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Samstag, 3. Oktober 2026

Wenn wieder alles anders kommt ...

 Dieses glückliche Krümel-Foto mitten im Karton-Gebirge meines Erzgebirge-Zimmers ist nachmittags am 24. September 2026 entstanden:

Krümeline genießt es, dass bei uns endlich die Balkon-Saison 2026 eröffnet ist. Und jetzt das große Räumen in ihren Gemächern wieder beginnt.

Foto: S.Schneider


Es war bis dahin für uns alle ein schwieriges Jahr. Und schon zu Beginn der Weihnachtszeit 2025 zeichnete sich ab, dass es wohl einige Veränderungen bei uns geben würde. Doch dazu schreibe ich später einmal noch etwas mehr ...

Auf jeden Fall haben wir die schönen Septembertage teilweise gemeinsam auf dem Balkon verbracht, einen Teil der Figuren aus der Museums-Ausstellung endlich verpackt, und auch einige neue Pläne geschmiedet. Doch auch dazu werde ich später noch einiges schreiben.


Fest steht jedoch, dass ich ohne die Wiedervereinigung von Ost und West sicherlich nicht so interessante und unterhaltsame Kontakte zur ehemaligen DDR hätte. Jedoch schon lange nicht mehr zu der Familie meines Vaters, der im März 2003 verstorben ist ... 

Dafür besteht zu seiner damaligen Lebensgefährtin - einer geborenen Dresdnerin - seit über 23 Jahren noch immer ein besonderer Kontakt. Mindestens zur Weihnachtszeit, zu unseren beiden Geburtstagen sowie zu Ostern findet ein reger Austausch übers Telefon statt. Ob wir es jedoch schaffen sie nochmals in Dresden zu besuchen, ist leider inzwischen sehr fraglich geworden. Denn auch unsere Mobilität hat in den über 23 Jahren stark abgenommen. Damals waren sie und wir noch sehr gut zu Fuß unterwegs, so dass sie uns in einer sehr persönlichen Führung ihre Heimatstadt näher gebracht hatte. Denn als gelernte Mauerin, war sie nach dem Krieg am Wiederaufbau des Zwingers beteiligt. Und später - als sie bereits verrentet war - besuchte sie mit der Digitalkamera fast täglich die Baustelle der Frauenkirche bis zu ihrer Wiedereröffnung. So gehörte zu jedem ihrer weihnachtlichen 'Care'-Pakete - die wir von ihr seit 2003 erhielten - neben einem neu gekauftem Elfpunkteengel auch ein von ihr selbst gestalteter Kalender mit ganz unterschiedlichen aktuellen Dresdenmotiven. Später wandelte sich der Paketinhalt zu erzgebirgischen Figuren anderer Hersteller, und seit einigen Jahren dann sogar zu Meissen-Vasen, um die Firma in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen. Doch der Dresdner Stollen blieb als gute alte Tradition über all' die Jahre bis jetzt erhalten.

Vermutlich wäre niemals im Laufe der Jahre eine so umfangreiche Sammlung erzgebirgischer Figuren bei mir entstanden, wenn ich nicht 3x im Jahr Elfpunkteengel, Blumen- oder Osterkinder und sogar einen Handwerker vom Dresdener Wiederaufbau von der Freundin meines Vaters in Päckchen zu besonderen Anlässen erhalten hätte. Denn in Zeiten des kalten Krieges wäre es undenkbar gewesen, das solche Figürchen per Post zu uns gelangten. Obwohl es wohl einige im Osten gab, die die begehrte erzgebirgische Exportware als Dankeschön - für die erhaltenen Weihnachtspäckchen von Verwandten oder Freunden mit Kaffee & Co - zu Weihnachten in den Westen schickten. Doch selbst mein Vater - der noch vor dem Mauerbau 'rüber genacht hatte' - mußte in den 70 bis 80er Jahren als Frührentner noch gute Kontakte haben, um von seinen Heimatbesuchen die 'Bück(e)ware' anderer Hersteller zu bekommen und dann im Auto über die Grenze zu schmuggeln ... 

