Samstag, 18. Mai 2019

Viridiflora-Knospen in Storchschnabel an Knoblauchsrauke



Inzwischen muss man schon sehr genau schauen, um 
die beiden grün-roten Knospen der Rose Viridiflora 
zwischen dem zierlichen Ruprechts-Storchnabel zu 
entdecken. Und selbst das Blatt der Knoblauchsrauke 
lenkt im Moment von den zwei Rosenknospen ab.

Beide Stauden haben sich irgendwann in die Rosen-Lücke 
 eingesamt. Und auch der weiß-blaue Beinwell rückt aus 
dem Norden nun immer näher ...

Die noch immer etwas geschwächte Viridiflora geht jetzt 
vollkommen im stinkenden Storchschnabel unter, aber 
zur Zeit ist es eine herrliche Pflanzen-Kombination. Und 
ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die grüne Rose schon 
bald aus diesem wilden Staudengewusel erheben kann.

Vor der kleinen rötlich-grünen Storchschnabel-Insel 
ist übrigens der Schneefelberich zu sehen. Und da 
er an dieser recht gut besonnten Stelle häufiger 
sehr durstig ist, wird auch die kleine Rose von den 
Wassergaben profitieren.

Heute war übrigens bei uns ein sonnig-warmer und 
fast windstiller Tag, an dem es hier im Beinwellfeld 
zum ersten Mal richtig brummte und summte ... 

Fotos: S.Schneider


Diese wilde Fläche ist für mich ein echtes Gartenglück. 
Daher schicke ich diesen Post zur Wochenend-Linkparty 
auf den Blog 'Ein Fachwerkhaus im Grünen' und auch zum
'Naturdonnerstag' in Ghislanas wilden Garten zum Blog


11 Kommentare:

Ein Garten in der Steiermark hat gesagt…

Gilt die Viridiflora Rose mit ihren grünen Blüten nicht als die hässlichste Blume der Welt? Mir gefällt sie - sie ist etwas besonderes. Bin gespannt, wenn du Fotos zeigst...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ein Garten in der Steiermark
Wo kommt denn die Meinung her? Aber das Schönheitsempfinden was eine Rose sein soll, ist ja sehr unterschiedlich ;-) Ich mochte gar keine Rosen, da ich als Kind fast nur Edelrosen kannte - die waren einfach nur häßlich für mich …
Also wir haben sie jetzt wohl etwa 13 Jahre im Garten und ich bin froh, dass sie so einiges überlebt hat. Der Winter 2010/11 hatte sie voll erwischt und dann kamen noch einige andere Faktoren hinzu, so dass sie immer wieder litt. Daher bin ich auch froh, dass wir sie nun doch erst im Herbst umpflanzen.
Ihre Blüten erinnern teils an Nelken und variieren von Rosa über Rot bis Weinrot und sind manchmal ganz grün. Besonders im Herbst sind sie erstaunlich haltbar. Und vor dem fiesen Frost war sie sogar mal ca. 1,2m hoch. Sie ist eben anders. Aber bei uns im Garten machte sie eine gute Figur. Vor allem, als sie noch im Winter Blüten hatte und Helleborus foetidus unter ihr blühte ...

Renate hat gesagt…

Ihr habt doch bestimmt auch Bärlauch in eurem Märchengarten, oder?
Der trägt jetzt Früchte, auch "grüner Kaviar" genannt. Schmeckt ganz prima auf Rohkost und Salat und lässt sich gut einfrieren, denn im Gegensatz zu den Blättern schmecken die grünen Kügelchen auch nach dem Auftauen fast genauso gut wie frisch geerntet.
Auf meinem Blog findest du ganz aktuell ein Rezept für Bärlauch-Mousse. Lecker!

Liebe Grüße - Renate

SchneiderHein hat gesagt…

@ Renate
Danke für den Tipp. Ja, Bärlauch gibt es bei uns reichlich. Gerade gestern habe ich wieder Bilder vom Bärlauch mit ersten Saatansätzen in der Wiese gemacht. Nur hatte uns Finja mal wieder alle Tagespläne durcheinander gewirbelt …
Aber ich gebe zu, Bärlauch kann ich als Blümchen noch nicht genug in der Wiese haben - auch wenn die Schleimer sich je nach Wetter gern daran vergnügen. Ich träume jetzt mehr als früher von einer Bärlauchwiese und brauche daher reichlich Saat. Sogar noch in anderen Gartenbereichen, die in den letzten Jahren durch Lichtmangel und Trockenheit zu Brachland wurden. Aber Dein Rezept nehme ich das nächste mal zu meiner Mutter mit, die hat nämlich schon üppigere Bärlauch-'Plantagen' für Pesto & Co ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Da müsstest Du mal andere Ecken bei uns sehen ;-) Vor einigen Jahren war mal der Wiesenrand voll, jetzt laufen die Kinder links des Lenzrosenweges auf, und früher tobten sie mal durchs Beet der vergessene Gemüse'. Wenn sie stören, werde sie rausgerupft oder nach der Blüte runtergeschnitten.
Ich habe viel mehr Probleme mit dem Hopfen, der treibt mich echt zur Verzweifelung, da er inzwischen auch überall sein Wurzelwerk in den Sträuchern eingewoben hat. Alle anderen Pflanzen sind eigentlich handhabbar. Nur mit dem Schlingknöterich habe ich in diesem und den Folgejahren auch noch meinen Spaß. Aber er soll trotzdem bleiben.

