So ein viel zu trockenes Frühjahr hat auch seine guten Seiten:
Endlich wieder weiße Taubnesseln! Jahrelang hatte ich es
aufgegeben mir immer mal wieder einige Pflänzchen aus dem
Garten meiner Mutter zu holen. Denn kaum waren sie da,
waren sie auch schon wieder weg. Ratzekahl einfach von
den Schnecken weggefressen …
Doch im letzten Jahr holte ich mir aus dem Garten unserer
nördlichen Nachbarin mal eine Kiste voll aus dem Wiesengrund.
Und während sie im morgens besonnten Beet an der Ostgrenze
schon wieder ziemlich stark angeknabbert sind, kommen sie
hier unter dem Flieder am schattigen Weg nun mal zur Blüte.
Für die einen ist es verhaßtes Unkraut, für mich ist es jedoch
eine ganz besondere Frühjahrsstaude. Aber ich mochte ja
auch schon in Kindertagen viel lieber die wilden und teils so
unscheinbaren Pflänzchen aus Wald und Flur …
auch schon in Kindertagen viel lieber die wilden und teils so
unscheinbaren Pflänzchen aus Wald und Flur …
Foto: S.Schneider

6 Kommentare:
Liebe Silke,
den Begriff Unkraut habe ich nie verstanden. Warum ist eine Pflanze Unkraut und eine andere nicht?
Nacktschnecken, die alles wegfressen, sind bei uns auch selten geworden, ich denke auch wegen der Dürre, sie brauchen einfach Feuchtigkeit. Dieses Jahr habe ich erst eine gesehen, und habe sie ihres Weges ziehen lassen. Sie haben es schon schwer genug, und wir haben schon lange aufgehört, Schnecken zu bekämpfen.
Bleib gesund und pass auf Dich auf.
Viele liebe Grüße
Wolfgang
Liebe Silke,
und so eine Corona- Pandemie hat auch ihre guten Seiten, denn durch gegenläufige Home- Office- Zeiten bleibt mir jetzt schon viele Wochen ein Zusammentreffen mit der Kollegin erspart, die nichts von Trockenheit merkt und ernsthaft findet, dass wir letztes Jahr einen verregneten Scheißsommer hatten (kopfschüttel).
Meine Pläne aus der Monatsvorschau setze ich so gut wie immer um und so werde ich es auch zur Maiglöckchenwiese schaffen. (Letzte Woche haben wir schonmal hingeschaut, das war aber noch zu früh) Ob sie blühen und ob das Wetter fotofreundlich ist, bleibt abzuwarten...
Kennst du den Platz vielleicht? Er liegt nahe der Waldstation.
Taubnesseln wachsen dort übrigens auch ;o)
Sonntagsclaudiagruß
@ Wolfgang
Unkraut ist das, was dem ordentlichen Gärtner zu viel Arbeit macht … Ich habe heute Nacht auch mal wieder einen Post bei einer Bloggerin gesehen, die zwischenzeitlich vermutlich ihre Herbstanemonen ausgerottet hat, und eine Gartenfreundin dafür 'verflucht', dass sie ihr Blauroter Steinsame geschenkt hatte. Garten ist für viele wohl ein Kampf gegen ausbreitungswütiges Kraut. Und was wem nun wo zu viel wird, das ist Ansichtssache ;-) Ich brauche nicht gegen Giersch zu kämpfen, da es ihm inzwischen bei uns zu trocken ist. Dafür war Waldmeister zeitweilig ein echtes Problem. Gegen den Hopfen muss ich nun wohl immer kämpfen, Brombeeranken mag ich nicht, mit dem Schlingknöterich habe ich jetzt wohl 'Spaß', Brennessel wollte ich nie haben und werde sie hoffentlich in diesem Jahr fast besiegen und Schilf ist bei uns auch ein Problem. Dafür hatte ich mich Anfangs über das Kletten-Labkraut gefreut, werde es nun aber wohl stellenweise eindämmen und die Quecke mag ich auch nicht überall - auch wenn sie unseren Katzen so gut schmeckt ;-)
Gestern freute ich mich über eine Schnirkelschnecke auf der Betonfläche und etwas davon schleimte eine Nacktschnecke über den Beton. Letztere musste den Schneckenweitwurf in weniger gefährdete Gefilde ertragen. Töten mag ich sie nicht mehr. Aber bei entsprechenden Regenmengen sind sie sicherlich gleich wieder da ...
@ Claudia
Ja, wie unterschiedlich doch die Wahrnehmung ist ;-)
Aber ich muss zugeben, auch wenn wir einen Großteil des Jahres in unserer Stadtwohnung in der 3. Etage über der Nordstadt die Fenster zum Süden weit geöffnet hatten, habe ich doch recht wenig von der Natur mitbekommen. Denn damals gab es nur einen Garagenhof. Heutzutage ist er begrünt und da sieht man schon eher, was das Wetter/das sich verändernde Klima teilweise anrichtet …
Aber als wir vor 2001 noch nicht Haus und Garten ständig bewohnten und nur sporadisch vorbei kamen, habe ich vieles davon auch noch nicht so wahrgenommen. Es ist schon ein Unterschied, wenn man jederzeit bei Wind und Wetter Lustwandeln kann und will.
Bei uns gibt es eigentlich immer zu viele Pläne für einen Monat/ein Jahr, aber inzwischen sehe ich das meist gelassener. Denn zwischen Plan und Wirklichkeit ist ein großes Feld. Daher komme ich mit Corona und all' den Beschränkungen und Veränderungen auch recht gut klar.
Waldstation? Das sagt mir leider gar nix, aber auf Deine hoffentlich entstehenden Bilder freue ich mich schon!
Liegt in der Eilenriede zwischen Kleefeld und Pferdeturm ;o)
Letztes Wochenende waren wirklich viele Pflanzen dort zu sehen, aber nur wenigr und kleine Blüten. Ich hoffe, das wird noch und die sind nicht vorwiegend taub...
@ Claudia
Oh danke für die Info. Da komme ich kaum hin, daher kenne ich diese Stelle und die Waldstation auch nicht ;-) Nun bin ich wirklich gespannt auf Deine Bilder.
Bei uns habe ich nur 1 blütenloses Maiglöckchen am Steg gesehen. Und die, die ich im letzten Jahr von meiner Nachbarin bekommen habe, die haben bei uns leider auch wieder einen zu trockenen Platz erhalten ...
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