An erzgebirgische Figuren, die in Weihnachtspäckchen von meinen Großeltern aus Riesa zu uns nach Braunschweig kamen, kann ich mich jedenfalls gar nicht erinnern. An Pakete mit einem Sandmännchen, PittiPlatsch oder Schnatterinchen zum Spielen jedoch schon. Sie befinden sich zwar auf dem Dachboden in Braunschweig bei meiner Mutter, bleiben mir aber noch immer in lebhafter Erinnerung. Denn als Grenzkind habe ich das DDR-Kinderfernsehen am Samstag mit Professor Flimmerich und am Sonntag mit Schneidermeister Nadelöhr in 'Zu Besuch im Märchenland' wirklich geliebt. Kaum ein Abend fand ohne das DDR-Sandmännchen statt. Und an Heiligabend bevorzugte ich die Wartezeit bis zur Bescherung mit dem Weihnachts-Kinderprogramm im DDR-Fernsehen zu verkürzen. Eigentlich war meine ganze Kinderzeit zu Weihnachten und Ostern sehr stark durch ostdeutsche Traditionen geprägt. Diese möchte ich nicht missen. Und bestimmt kommt die Liebe zu all' den vielfältigen Figuren verschiedener Jahrzehnte sowie den ganz unterschiedlichen Herstellern - die ich seit Februar 2008 phasenweise begeistert auf der Versteigerungs-Plattform betrachte - aus meiner Kinderzeit zwischen Ost und West. Erst als es an einem Samstagnachmittag im Sommer bei Professor Flimmerich einen Kinderfilm über Dinosaurier gab, in dem ein Dinosaurier als so hoch wie 3 Panzer geschätzt wurde, da war es bei mir mit der Idylle im DDR-Kinderfernsehen vorbei ...

Inzwischen haben sich durch einige Versteigerungen oder Käufe von erzgebirgischen Figuren, das Bloggerland und Instagram einige sehr schöne Kontakte in den 'neuen' Bundesländern ergeben, die mir die vergangene und vor allem auch die aktuelle Situation im Osten immer mal wieder aus einer sehr persönlichen Sichtweise näher bringen können.

Meiner Meinung nach wurde die Wende für viele Ostdeutsche damals mehr als unfair einfach ganz schnell nach westlichen Vorstellungen knallhart durchgezogen. Der Westen hatte davon wohl oftmals recht gut profitiert. Doch so manches, was im Osten wahrscheinlich gar nicht so schlecht war, wurde möglichst schnell wegrationalisiert oder privatisiert, und so einiges an wertvollen Traditionen ist im Osten dabei leider verloren gegangen. 

Jedenfalls, als ich im Frühjahr 1995 mal einen Tag lang als Interviewerin für ein Markforschungs-Institut in Halberstadt unterwegs war - das war mein allererster Besuch auf östlichem Boden - spürte ich hinter jeder Haustür ein großes Mißtrauen bzw. sogar die Angst, dass dort jemand fremdes vor der Tür stand, der nur mit dem Ziel kam mal eben schnell den 'dummen' Ossi auch wieder über den Tisch ziehen zu wollen. Manche meiner zufälligen Interview-Partner waren glücklicherweise doch noch nicht so frustriert, oder sogar einem Interview gegenüber recht aufgeschlossen, so dass sich eine interessante Unterhaltung während der Befragung ergab. Doch auch wenn ich an dem Tag die erfolgreichste Interviewerin der 'Drücker'-Kolonne war, so bleibt rückblickend ein merkwürdig negativer Beigeschmack: Denn Ziel der Interviews war nicht - wie in Ost und West als Türöffner verkündet - die Optimierung der redaktionellen Beiträge bestimmter Zeitschriften. Es ging einzig und allein um die Art der Wahrnehmung von Werbung zu verschiedenen Produkten in unterschiedlichen Printmedien. Im Endeffekt war ich damals also auch nur im Osten eingefallen, um damit Geld zu verdienen. Allerdings wußte ich an dem Morgen, als die Interviewer-Gruppe wie zuvor besprochen im Auto saß, noch nicht, dass es von Hannover aus gen Osten gehen sollte.

