Donnerstag, 23. Mai 2019

Ein dezenter Duft ...


… liegt in der Luft.

Allerdings nahm ich den leicht süßlichen Duft erst wahr, 
als ich nach oben schaute, und im Versteck der Zweige 
die ersten strahlend weißen Blüten der Scheinakazie sah.

Seit einigen Wochen hatte ich fast jeden Tag zu ihren 
zartgrünen Battspitzen und den Knospen geschaut. 
Und ausgerechnet heute war ich so erschlagen von 
dem plötzlichen Blütenreichtum des Gartens, dass ich 
an abgewehte Knospen und Blüten der Scheinakazie 
dachte … 

Aber auch bei den Bienen haben sich die ersten Blüten 
wohl noch nicht rumgesprochen. Nur ganz vereinzelt 
gab es Blütenbesuch. Doch der intensive Duft entwickelt 
sich wohl erst im Laufe des Tages, wenn es wärmer wird.

Ganz schemenhaft ist jetzt nur noch die Mistel im Baum 
zu erahnen. Erst im Herbst werde ich nun wohl erfahren, 
ob die etwa 50cm große Kugel dort oben abgestorben ist.
Trotz ihrer Größe konnte ich nämlich im Winter keinen 
weißen Beerenbesatz erkennen. Ob es sich eventuell 
um einen anderen Baum-Schmarotzer handelt? Von unten 
betrachtet sah die immergrüne Kugel im Frühjahr eher 
wie allmählich vertrocknendes Efeu aus 

Fotos: S.Schneider


8 Kommentare:

Ein Garten in der Steiermark hat gesagt…

Das ist ein wunderschöner Baum, den Du in Deinem Garten hast. Ich mag so große Bäume...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ein Garten in der Steiermark
Ich würde sie ja auch gern einfach weiter wachsen lassen … Aber mit unseren südlichen Nachbarn gibt es dann richtig Ärger. Wenn nicht nochmals etwas dazwischen kommt, dann wird sie im Spätherbst mal ganz massiv geköpft. Und einen Teil der Zweige werden wir hoffentlich schon nach der Blüte selbst entfernen können.
Denn die Hemlocktanne daneben - an der Südgrenze muss auch dringend um etwa 2m gekürzt werden. Da wäre es schön, wenn sie sich im Laufe des Sommers von dem Eingriff schon erholen kann, damit der Garten Richtung Süd-Ost nicht wie rasiert aussieht …
Aber ersteinmal werden wir uns noch an ihrer Blütenfülle erfreuen! Und sie wächst so schnell, dass wir sie danach offentlich bald wieder für uns 2x im Jahr handhabbar formen können!?

Claudia hat gesagt…

Liebe Silke,
ich kann mir diesen zarten Duft sehr gut vorstellen! Ja, oft verstärken sich diese Düfte mit zunehmender Sonneneinstrahlung!
Schade, daß der Baum nciht einfach weiterwachsen darf ....
Solange erfreut Euch an der herrlichen Blütenpracht!
Ich wünsche Euch einen schönen Tag und einen guten Start in ein wundervolles Wochenende!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Ja, einerseits würde ich ihn auch gerne einfach weiter machen lassen, aber in etwa 6m Höhe ist schon im Winter ein Ast abgebrochen, an den wir ohne Leiter nicht herankommen - die Verlängerungsstange unserer Säge ist mit 3,9m zu kurz ... Robinien sind ohnehin sehr bruchgefährdet. Wir haben zur Zeit noch einen Catwalk über Kopf - so in ca. 2,5m Höhe, da war irgendwann einmal der dicke Stamm angebrochen. Noch liegt er im hinteren Teil auf dem toten Apfelbaum und der Brombeerhecke auf. Er will sogar noch blühen und entwickelt frische Triebe, darum darf er noch bis nach der Blüte bleiben. Aber dann möchte ich dort endlich mal wieder Ordnung an den Grenzen haben. Und wenn wir die neuen Stämme an der Scheinakazie dann nicht mehr so dick werden lassen. können wir auch wieder selbst an ihr sägen und sie in Form halten. Bei dieser Größe ist das zu gefährlich für uns und macht auch zu viel Schaden unter dem Baum. Wenn Bäume in den Himmel wachsen … ;-(

Claudia hat gesagt…

Liebe Silke,
oh, das wußte ich gar nciht, daß die soooo hoch wachsen! Dann kann cihd as gut verstehen und es ist ja immer von Vorteil, wenn man sie selber im Zaum halten kann, das geht bei einer solchen Hähe nactürlich gar nicht!
Sicher tut eine Verjüngung dem Baum auch recht gut :O)
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

