Dienstag, 21. Mai 2019

Die perfekte Strategie ...


Mittags - beim Blick in den ziemlich regenfeuchten Garten, 
fühlte ich mich ganz plötzlich ins Jahr 2002 zurück versetzt:
Damals saßen im August an einem Dauerregentag 7 gefräßige 
Nacktschnecken an einer herrlich blütenbesetzten Eisenhut-
Rispe, und zwangen den hohen Blütenstengel durch das nicht
unerhebliche Nacktschnecken-Gewicht zu Boden, so dass 
weitere Schleimer bequem aufsteigen konnten.

Bei dieser zierlichen blau-violetten Akelei reichte nun offensichtlich 
schon das Gewicht einer mittleren Nacktschnecke aus, um den Stengel
nach unten zu biegen. Ein etwas größerer brauner Schleimer steuerte 
geradewegs auf eine andere Blüte zu. Und im Umfeld machten sich 
Babyschnecken zur ihr auf den Weg. Nur eine eher schwarz-braune 
Nacktschnecke zog es wohl zu ganz anderen Genüssen in der Wiese. 
Vielleicht war der Bärlauch ihr Ziel …

Foto: S.Schneider


6 Kommentare:

Ein Garten in der Steiermark hat gesagt…

Oje, eine schöne Plage... Vielleicht solltest du Enten in den Garten geben.

Claudia hat gesagt…

Oh je, da sind sie wieder ... bisher hatten wir Glück und trotz vielem Regen habe ich noch keine Nacktschnecke gesichtet ... aber sie werden wieder kommen, ich weiß es ...
Ich wünsche Dir einen schönen und freundlichen Wochenteiler!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ein Garten in der Steiermark
Enten machen sich wahrscheinlich auch über die Schnegel her. Und unseren beiden Teichen würde Entenbesuch auf Dauer sicherlich auch nicht gut tun. Sie deswegen einzuzäunen fände ich auch nicht erbaulich und ein Entenhaus bräuchten wir auch. Und was ist, wenn im Winter die Vogelgrippe wieder übers Land zieht - ?
Als unser Schneckenproblem uns ab 2002 richtig bewusst wurde, hatten wir im Urlaub extra ein Buch über Entenhaltung besorgt und dann davon schnell wieder Abstand genommen. Ich bin dann lieber selbst 1 1/2 Jahre sehr konsequent auf Schneckenjagd gegangen …
Und dank Tigerschnegeln, dem Verzicht auf viele Stauden und durch die beiden letzten Trockenen Sommer ist das Problem jetzt recht erträglich geworden. Wenn jetzt allerdings der Mai so feucht bleibt, dann haben einige Pflanzen wohl wieder ein Problem.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Bei uns waren sie schon im Januar an den Schneeglöckchen. Und richtiger Winter war bei uns ja so gut wie nicht vorhanden. Die letzten Jahre hatte ihnen wohl die Trockenheit etwas zugesetzt, aber die 3 waren schon gut genährt. Und vor einiger Zeit hatte ich ja nach dem herrlichen Landregen schon über 100 Tierchen an 2 Tagen gesammelt. Ob die nun noch auf dem Hochwald-'Kompost' verweilen?
Im Moment ist es noch so feucht, da mag ich noch nicht nachschauen. Aber gestern sah ich am Wiesengrund noch einige kleine Schleimer, die sich am Bärlauch vergnügten. Mal schauen, wann mein herrliches einziges weißes Allium an der Nordseite hinter dem Beinwell-Feld ihnen zum Opfer fällt. Noch nie hatte es die Kugel in all' den Jahren bis zur Blüte geschafft. Gestern früh war sie noch da. Heute ist sie wahrscheinlich gefällt ...

Mascha hat gesagt…

Seufz! Eure Schnecken sterben auch nie aus! Bei mir hat mehrere Jahre konsequentes Absammeln dann doch Erleichterung gebracht... dachte ich(!) - bis mir jetzt endlich klar wird, warum wohl die Akeleien an den Treppenstufen immer so umliegen. Zwischen den Treppenstufen ist vermutlich Schneck's Hauptquartier.
Also denn, auf zur nächsten Jagd!
Dahlien oder Mädchenauge und ähnl. Delikatessen finden sich in meinem Garten auch schon lange nicht mehr...
LG Mascha

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mascha
An Akeleien vergnügen sich aber auch gern Raupen. Ich hatte schon so manche Akelei, von der in Windeseile nur noch das Gerippe im Garten stand. Vollgeschleimte Akeleien habe ich eher selten, wahrscheinlich ist ihr Speisetisch in der Wiese zu gut mit anderen Dingen gedeckt ;-)