Als ich Kind war, wollte mir mein Vater so gerne seine Heimat zeigen, und mir auch meine Großeltern und seine Geschwister vorstellen. Doch davor hatte ich immer fürchterliche Angst. Denn ich kannte aus dem Fernsehen die teils harten Wagenkontrollen sogar mit Spürhunden und Waffen an den Grenzübergängen. Und da mein Vater gerade noch rechtzeitig vor dem Mauerbau aus dem Osten abgehauen war, befürchtete ich, dass man mich zur Strafe bei einem Besuch der DDR nicht wieder ausreisen lassen würde. So stand ich nur manchmal mit meinem Vater auf der westdeutschen Seite in Hitzacker oder im Harz mit direktem Blick auf die bedrohlchen Grenzanlagen, und wollte danach erst recht nicht zu Besuch in den Osten. Also blieb bis zur Erledigung der Formalitäten für die Beerdigung meines Vaters im März 2003 der Osten für mich ein fremdes Gebiet.


Dieser Post hat plötzlich mitten im Schreiben eine ganz andere Wendung genommen, als ich es heute früh geplant hatte. Denn eigentlich wollte ich doch nur dieses Foto von Krümeline oben im Balkonzimmer zwischen all' den Erzgebirge-Kartons posten, um zu zeigen, dass es bei uns allmählich hoffentlich wieder etwas aufwärts geht. Und daran hat meine teils über 50 Jahre alte Sammlung erzgebirgischer Figuren einen nicht unerheblchen Anteil. Doch diese Sammlung ist eben auch eng mit der Wende verbunden, so dass daraus meine eigene, ganz persönliche Sichtweise zum Tag der Deutschen Einheit entstanden ist.


Donnerstag, 10. April 2025

Nach der Eröffnung des Sammler*s ...

Während das Hasen-Vergnügen nach der Probeaufstellung bereits am Donnerstag dem 27. März in das EG der bereitgestellten Vitrine im SammleR*s des August Kesterner Museums umgezogen war, brauchten wir am 31. März 2025 für die Dekoration der 1. und 2. Etage noch einige Stunden vom Montagnachmittag.

 Gegen 16 Uhr lud dann der Märchenwald auf dem mittleren Glasboden zum Träumen ein. Und für die sicherlich kommenden heißen Tage des Jahres sorgen nun vielleicht in der Vitrine Schneemänner und Pinguine für etwas gedankliche Abkühlung.

Wie viele Stunden wir für das Heraussuchen der '5' Beispielfotos sowie der Überlegungen zu unseren 'Bewerbungsschreiben' verbrachten? Ich weiß es nicht mehr. Denn leider tat ich mich zunächst sehr lange - trotz der Begeisterung über diese tolle Präsentations-Möglichkeit - ziemlich schwer ... 

Finjas spurloses Verschwinden und die beginnende verzweifelte Suche hatte - und hat immer noch - unsere kleine Welt ziemlich durcheinander gebracht. So entstand auch endlich lieber dieses Video aus ganz frühem Filmmaterial. Und meine Dekolust war bis zum Herbst, und danach auch zu Weihnachten gleich Null. Und die maritime Deko, die ich gerade am Tag von Finjas Verschwinden - am 11. August 2024 - aufgestellt hatte, blieb bis vor einigen Tagen einfach so stehen. Denn trotz einem reichhaltigem Deko-Fundus und aufkeimender Oster-Vorfreude war mir noch immer nicht danach.

Auch das Heraussuchen einer kleinen Auswahl von Vorführ-Figuren aus meinem Fundus zu der ersten Besprechung und Besichtigung des SammleR*s-Raumes im Museum brachte noch nicht die Begeisterung hervor, mit der wir normalerweise voller Freude kleine Wimmelbilder erschaffen ...


Bis zum Freitagmorgen standen die 3 Smart-Wagenladungen mit Kisten und Kästen meiner ausgelagerten erzgebirgischen Figuren-Sammlung dann ersteinmal im Schiffskeller und in Allegras ehemaliger Kleiderkammer im Weg.

Und da die Hasen, der Märchenwald sowie Schneemänner und Pinguine nun für die nächsten 6 Monate zusammen mit anderen Sammlungen im Museum wohnen sollen, macht es Sinn die Verpackungen der erzgebirgischen Figuren platzsparend zu verstauen. Doch bevor ich zum Sortieren kam, dreht Flo auf dem Sideboard mal wieder eine morgendliche Kontrollrunde ...

