Donnerstagmorgen - der Tag, an dem bei uns alle 2 Wochen
die Restmülltonne geleert wird. Normalerweise kommt der
zusammengefegte Natur-Müll bei uns einfach in die Beete
oder auf den Hochwald-Kompost. Doch bei dem gekehrten
Material vom Fußweg sowie von unserm Nordhof sieht es
anders aus: Im Winter nutze ich gern den Streu-Splitt vom
beauftragten Winterdienst - der bei meiner Mutter in BS
häufiger verstreut wird, für uns nach. Nur, da dieser Splitt
teilweise noch immer mit viel Streusalz vermischt ist, sind
die verblieben Steine dann lieber ein Fall für die Tonne.
Und außerdem habe ich leider viel zu lange eine Kunststoff-
Fußmatte vor der Haustür gehabt, die sich im Laufe der Zeit
in ihre Bestandteile zerlegt hatte. Diese kleine Plastik-Reste
sind auch noch nach Monaten immer wieder im zusammen-
gekehrten Material auf dem Hof zu finden …
Heute ist also wieder Kehrmorgen, um die Restmülltonne
noch schnell aufzufüllen:
Und ich staunte nicht schlecht, wie viele Buchenhülsen
sich von der Blutbuche im Nachbargarten auf unserem Hof
versammelt hatten.
Und während sich im Wildwuchs-Garten hinter dem Haus
inzwischen überall die Blüten-Puschel der Blutbuche verteilen,
säumten die braunen Buchen-Hülsen den Vorgarten-Weg.
Selbst in den schmalen Gang zwischen Haus und Garage
im und am Storchschnabel - direkt vor unser Haustür,
hatte der Wind sie geweht …
Daher blieb kaum Platz in der fast gefüllten Mülltonne
für unerwünschte Fugenfüller - wie zum Beispiel Gras
und den gelben Hornsauerklee.
Aber all' das nehme ich gerne in Kauf. Ebenso wie die gerade
die riesige Blutbuche direkt am Zaun, noch den Walnußbaum
im Vorgarten unserer Nachbarn möchte ich missen …
Daher verlinke ich diesen Post nun zum Blog 'jahreszeitenbriefe'.
Und das ist eine kleine Ergänzung zu Ghislanas Blutbuchen-Allee.
Fotos: S.Schneider



12 Kommentare:
Schön, dass Du auch die "Sauerei" in Kauf nimmst. Ich seh es gleich wie Du. Wenn man grosse Bäume haben will, muss man auch das Laub etc nehmen... LG
@ Ein Garten in der Steiermark
Im übernächsten Post zeige ich dann, warum ich diese kleine Schweinerei und noch viel mehr gern in Kauf nehme ;-) Nur der Post umfasst 24 Bilder zur Blutbuche, da weiß ich, was ich heute an diesem grau-kalt-feuchten Tag mache …
Übrigens liebe ich das Buchenlaub - im Herbst ist der Garten wundervoll aufgeräumt, wenn er durch die Buche gemulcht wird :-)
Nur das sehen wohl leider nur noch wenige so. Anders kann ich mir nicht erklären, dass immer mehr alte Bäume aus den Gärten verschwinden. Und wenn es nicht die Gartenbesitzer sind, dann sind es die Nachbarn :-( Ich kann mich noch immer an den wundervollen Trompetenbaum im Nachbargarten meiner Schwiegermutter erinnern. Als Kind wollte ich so einen immer mit einer Bank darunter im Garten haben, denn unser mittlerer Apfelbaum war dafür zu klein. Immer wenn ich nach Osnabrück fuhr, freute ich mich über en üppigen wohlgeratenen Baum. Und jedes Mal schimpfte meine Schwiegermutter über die Blüten, Früchte und Blätter und den Schatten. Irgendwann war es der Nachbar leid und fällte ihn … Aber spätestens jetzt hätte er seine Form eh verloren oder hätte wegen der neuen Besitzer weichen müssen. Die haben den gesamten Garten meiner Schwiegermutter platt gemacht. Und vermutlich gibt es dort dann auch einen Vollpflaster- oder Schottergarten. Das würde jedenfalls zu den gigantischen Umbau-Maßnahmen auf dem Grundstück und der Einstellung dort auf der Straße passen. Die hatten nämlich auch reihenweise Anträge gestellt, dass die Plantanen, die es dort seit den 70ern auf der Straße gab, gefällt werden sollten - zu viel Laub und Schweinerei ...
Hallo Silke,
die Buchenhülsen weht es hier auch schon mal rüber, aber nicht in den Mengen wie bei dir. Manchmal falle ich auch auf die Dinger rein, weil ich denke, es hockt eine braune Raupe auf einer Pflanze. Ist aber nur ein lebloses Objekt.
Plastikbrösel sind blöd, ich werde in Zukunft auch mehr darauf achten, was alles bröseln kann.