jahreszeitenbriefe hat gesagt…

Wie schön........... Ich liebe diese zauberhaften Arrangements, die die Wildblumen bilden... Gerade heute habe ich ein Quartett aus Funkie, Schöllkraut, Brennnessel und Ruprechtskraut entdeckt in einer großen Zinkwanne, einfach zauberhaft... Knoblauchsrauke kann ich echt nicht genug haben, meist vertrocknen die meisten Sämlinge aber wegen der Trockenheitsperioden hier, in denen ich natürlich nicht den kompletten Garten wässere... Auch finde ich, dass man der Ein- oder Zweijährigen eigentlich ganz gut Herr werden kann, wenn sie überhand nehmen sollten... Beim Löwenzahn hat das so gut geklappt, dass ich fast keinen mehr hatte... Also habe ich ihn dieses Jahr fruchten lassen, damit ich mehr Grünes und Gelbes für den Salat habe im nächsten Jahr ;-) Liebe wilde Gartengrüße Ghislana

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ghislana
Nee! Schöllkraut neben Storchschnabel ist mir echt zu grell! Dem Schölkraut kann ich an sich etwas abgewinnen, seitdem ich es im 3-Gärteneck bewundern kann. Es wandert immer von 2 Nachbarn in unseren Garten ein und schmiegt sich zur Zeit malerisch an die verwachsene Brombeerhecke. Brennesseln sind an sich ja auch faszinierend, aber mir zu ausbreitungswütig - plötzlich habe ich schon 4qm! Und die Gartenarbeit macht mit ihnen wirklich keinen Spaß. Da reicht mir Hopfen rupfen und roden … Wie pflegeleicht ist dagegen der stinkende Storchschnabel. Entweder er mischt sich malerisch ein oder wird herausgezuppelt. Schade, dass sich bei mir die weiße Variante bisher noch nicht halten mag. Wenn mal wieder mehr 'Ordnung' im Garten ist, werde ich es mit ihm nochmals versuchen.
Mit Knoblauchsrauke habe ich zum Glück keine Probleme. Aber nach Friederikes Besuch war sie sogar in Topfkultur, da ich fürchtete sie könnte verschwinden …
Ja, inzwischen darf es gern auch etwas mehr Löwenzahn sein. Zum Ernten bin ich wieder einmal nicht gekommen, aber in der Wiese macht er im Halbschatten eine gute Figur. Und als Fugenfüller-Beikraut mag ich ihn stellenweise auch auf der Betonfläche. Ein paar Pusteblumen sind mir entwischt, aber in den Beeten hat er bei uns sowieso kaum eine Chance ...

Wolfgang Nießen hat gesagt…

Liebe Silke,
die Rose Viridiflora kenne ich gar nicht, und ehrlich gesagt habe ich die beiden Knospen auch nicht gefunden, was vielleicht auch daran liegt, dass ich meine Brille vergessen habe...
Ich finde es immer schön, wenn im Garten alles so zuwächst. Manchmal muss man der ein oder anderen Pflanze dann allerdings ein wenig helfen, wenn sie es selbst nicht schafft sich zu behaupten.
Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

SchneiderHein hat gesagt…

@ Wolfgang
Dass Du die Bilder anklicken kannst, um sie zu vergrößern, darauf muss ich Dich aber wohl nicht hinweisen ;-)
Kleiner Tipp - es sind nur die beiden gut getarnten Knospen rechts vom großen Blatt der Knoblauchsrauke auf dem ersten Bild. Inzwischen hat sich eine dritte Knospe dazugesellt und etwas praller sind sie auch. Spannend finde ich den roten Rand an der Knospe, der eine ähnliche Farbe wie die Stengel des Storchschnabels besitzt. Je nach Wetter oder was auch immer, ist sie mal so grün oder so rot. Und wäre der Storchschnabel nicht so zierlich, hätte ich ihn jetzt schon runtergeschnitten. Aber ich vermute hier wird es die Natur in den nächsten Tagen schon richten, wenn ich die Rose jetzt gut wässere ...

Sara von Buelsdorf hat gesagt…

Der Schneefelberich ist bei mir auch wieder erschienen, vielleicht nicht ganz so üppig, wie die Jahre davor. Er hat die Dürre wohl nicht ganz so gut vertragen.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Die letzten beiden Sommer haben ihm arg zugesetzt. Aber an der Stelle, wo er früher war, taucht er nach zweimaligem wässern jetzt auch wieder auf. Und ich hoffe, dass er sich später weiter hinten an der Nordgrenze wohl fühlt. Da wäre dann ein Feld wunderbar ...