Es ist immer wieder faszinierend, wie sie zwischen den empfindlichen Figuren ohne größere Schäden Slalom läuft.

Aber der Blick aus dem Kleiderkammer-Fenster ist im Endeffekt für sie doch viel interessanter.

Und vor allem, wenn da oben am Haus - für sie unerreichbar - ein Vogel oder eine Brumsel fliegt ...

Eine Flo zieht es daher schnell raus in den Garten.


Und ich sortiere derweil die vielen kleinen Schlafstätten der Museums-Ausflügler, damit ich in den nächsten 6 Monaten mehr Platz für die Deko in der Kleiderkammer habe ...

Video und Fotos: S.Schneider


Und während Flo an diesem 4. April 2025 wieder nur einige Zeit im Garten unterwegs war, sind Paulchen vom Blog 'Neue Doseninhalte' in 2010 und unsere Finja im August 2024 wohl für immer spurlos verschwunden ...

Mit einem Tag Verspätung schicke ich diesen Post nun endlich zum Maunztag.


Samstag, 28. März 2020

halbe Eierschale


Eigentlich sollte es hier im Gartenfenster vor Ostern 
schon ganz anders aussehen …

Zu der neuen halben Eierschale sollten sich meine gesammelten 
bunten Porzellanhasen gesellen. Doch die befinden sich wegen 
Corona noch immer gut verpackt im Lager. So wanderten gestern
 ganz spontan die überzähligen Zwetschgenzweigen der Ostervase
in die noch leere Schale. Dazu kamen etwas aufgesammeltes Moos 
vom Gründach sowie ein Büschel grasiges Unkraut vom Wegesrand. 
Doch schon bald darauf entdeckten unsere Katzenmädchen diese 
neue Indoor-Weide. Katzen und Deko …

Foto: S.Schneider


Freitag, 27. März 2020

Ostervase


hatte ich leider viel zu spät ins Haus geholt. Heute roch es 
trotz weit geöffnetem Küchenfenster irgendwie ziemlich 
grasig im Raum. Und da im Hochbecken noch immer neben 
der Weide die restlichen Barbarazweige auf ihren Einsatz 
warteten, und sie nun auch draußen endlich Knospenansätze 
zeigten, flogen die riesigen Weidenäste jetzt einfach wieder 
raus. Statt einer Deko für die Osterzeit waren sie nur eine 
5-Tage-Kurzzeitdeko. Aber es war auch wirklich allerhöchste 
Zeit. Viele Blättchen waren schon gelb-grün und segelten 
beim Abplündern der Katzenspielzeug-Vögel zu Boden. 
Wie gut, dass wir so pflegeleichtes Parkett haben!

Noch ist es neben dem Küchenfenster ziemlich kahl. 
Doch die Zwetschgenzweige werden nun wohl bald 
mit ihren zierlichen weißen Blüten das nackte Geäst 
beleben. Und so lange ziehen ein Teil meiner Eier-
Sammlung aus Porzellan und die Spielzeug-Dekovögel 
den Blick auf sich. Allerdings füllten die bis jetzt noch 
nicht verwendeten Barbarazweige die Bodenvase noch 
nicht ganz aus. Und so raubte ich den Fluginsekten 
im Garten einen weiteren hohen Obstbaum-Zweig. 
Aber den wollte ich ohnehin schon längst von der 
unförmigen Zwetschge entfernen ...

Foto: S.Schneider


Mittwoch, 18. März 2020

endlich wiedergefunden



Ungewöhnliche Zeiten lassen Zeit zum Räumen ... 

Ich wusste ganz genau, dass sich diese rostige Zweit-Eule noch 
irgendwo sicher verpackt in einem Pappkarton im Treppenhaus 
befand. Nur wo sie sich im Kartongebirge versteckte, das blieb 
lange Zeit ein Geheimnis. Aber eigentlich war es auch nicht 
weiter schlimm, denn sie sollte erst dann in die Freiheit ent-
lassen werden, wenn die Korkenzieherweide an der Garage 
mal wieder geschnitten ist.