VG
Elke
@ Elke
In all' den Jahren ist mir das auch noch nie so aufgefallen - vor allem nicht vor dem Haus. Hinten im Garten haben sie sich wohl besser verteilt und sind in den Beeten untergegangen. Und noch nie zuvor hatten wir die Hülsen aus dem Teich abgefischt …
Aber das ist gar nix gegen die Blütenbälle, die jetzt seit einigen Tagen von der Buche segeln. In den Mengen habe ich das noch nie erlebt. Ich hoffe nicht, dass die Bäume eine Antenne für einen Klima-Umschwung haben und daher nun Nachkommen erzeugen, was das Zeug hält. Allerdings trug die Buche schon im letzten Jahr recht gut Bucheckern - vielleicht ist es auch nur eine Frage des Alters und der Größe …
Tja, wie achtlos bin ich noch vor einiger Zeit noch mit Plastik im Garten umgegangen. Aber jetzt holt es mich überall ein: Spröde Blumentöpfe, zerbröselnde Pflanzschilder schon längst eingegangener Stauden, mit Kunststoff ummantelte Bindedrähte, morsche Eimer und sich auflösende Plastiktüten.
Vor der Haustür habe ich jetzt lieber eine ganz alte Kokosmatte, die Maus & Allegra 2001 zum Einzug als Kratzmatte bekamen. Kunststoffmatten kommen mir nicht wieder ins und ans Haus.
Unser Grund und Boden ist ja auch mit vielen sehr hohen und sehr alten Bäumen gesegnet. Da hat man das ganze Jahr über mit irgendwelchen Hinterlassenschaften zu kämpfen. Mit zunehmendem Alter muss ich sagen: nie wieder so ein Grundstück, es sein denn man kann alles so liegen lassen wie es fällt. So schön es auch ist, im Frühjahr und Sommer den Blick in ein grünes Dach zu haben in denen die Vögel ihr Domizil haben, ihre Nester bauen und mit ihren Jungen unterwegs sind- das Wegräumen von Laub und Blütenrückständen, damit man beim Gang über den Hof nicht auf dem glitschigen Zeugs ausrutscht, fällt immer schwerer. So fällt der Blick immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf Birke, Kastanie, Eichen, Robinie, Walnuss und Ahorn. Eine Blutbuche ist leider nicht dabei - die finde ich sehr dekorativ. Bäume gehen auch ins Geld denn für die Pflege brauchen wir eine Firma mit so einem Steigwagen. Da kommen schnell mal 2.000,00 Euros zusammen. Trotzdem, wir brauchen die Bäume und ich finde es gut, dass du die Unannehmlichkeiten so locker in Kauf nimmst. In der Regel, so beobachte ich das in der Nachbarschaft, wird eher abgeholzt. Vielleicht sollte man einige der "Fridays for future" Kinder fragen, ob sie im Herbst und Winter unser Grundstück sauber halten möchten um für den Erhalt der Bäume beizutragen :-)
LG Christiane
@ Christiane
Vergleichsweise zu Eurem Haus & Hof ist das bei uns ja noch alles einigermaßen übersichtlich. Und ich nehme mir auch die Freiheit raus vieles auch länger liegen zu lassen. Nur auf dem Weg zum Hof und auf dem Fußweg habe ich als Gründstückseigentümer ja so meine Pflichten …
Was es bedeutet alte große Bäume zu pflegen, in Form zu halten oder notfalls auch fällen zu lassen, kenne ich auch zur Genüge. Unsere beiden südlichen Grenzfichten, die zum Glück noch mit dem Kran gefällt werden konnten, und in jeweils 3 Teilen dann übers Haus flogen, um dann erst auf der Straße zu Kleinholz zu werden, die haben im Dezember 2011 nur mal eben fast 2.000,- € gekostet. Hätte das mit dem Kran wegen der Entfernung nicht geklappt, gab es auch Angebote über 4.000,- € - da hätte man uns dann beim Fällen auch gleich noch 1/4 des Gartens ruiniert.
Auf Dauer sind wir bei unseren verblieben Bäumen auch auf fremde Hilfe angewiesen. Die Scheinakazie muss auf jeden Fall im Herbst wieder für uns handhabbar gekappt werden. Denn auf Dauer möchte ich sie wieder selbst im Griff haben. Nur, das heißt - soweit die Verlängerungsstange ( 3,9m) unserer manuellen Säge reicht. Mal schauen, ob das bei der von Friederike aus der Form gebrachten Zwetschge im Herbst dann noch klappt …
So gesehen plane ich inzwischen auch schon etwas vorausschauend fürs Alter. Denn alles können wir aus finanziellen Gründen auch nicht in Auftrag geben. Und Fachleute, die pfleglich mit alten erwürdigen Bäumen umgehen, gibt es auch nicht an jeder Ecke. Aber deswegen sollen unsere Bäume/unser Garten trotzdem nicht auf Fußbank-Höhe schrumpfen, wie das in immer mehr Gärten leider auch der Fall ist.
