holz in Blautönen, Weiß und 
dunklem Rot hüpften noch mit in den Korb, da sie auch ein 
prima Winter-Spielzeug für unsere Katzenmädchen sind. 
Und noch dazu 2 dicke Zopfmuster-Dekobänder auf der Rolle 
in cremeweiß und grau. Mir ist allerdings schleierhaft, wie 
diese Strickbänder regulär für nur 4,99 € angeboten werden 
können, um dann schon jetzt auf 2,50 € reduziert zu werden. 
Wo bleibt da der Gewinn? Denn diese Geschenk-Dekobänder 
kommen sicherlich aus Fernost. Da gibt es doch auch noch 
den Wareneinsatz, die Produktion, die langen Transportwege 
und den Zwischenhandel zu berücksichtigen, bevor so ein 
Produkt im Geschäft präsentiert werden kann. Und was ist 
das für ein Geschäftsmodell, wenn die Ausstellung Tage nach 
dem Fest fast wie vor dem Fest auf mich wirkt? Liegt es nun 
schon am Kaufverhalten, dass es wegen der Nachhaltigkeits-
Debatten doch schon wesentlich weniger Deko-Umsatz gibt? 
Oder hat sich der Einkauf nur verkalkuliert, als die Waren 
wahrscheinlich schon im Frühjahr 2019 geordert wurden?

Ich habe jetzt ein kleinwenig ein schlechtes Gewissen. 
Aber andererseits freue mich, dass ich meinen Gutschein 
nun endlich - nach fast 11 Monaten - gegen Blümchen 
zum nächsten Geburtstag zumindest teilweise umwandeln 
konnte. Und die beleuchteten Sterne - das nachträgliche 
Weihnachtsgeschenk meiner Mutter - werden uns in 
diesem Winter noch einige Zeit die dunklen Tage 
und Nächte erhellen …

Foto: S.Schneider


Samstag, 28. Dezember 2019

28. Dezember 2019




Advents-Lichterreihe

Früher mochte ich den Spruch '… und wenn das 5. Lichtlein brennt, 
dann hast du Weihnachten verpennt!' irgendwie immer sehr gerne. 
Doch in dieser Adventszeit ergab es sich, dass das 5. Lichtlein ganz
plötzlich eine andere Bedeutung in meiner Deko bekommen sollte.

Schon im letzten Jahr hatten wir wegen unserer kleinen, sehr 
verspielten Katzenmädchen auf echte Kerzen verzichtet. Und 
sicherheitshalber in verschlossene Gläser verbannt. Und da die 
dünnen Ketten mit unterschiedlicher Lämpchenzahl in dieser 
Vorweihnachtszeit schon anderweitig verplant waren, ließ ich 
mich bereits Mitte November dazu hinreißen mir für die neue 
geplante Adventslichter-Reihe im Gartenfenster 5 kleinere 
Lichterketten mit jeweils 10 Lämpchen zu bestellen. Ganz 
bewusst 5 Stück - falls eine von ihnen eventuell im Laufe 
der Zeit einen Kabelbruch erleidet. Besonders verführerisch 
war für mich der ganz flache Batteriekasten, den ich auch 
in diesem Jahr wieder im Deckel der Gläser fixieren wollte. 
Einziges Manko - die Knopfzelle. Aber da es sich ja um LED-
Lichterketten handelte, die wesentlich weniger Energie 
verbrauchen, hoffte ich auf eine ausreichende Haltbarkeit 
in der Weihnachtszeit.

Und dann kam alles ganz anders: Die 4 Gläser und Ketten 
standen zum 1. Advent bereit, aber mal wieder fehlte 
die Zeit …

In der Woche zwischen dem 1. und 2. Advent entdeckte 
ich plötzlich bei Ebay 4 guterhaltene Porzellankugeln 
mit unterschiedlichem blau-silbernen Dekor. Aus dieser - 
inzwischen sehr selten gewordenen Kollektion - besitze ich 
schon seit einigen Jahren eine Weihnachtsglocke. Und so 
entstand die Idee jedem der 4 Würstchengläser mit dunkel-
blauem Deckel so eine leicht frostig aussehende Kugel 
mit etwas Grünzeug an die Seite zu legen. Die bereits 
vorhandene Glocke sollte dann Weihnachten einläuten. 
Somit fand die 5. Lichterkette und ein weiteres noch 
im Keller eingelagertes Würstchenglas eine Aufgabe.