Doch da noch immer ein Teil der Kulissen vom Rosenmontag 
zu verstauen war, nutzte ich die freie Zeit zum Räumen. 
Und plötzlich war sie wieder da. Bevor sie nun nochmals 
in den Untiefen der Kartons verschwindet, bekam sie nach 
diesem Fototermin jetzt lieber einen provisorischen Platz 
im Garten ...

Foto: S.Schneider


Gegenwart und eine kleine Zukunftsfreude



Während es die Veilchen im Wildwuchsgarten wegen der 
gefräßigen Nacktschnecken schwer haben, scheint sich 
dieses Veilchen im Topf unter dem Douglasien-Kind recht 
wohl zu fühlen. Dieser Topf steht ganz geschützt auf dem 
Tablett-Tisch vor dem Treppenhaus. Hier kann sich das 
Veilchen ungestört entfalten, und die Douglasie wachsen 
und gedeihen. Und vielleicht ist der Douglasien-Sämling 
im Dezember schon so weit, dass er das nächste kleine  
Weihnachtsbäumchen werden kann.

Denn Ostern fällt unter diesen Umständen dekotechnisch 
nun fast aus. Mein österliches DekoGerümpel befindet sich 
nämlich überwiegend auf dem Dachboden in Braunschweig 
bei meiner Mutter - und dort wird es in diesem Jahr auch 
bleiben. Im Moment wäre mir das Risiko viel zu groß 
bei meinem Besuch - so ganz nebenbei - den Virus mit 
ins Haus zubringen ...

Foto: S.Schneider


Montag, 16. März 2020

Endlich komplett ...



Schon lange war ich im www immer mal wieder um dieses - im 
letzten Frühjahr erschienene - Mädchen mit Blumenschale im 
Reif umhergeschlichen. Aber der ziemlich stolze Preis hielt 
mich lange davon ab. Doch gleich zu Beginn des neuen Jahres 
entdeckte ich ein ungewöhnlich günstiges Angebot. Und da ich 
schon vorab von meiner Mutter mein Geburtstagsgeld erhalten 
hatte, war diese Figur genau das richtige besondere Geschenk.
Ein Klick, ganz schnell bezahlt, und schon war das Mädchen auf 
dem Weg zu mir. So war es zumindest vom Verkäufer geplant. 
Doch wahrscheinlich hatten wir wieder einen neuen Zusteller 
erwischt, der unser Haus nicht auf Anhieb fand. Und so drehte 
das Mädchen ca. 1 Woche lang irgendwelche Extrarunden. Als 
ich die Figur dann endlich auspacken konnte, entdeckte ich 
leider einen Lackabplatzer an einem der Vogelschwänze. Und
sehr lange überlegten wir, ob wir diesen Mangel wegen des 
günstigeren Angebotes hinnehmen wollten. Aber kurz vor Ende 
der Rückgabefrist nahm Wolfgang dann doch noch Kontakt mit 
dem Verkäufer auf. Der war natürlich gar nicht begeistert, 
verwies auf den hohen Rabatt und war sehr erstaunt über den 
verzögerten Lieferweg bzw. unsere 'zu späte' Reklamation. 
Aber nach einigem Hin und Her sollten wir die Figur auf 
unsere Kosten an ihn zurückschicken. Er würde sie beim 
Hersteller reklamieren, und wir sollten dann ein neues 
Produkt bekommen. Also ging das Frühlingsmädchen mit 
dem ansprechenden Gesicht wieder auf die Reise …

Und dann hörten wir gar nix mehr. Irgendwann war die Zeit 
von 6 Wochen für die reguläre Kaufabwicklung fast verstrichen. 
Um noch rechtzeitig einen Fall eröffnen zu können, mussten 
wir nun also schnell handeln. So nahmen wir Kontakt zum 
Verkäufer auf, und erfuhren, dass der Hersteller durch seine
neue Frühjahrs-Kollektion Lieferprobleme hatte. Wir wurden 
daher auf unbestimmte Zeit vertröstet. 

Meinen Geburtstag feierte ich also ohne Geschenk. Und es 
blieb das ungute Gefühl, dass es vielleicht gar kein Geschenk 
mehr geben könnte, da wir dem Händler durch das Eröffnen 
eines 'Falls' nicht unnötig schaden wollten. Aber konnten wir
 seinem schriftlichen Wort wirklich vertrauen? 