Es ist Wahnsinn, was von einem einzigen Baum so alles zusammenkommt - trotzdem vermisse ich hier in meiner Umgebung gerade solche schönen Bäume! Ich vergesse nie, wie die Nachbarin von schräg gegenüber ihre tolle grosze Birke fällen liesz mit dem Kommentar: "Macht nur Dreck und Arbeit!" - es war ein so schöner Anblick, der mir immer noch fehlt.
Den Streusplit vorm Haus kehre ich auch immer auf zur Nachnutzung. Nur diesen Winter gab es keinen....
Liebe Grüsze und eine gute neue Woche
Mascha
@ Mascha
Der Splitt, den ich jetzt immer noch in den Randbereichen finde, der ist auch noch vom Vorletzten Winter. Den, den größten Teil vom im Winter verstreuten Material kehre ich auch wieder zusammen, um ihn nochmals nachzunutzen. Denn in dem Material ist dann auch weniger Streusalz. Ich finde es wirklich erstaunlich, dass ein beauftragter Winterdienst das Granulat mit Salz vermengen darf, während es einer Privatperson verboten ist. Nicht, dass ich scharf auf das Salzstreuen bin - im Gegenteil. Nur warum haben gewerbliche Räumdienste die Erlaubnis die Natur zu schädigen. Versicherungsprobleme machen da wohl Ausnahmen möglich …
Dieses Jahr ist der Baum wirklich extrem. Vorher war mir das nie so aufgefallen. Aber vielleicht ist er jetzt ja dabei die entstandene Fichtenlücken zu füllen. Oder er reagiert in dieser Form auf den letzten Sommerhitze-Stress.
Mit der Birke kann ich das so gut verstehen, dass Du sie vermisst. Wir hatten etwa Ende der 80er eine Birke als Ersatz für die gefällte alte Süßkirsche im östlichen Nachbargarten in BS gepflanzt. Ich gebe zu, die Birkenkäfer nerven bisweilen sehr, so dass die Gartenarbeit unter ihr zeitweilig sehr unangenehm ist. Auch ist es unter ihr sehr trocken. Und um sie in gartengerechter Form zu halten, bedarf es alle 2 oder 3 Jahre eines Profis, der sie kappt. Ich komme immer nur mit meiner verlängerten 3,9m Säge/Astschneider an die unteren Äste heran. Aber ohne die Birke würde dem kleinen Garten der Abschluß fehlen. Auch wenn ich durch meine Birkenpollen-Allergie allen Grund hätte sie zu verbannen ;-) Aber es stimmt, sie macht viel Arbeit und 'Dreck'. ganz oft liegt bei meiner Mutter auf der Bank totes Birkenmaterial zum Kränze winden oder zum Durchshreddern. Aber das feine Laub ist ein toller Winterschutz für die Beete. Nur so etwas geht in aufgeräumten Gärten natürlich nicht. Eine Birke ist wohl leider nur etwas für wildere Gärten …
Ich bin jedenfalls froh, dass sich an unserer Korkenzieherweide eine fast unbemerkt eingeschlichen hat. Eine kleine wohnt im Topf auf der Betonfläche. Und die inzwischen 5m hohe eingesamte hinter der Vorgartenhecke greift mir hoffentlich nicht irgendwann unterirdisch die Hausanschlüsse an. Mir würde sie vorm Haus fürchterlich fehlen!
Liebe Silke,
diese Blutbuchenhälsen liegen auch bei uns städnig auf der Terrasse, obwohl wir selber gar keine Bäume im GArten haben, sie wehen mit dem Wind zu uns von den Nachbarn herüber... sammelt sich immer vor unserer Terrassentür *lach*
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
@ Claudia
Dann ist es ja wie bei uns ;-) Die Buche steht mit ihrem Stamm mindestens 10m entfernt. Aber Garage und Haus hindern sie nicht überall diese Hülsen zu verteilen. Die Blütenpuschel blieben allerdings hinter dem Haus.
Doch seit vorgestern finde ich sogar auch die langen schweren Kätzchen des Walnußbaumes bei uns auf der Betonfläche. Seine äußeren Zweige sind von der Fläche auch etwa 8m entfernt. Der Frühling lässt nicht nur sein blaues Band sonder auch noch so manch andere 'Abfälle' durch die Lüfte schweben ;-)
Ja, die kleinen Schweinereien gehören dazu... Und ich wäre geneigt eine Handvoll der Hülsen mal zu versuchen in Papier einzuschöpfen ;-) Lieben Gruß Ghislana
@ Ghislana
Die Buchenhülsen sind jetzt verschwunden, die Puschel liegen noch überall rum bzw. tauchen immer wieder irgendwo auf, junge Blätter und Triebe reißt der Wind ab, und nun fallen von unserer Korkenzieherweide erste Blätter und die Saatkätzen. Zu Fegen gibt es immer was :-) Aber ein paar frei begehbare Flächen finde ich trotzdem auch ganz schön …
Stimmt, beim Fege hatte ich auch überlegt, dass die Hülsen eigentlich viel zu schön zum Entsorgen sind. Ich bin gespannt, ob Du im nächsten Jahr mal etwas damit machst!
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