Wolfgang Nießen hat gesagt…

Liebe Silke,
ich mag solche Bäume, die irgendwann ein richtiges Blütenmeer entwickeln, das sieht immer fantastisch aus. Wir hatten mal eine Kirsche, die blühte auch wie verrückt. Aber sie stand direkt an der Grenze und wir mussten sie leider entfernen lassen. Die Blüte habe ich immer sehr gemocht, aber die ganzen Kirchen, die wir nicht pflücken konnten, weil der Baum wirklich riesig war, waren dann im Sommer nicht mehr so toll. Die meisten sind einfach nur verfault.
Aber seit dem der Baum weg ist, wachsen andere Pflanzen viel besser, weil sie jetzt nicht mehr im Schatten stehen. Eigentlich macht man einfach nur Platz für andere Pflanzen, wenn man eine Pflanze, in dem Fall einen Baum, entfernt. Aber gerade das Entfernen von Bäumen fällt mir immer schwer. Am liebsten würde ich sie einfach wachsen lassen.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Eben beim Gartenspaziergang und Finja-Rufen habe ich entdeckt, dass besonders der abgebrochene dicke Catwalk-Ast schon ganz toll blüht ;-) Wenn sie gekürzt ist, dann komme ich den Blüten auch wieder nah - nicht nur am Boden ;-) Insofern freue ich mich wirklich darauf, wenn wir sie selbst wieder mit dem verlängerten Astschneider und der langen Sägestange bei Bedarf in Form halten. Schließlich kann sie dann ja trotzdem so etwa 7 bis 8m hochwerden und bildet dann einen herrlichen Abschluß vom Garten und spendet im Sommer dann hoffentlich noch genug Schatten für unseren Sitzplatz ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Wolfgang
Bei einer Kirsche kann ich es sogar verstehen. Denn als wir unseren Sitzplatz am Teich unter der Sauerkirsche noch genutzt haben, da war es auch nicht doll zur Reifezeit dort zu sitzen. Sie hingen nämlich zu hoch zum Pflücken. Daher hatte ich sie jahrelang auch dort stark zurückgeschnitten. Doch seitdem wir feststellten, dass dort vor der Teichmauer ab dem Frühjahr bis zum späten Herbst eine ideales Zeckengebiet entsteht, wenn unsere Katzen und wir uns dort aufhalten, ist es mir egal, wenn dort Früchte herabfallen. Die Ecke überlassen wir nun wieder bis zum Herbst der Natur. Nur zum Gießen muss ich mich dort ab und an mal durchbewegen können …

Unsere Scheinakazie steht twa 3m von der Südgrenze und ca.4m von der Ostgrenze entfernt und ist der einzige Baumschatten, den wir im Sommer haben. Denn unsere Korkenzieherweide müssen wir wegen des damals mitgeerbten Grenzstreites ja kürzer halten, so dass im Sommer die Mittagssonne voll vor unseren Sitzplatz am Treppenhaus knallt. Außerdem ist die Scheinakazie unser Hochzeitsbaum, den wir auf Wunsch von Freunden geschenkt bekommen haben. Es war sehr wohl überlegt, dass die Robinie schon als über 3m hoher Baum im Frühjahr 1997 zu uns in den Garten kam. Nur leider gab es ab 2009 so manches Ereignis, dass uns daran hinderte den Baum rechtzeitig immer wieder zu schneiden und für uns mit den zur Verfügung stehenden Gerätschaften handhabbar zu halten. Denn Bäume mit der Leiter zu schneiden machen wir inzwischen nicht mehr gern. Zumal Wolfgang beim letzten Versuch vor einigen Jahren ein Ast fast senkrecht mit von der Leiter gerissen hatte. Einen 'Fußbank'-Garten wollen wir jedoch trotzdem noch nicht. Aber den Schaden, den professionelle Baumpfleger dann doch trotz größter Vorsicht anrichten können, den möchten wir möglichst vermeiden. Die Himalaya-Zeder - auch ein Baum, den wir zur Hochzeit bekamen, habe ich auch wieder 2 Jahre leider wachsen lassen. Das war auch mal wieder haarscharf an der Grenze, dass die Rosen und andere Pflanzen beim Rückschnitt Schaden genommen hätten. Aber zum Glück habe ich es doch noch alleine geschafft. Nur es ist eben wichtig kontinuierlich an der Gesamt-Optik zu arbeiten, damit der Rückschnitt nicht so radikal wie zur Zeit aussieht.
Und darunter werde ich nun auch bei der Scheinakazie einige Jahre leiden, bis sie wieder eine Form hat, die zum Garten passt.
Platz für neue Pflanzen brauchen wir wirklich nicht. Das 'Beet der vergessenen Gemüse' ist immer noch nicht begehbar. Den Schlingknöterich hinter dem Hochbeet muss ich wieder in den Griff bekommen. Das Beet hinter der Teichmauer habe ich seit Jahren nicht mehr geschnitten. Und dort, wo uns Friederike die grüne Grenze zerstört hat, toben sich durch das Mehr an Licht, Luft und Sonne jetzt Hopfen und Brennessel fürchterlich aus. Das war nach dem Fällen der 2 Grenzfichten an der Südseite nach Dezember 2011 auch der Fall - seitdem haben wir ein massives Hopfen-Problem … Das wird meine Hauptaufgabe in diesem Jahr ihnen den Kampf anzusagen, damit die anderen Pflanzen, die dort stehen diese ausufernden Unkräuter überstehen. Mit den ca. 630qm ist der Garten mir imMoment viel zu groß. Da bin ich froh, dass es zur Zeit unter der Scheinakazie fast nur gemulchte Fläche gibt, wohin ich im Herbst den Beinwell umsiedeln kann. Denn dort wird er sich sicherlich wohlfühlen und unter den dann noch kahlen Zweigen herrlich blühen ...