Mit reichlich Verspätung erschien in der letzten Februarwoche 
dann auch bei diesem Händler endlich die neue und schon lang 
ersehnte Frühlingskollektion im Online-Shop. Und als ich am 
Folgetag nachfragte, war meine neue Ersatzfigur schon auf dem 
Weg zu mir. Ende Februar kam sie an, und der Gesichtsausdruck 
des neuen Mädchens war glücklicherweise sehr ähnlich. Nur lag 
in dieser sorgfältig verpackten Schachtel ein loser Vogel. Aber 
der ließ sich ganz problemlos am Reif wieder festkleben. Und 
endlich kam mein Geburtstagsgeschenk in den schon so lange 
dafür vorgesehenen Deko-Rahmen an der Säule …

Doch irgendwie gab es um die Figur zu viel leeren Raum. 
Und so traf es sich gut, dass Urte meiner Aquarell-Bestellung 
eine wundervolle Schneeglöckchen-Karte beigelegt hatte.

Nur wo waren die kleinen Vögel meiner Sammlung abgeblieben, 
die jetzt so gut zu den Vögeln am Reif passen würden? Sie waren 
tatsächlich schon vor dem Winter in mein Deko-Lager - in mein 
ehemaliges Kinderzimmer nach Braunschweig - geflogen. Und 
so kamen sie nun erst nach dem Besuch bei meiner Mutter am 
Sonntagabend mit uns zurück. Heute früh flatterten sie dann 
zu ihren jüngeren Geschwistern in den Rahmen, und endlich 
ist die kleine Frühlings-Szene komplett.

Foto: S.Schneider


Freitag, 13. März 2020

Im Kartongebirge


Während Flo und Krümelchen schon wieder 
im sehr feuchten Garten unterwegs waren, …

musste sich Finja im Kartongebirge der restlichen Karnevals-
Kulissen im Treppenhaus vergnügen. Denn bei Finja hatte ich 
zu viele Bedenken, dass sie trotz des feucht-kalten Wetters 
mal wieder abends nicht nach Hause kommt …

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 6. Februar 2020

Perfekt!


Nachdem es jetzt wirklich keinen Sinn mehr macht 
nahm ich nun gestern auch die letzte Weihnachtskarte 
aus dem Gartenfenster, um sie für die nächste Saison 
im Sammel-Karton zu verstauen …

Nur leider wollte mir für diese ziemlich unentschlossene 
Zwischenzeit so gar kein Motiv aus meinem Karten-Fundus 
zusagen. Und blöderweise habe ich Urtes wundervolles 
Schneeglöckchen-Bild zur Zeit so geschickt verstaut, dass 
es nicht spontan für mich erreichbar ist. Lediglich an ihr 
zierliches Bärlauchzwiebel-Bild käme ich jetzt heran. 
Nur für Bärlauch ist es mir im Moment noch viel zu früh.

Doch gestern bekam ich unverhofft Post aus dem Hause 

Besser konnte die Karte zu dem wechselhaften Winter-
oder Frühlingswetter wirklich nicht passen! Und jetzt 
stört es auch gar nicht mehr, dass die beiden Glasvasen 
noch immer nur mit Steinen und nicht mit Blümchen 
gefüllt sind. Aber in den nächsten Tagen werden auch 
bei uns mal wieder einige weiße Tulpen einziehen.

Foto: S.Schneider


Montag, 6. Januar 2020

6. Januar 2019




Nun ist die Zeit fast vorbei …

Gestern gab es ein letztes Mal beim gemütlichen Kaffeetrinken 
den vollen weihnachtlichen Lichterglanz im braunschweiger
 Wohnzimmer bei meiner Mutter. Doch bis all' die über viele Jahre 
liebevoll zusammengesammelten Dinge nun ganz in Ruhe verpackt 
werden, dürfen sie noch ein paar Tage so im Raum verweilen.
Denn einerseits ist erst heute der Tag der heiligen drei Könige.
Und andererseits fehlen mir noch immer ein paar Detail-Fotos 
der anderen weihnachtlichen Ecken für den DekoGerümpel-Blog. 