Die Kugeln trafen kurz nach dem 2. Adventswochenende 
wohlbehalten bei uns ein. Nur erschrak ich, welche Unmengen 
von neuem Verpackungsmaterial die 4 Kugeln in ihren sicheren 
Originalverpackungen umgaben. Und als die Ebay-Verkäufer 
nach einigen Tagen freundlich nachfragten, ob alles mit der 
Lieferung in Ordnung sei, konnte ich es mir nicht verkneifen 
sie auf den mitgeschickten 'Müll' hinzuweisen. Denn bei uns 
ist Luftpolsterfolie zum Glück ja in guten Händen, und wird 
nicht achtlos im gelben Sack entsorgt. Aber mir wurde mal 
wieder bewusst welche Unmengen an Verpackungsmaterial 
und auch leere Volumen da beim Ebay- bzw. Onlinekauf 
transportiert werden.

Nun waren also endlich die Kugeln da, aber die dazu 
passende Glocke versteckte sich standhaft in Braunschweig 
irgendwo auf dem Dachboden, in meinem ehemaligen Kinder-
zimmer oder vielleicht doch sicher verwahrt in irgendeinem 
Schrank. Nach langem hin und her entschloss ich mich dann 
noch 2 Glocken mit 2 unterschiedlichen Dekoren bei diesem 
privaten Ebay-Verkäufer zu bestellen. Denn er bot mir ja 
sogar kostenlosen Versand für meine Nachbestellung an. Und 
wenn sich nach Weihnachten die erste Glocke sicherlich 
wieder anfindet, dann besteht diese frostige Kollektion aus 
4 Kugeln und 3 Glocken. Die passen wunderbar auch mal 
bei meiner Mutter in die weiß-blaue Küche oder sogar
 in unser Bad. Was mich bei der zweiten Lieferung aber 
besonders freute: Der kleinere Versandkarton war mit 
Zeitungspapier ausgepolstert und die Ware kam trotzdem 
unversehrt an. Das war irgendwann nach dem 3. Advent.

Eigentlich lohnte sich der Aufwand nun doch gar nicht mehr, 
aber die Idee Weihnachten mit einem 5. Licht einzuläuten, 
die gefiel mir immer noch. So bastelten am frühen Morgen 
des 4. Advent Flo, Krümel und ich endlich ganz gemütlich 
Batteriekästen waren für die Deckel leider etwas zu breit. 
Und so entschied ich mich die Ketten anzuschalten, unten 
im Glas unterzubringen und den Kasten mit etwas Grün 
zu verstecken. Mit einem, zwei, drei bzw. vier Sternen 
wurde der Grünschnitt in den Gläsern noch dekoriert, 
und so sollten die 4 Gläser dann ganztägig leuchten.

Nur verlief der Heiligabend plötzlich ganz anders als geplant, 
denn als unsere Flo mittags ganz schwach und appetitlos war, 
war uns die Lust auf Weihnachten vergangen. Es ging ihr sogar 
so schlecht, dass wir sicherheitshalber den Besuch bei meiner 
Mutter absagten und lieber im www nach dem Tier-Notdienst 
an den Feiertagen suchten. Unser Weihnachtswunder setzte 
wir wieder umdisponierten und den gemütlichen Heiligabend 
bei meiner Mutter nun auf den 2. Weihnachtstag verschoben. 

Und so fing unser 'gemeinsames' Weihnachten im Haus 
eigentlich erst am Abend des 2. Weihnachtstages an. 
Doch ganz so gemeinsam war es zunächst dann nicht: 
Flo & Krümel wollten nach unserer Rückkehr ganz schnell 
in den Garten, und Finja konnten wir nur mit viel Geduld 
und einem winzigen Tropfen Beruhigungsmittel im Haus 
halten. Aber trotzdem kam endlich richtige Weihnachts-
stimmung auf - das 5. Licht im Glas wurde angeschaltet. 

Heute kurz nach 2 Uhr - während wir Finja nun leider 
schon wieder 23 Stunden vermissen - sind in der Advents-
Lichterreihe 3 Lichter schon erloschen und das 4. Lichtlein, 
das ebenfalls erst am Morgen des 4. Advent angeschaltet 
wurde glimmt noch etwas. Lediglich das Weihnachtslicht 
wird nun wohl noch 3 bis 4 Tage durchhalten können. 
Von den LED-Lichterketten mit Knopfzellen hatte ich mir 
ganz ehrlich eine längere Lebensdauer erwartet …

Hätte ich das vorher geahnt, dann hätte ich diese sehr 
zierliche Art der Weihnachtsbeleuchtung nicht gekauft.
Im nächsten Jahr werde ich dann lieber wieder die 
größeren Gläser verwenden, in denen ich die Kästen 
für Akkubatterien im Deckel unterbringen kann. Bei 
schönem Wetter werden sie dann vielleicht doch 
ab und an mal ein paar Stunden ausgeschaltet, bzw. 
ich verwende sogar den dort eingebauten Timer.
Und diese neu angeschafften kleinen Ketten sind 
bei uns zum Glück nun noch kein Wegwerfprodukt. 
Aber wir werden sie nur sporadisch in unseren 
1:12 Welten als Foto-Beleuchtung nutzen.

Foto: S.Schneider