Erst danach beginnt das sorgfältige Verpacken der Figuren und 
Porzellan-Pakete, der Glocken und Anhänger sowie der drei
beleuchteten Messing-Sterne, die dann mindestens für ein Jahr 
wieder schlafen gelegt werden. Dieses liebevolle Hantieren 
mit den schönen Dingen gehört ebenso zur Weihnachtsfreude 
wie der Aufbau zum 1. Advent. Und diese Freude würde ich mir 
durch zu viel Hektik zerstören. 

Foto: S.Schneider


Samstag, 28. Dezember 2019

28. Dezember 2019




Advents-Lichterreihe

Früher mochte ich den Spruch '… und wenn das 5. Lichtlein brennt, 
dann hast du Weihnachten verpennt!' irgendwie immer sehr gerne. 
Doch in dieser Adventszeit ergab es sich, dass das 5. Lichtlein ganz
plötzlich eine andere Bedeutung in meiner Deko bekommen sollte.

Schon im letzten Jahr hatten wir wegen unserer kleinen, sehr 
verspielten Katzenmädchen auf echte Kerzen verzichtet. Und 
sicherheitshalber in verschlossene Gläser verbannt. Und da die 
dünnen Ketten mit unterschiedlicher Lämpchenzahl in dieser 
Vorweihnachtszeit schon anderweitig verplant waren, ließ ich 
mich bereits Mitte November dazu hinreißen mir für die neue 
geplante Adventslichter-Reihe im Gartenfenster 5 kleinere 
Lichterketten mit jeweils 10 Lämpchen zu bestellen. Ganz 
bewusst 5 Stück - falls eine von ihnen eventuell im Laufe 
der Zeit einen Kabelbruch erleidet. Besonders verführerisch 
war für mich der ganz flache Batteriekasten, den ich auch 
in diesem Jahr wieder im Deckel der Gläser fixieren wollte. 
Einziges Manko - die Knopfzelle. Aber da es sich ja um LED-
Lichterketten handelte, die wesentlich weniger Energie 
verbrauchen, hoffte ich auf eine ausreichende Haltbarkeit 
in der Weihnachtszeit.

Und dann kam alles ganz anders: Die 4 Gläser und Ketten 
standen zum 1. Advent bereit, aber mal wieder fehlte 
die Zeit …

In der Woche zwischen dem 1. und 2. Advent entdeckte 
ich plötzlich bei Ebay 4 guterhaltene Porzellankugeln 
mit unterschiedlichem blau-silbernen Dekor. Aus dieser - 
inzwischen sehr selten gewordenen Kollektion - besitze ich 
schon seit einigen Jahren eine Weihnachtsglocke. Und so 
entstand die Idee jedem der 4 Würstchengläser mit dunkel-
blauem Deckel so eine leicht frostig aussehende Kugel 
mit etwas Grünzeug an die Seite zu legen. Die bereits 
vorhandene Glocke sollte dann Weihnachten einläuten. 
Somit fand die 5. Lichterkette und ein weiteres noch 
im Keller eingelagertes Würstchenglas eine Aufgabe.

Die Kugeln trafen kurz nach dem 2. Adventswochenende 
wohlbehalten bei uns ein. Nur erschrak ich, welche Unmengen 
von neuem Verpackungsmaterial die 4 Kugeln in ihren sicheren 
Originalverpackungen umgaben. Und als die Ebay-Verkäufer 
nach einigen Tagen freundlich nachfragten, ob alles mit der 
Lieferung in Ordnung sei, konnte ich es mir nicht verkneifen 
sie auf den mitgeschickten 'Müll' hinzuweisen. Denn bei uns 
ist Luftpolsterfolie zum Glück ja in guten Händen, und wird 
nicht achtlos im gelben Sack entsorgt. Aber mir wurde mal 
wieder bewusst welche Unmengen an Verpackungsmaterial 
und auch leere Volumen da beim Ebay- bzw. Onlinekauf 
transportiert werden.

Nun waren also endlich die Kugeln da, aber die dazu 
passende Glocke versteckte sich standhaft in Braunschweig 
irgendwo auf dem Dachboden, in meinem ehemaligen Kinder-
zimmer oder vielleicht doch sicher verwahrt in irgendeinem 
Schrank. Nach langem hin und her entschloss ich mich dann 
noch 2 Glocken mit 2 unterschiedlichen Dekoren bei diesem 
privaten Ebay-Verkäufer zu bestellen. Denn er bot mir ja 
sogar kostenlosen Versand für meine Nachbestellung an. Und 
wenn sich nach Weihnachten die erste Glocke sicherlich 
wieder anfindet, dann besteht diese frostige Kollektion aus 
4 Kugeln und 3 Glocken. Die passen wunderbar auch mal 
bei meiner Mutter in die weiß-blaue Küche oder sogar
 in unser Bad. Was mich bei der zweiten Lieferung aber 
besonders freute: Der kleinere Versandkarton war mit 
Zeitungspapier ausgepolstert und die Ware kam trotzdem 
unversehrt an. Das war irgendwann nach dem 3. Advent.

Eigentlich lohnte sich der Aufwand nun doch gar nicht mehr, 
aber die Idee Weihnachten mit einem 5. Licht einzuläuten, 
die gefiel mir immer noch. So bastelten am frühen Morgen 
des 4. Advent Flo, Krümel und ich endlich ganz gemütlich 
Batteriekästen waren für die Deckel leider etwas zu breit. 
Und so entschied ich mich die Ketten anzuschalten, unten 
im Glas unterzubringen und den Kasten mit etwas Grün 
zu verstecken. Mit einem, zwei, drei bzw. vier Sternen 
wurde der Grünschnitt in den Gläsern noch dekoriert, 
und so sollten die 4 Gläser dann ganztägig leuchten.

Nur verlief der Heiligabend plötzlich ganz anders als geplant, 
denn als unsere Flo mittags ganz schwach und appetitlos war, 
war uns die Lust auf Weihnachten vergangen. Es ging ihr sogar 
so schlecht, dass wir sicherheitshalber den Besuch bei meiner 
Mutter absagten und lieber im www nach dem Tier-Notdienst 
an den Feiertagen suchten. Unser Weihnachtswunder setzte 
wir wieder umdisponierten und den gemütlichen Heiligabend 
bei meiner Mutter nun auf den 2. Weihnachtstag verschoben. 

Und so fing unser 'gemeinsames' Weihnachten im Haus 
eigentlich erst am Abend des 2. Weihnachtstages an. 
Doch ganz so gemeinsam war es zunächst dann nicht: 
Flo & Krümel wollten nach unserer Rückkehr ganz schnell 
in den Garten, und Finja konnten wir nur mit viel Geduld 
und einem winzigen Tropfen Beruhigungsmittel im Haus 
halten. Aber trotzdem kam endlich richtige Weihnachts-
stimmung auf - das 5. Licht im Glas wurde angeschaltet. 

Heute kurz nach 2 Uhr - während wir Finja nun leider 
schon wieder 23 Stunden vermissen - sind in der Advents-
Lichterreihe 3 Lichter schon erloschen und das 4. Lichtlein, 
das ebenfalls erst am Morgen des 4. Advent angeschaltet 
wurde glimmt noch etwas. Lediglich das Weihnachtslicht 
wird nun wohl noch 3 bis 4 Tage durchhalten können. 
Von den LED-Lichterketten mit Knopfzellen hatte ich mir 
ganz ehrlich eine längere Lebensdauer erwartet …

Hätte ich das vorher geahnt, dann hätte ich diese sehr 
zierliche Art der Weihnachtsbeleuchtung nicht gekauft.
Im nächsten Jahr werde ich dann lieber wieder die 
größeren Gläser verwenden, in denen ich die Kästen 
für Akkubatterien im Deckel unterbringen kann. Bei 
schönem Wetter werden sie dann vielleicht doch 
ab und an mal ein paar Stunden ausgeschaltet, bzw. 
ich verwende sogar den dort eingebauten Timer.
Und diese neu angeschafften kleinen Ketten sind 
bei uns zum Glück nun noch kein Wegwerfprodukt. 
Aber wir werden sie nur sporadisch in unseren 
1:12 Welten als Foto-Beleuchtung nutzen.

Foto: S.Schneider