Dienstag, 14. Mai 2019

Neues vom Zünsler ...


Zumindest in unserem Garten bestätigt sich meine Vermutung, 
dass der Buchsbaum-Zünsler eher ein Schönwetter-Genießer ist. 
Denn meist entdecke ich ihn zur Zeit nur an den jungen Trieb-
spitzen im äußeren Bereich. Allerdings muss ich auch zugeben, 
dass ich in das tiefer liegende Innere der Büsche blickmäßig 
auch meist gar nicht vordringen kann.

Jedenfalls heute, bei sonnig-trockenem Wetter und etwa 15 °C 
lohnte sich mal wieder ein Kontrollgang an den zugänglicheren 
Buchsbaum-Sträuchern. Denn hier hat es sich eine kleine Raupe 
richtig gemütlich gemacht. Das vor dem Gespinst ist angeblich 
ein ungefährlicher wolliger Schutzflaum - wie man unter diesem 

Inzwischen achte ich also nicht nur auf diese Raupen
sondern auch auf ihre Gespinste.

Und vor allem auch auf angeknabberte frisch-grüne Blätter 
bzw. junge Zweige, die ungewöhnlich dicht beeinanderliegen.

Denn oftmals scheinen sie zwei Triebspitzen 
eng miteinander zu verweben, um sich darin 

eine vor Einblicken geschützte Behausung zu schaffen.

Solche verbundenen Triebspitzen schneide ich jetzt 
konsequent ab und packe sie in einen Zip-Lock-Beutel.
Nur leider lassen sich die Beutel gar nicht so oft wie 
erhofft wieder verwenden. Denn kaum war der Beutel 
gut gefüllt, funktionierte der Verschluss nicht mehr. 
Ich hatte die Hoffnung, dass ich das Buchsbaum-Zünsler-
Gemisch für die Mülltonne in normale alte gebrauchte 
Plastiktüten umfüllen könnte. Nun sollte ich also die 
alten Tüten für die Sammelzeit lieber mit einem 
Gefrierklipp verschließen 

Im Nachhinein wäre es wirklich besser gewesen den ersten Teil 
vom 3er-Buchs noch nicht so radikal seiner jungen Triebe zu 
berauben. Denn die 13 Zünsler-Raupen hätte ich dort auch mit 
dieser Methode problemlos entdeckt. Aber ich arbeite mich 
ja erst seit einigen Tagen an das Problem heran.

Jedenfalls ist die Zünsler-Falle zur Zeit wohl auch ein großer 
Hoffnungsschimmer. Sie ist so beliebt, dass es bei diesem 
Lieferanten - bei dem ich 2 Fallen bestellt habe und auch 
selbst bezahle - im Moment zu Lieferverzögerungen kommt.

Aber vielleicht braucht die Natur ja doch nur noch etwas 
Unterstützung, denn im Garten 'Meine grüne Wiese' werden
 die Zünsler-Raupen zu Spatzenfutter 

Und hier noch einige Infos zur Entwicklung des Buchsbaum-
Zünslers und Tipps zur Bekämpfung aller Stadien auf einer 
gewerblichen Seite.

Fotos: S.Schneider


8 Kommentare:

Karen (Allegrias Landhaus) hat gesagt…

Liebe Silke,
ich mache gar nichts. Außer, ich sehe eine Raupe von außen, dann werfe ich sie auf die Terrasse. Entweder wird sie dort gefressen, vertrocknet oder verhungert. Die Fallen zeigen Dir nur, das Zünslermännchen fliegen. Die Weibchen sind dann schon längst (gleich nach ihrer Geburt)befruchtet und legen munter weiter Eier.
Liebe Grüße
Karen

SchneiderHein hat gesagt…

@ Karen
Ja, den Link, den Du mir geschickt hattest, den hatte ich sehr genau gelesen. Nur, da war es schon etwas zu spät = die Fallen waren schon bestellt. Nun werde ich es also ausprobieren - falls sie überhaupt rechtzeitig ankommen ;-(

Zu der Hecke im Beet der vergessenen Gemüse muss ich mir sowieso erst den Weg freischneiden - die sehen unten wüst aus, denn da tobte oder tobt der Zünsler. Aber die wollte ich eh wieder kleiner und kompakter haben. Vielleicht schaffe ich das ja noch vor dem Abflug ...

Achim Wenk hat gesagt…

Das stimmt, diese Fallen scheinen neu zu sein. Ich las davon und dachte mir, ich brauch eine um dem Zünsler gar keine Chance zu geben. In jedem Baumarkt (Gartenabteilung) stehen sie gerade herum. Aber der Preis war mir dann zu stolz. Man erfährt ja auch nur, ob Zünsler in der Nähe oder im Garten sind, bekämpft sind sie damit noch nicht. Zudem habe ich fast eine schlimmere Befürchtung. Bierfallen gegen Schnecken soll man ja nicht anwenden, da der verlockende Biergeruch sogar noch zusätzlich Schnecken aus der Nachbarschaft anlockt. Alles wird schlimmer als vorher. Was, wenn die Pheromone in der Falle überhaupt erst Zünsler anlocken? Nein ich entschied mich weiter zu hoffen, dass es hier keine gibt oder die Raupen von den Spatzen und Meisen gefressen werden. Toi toi toi, bisher ist der einzige Schaden an meinem Buchs im Garten durch den eigenen Hund entstanden, der immer auf den selben Strauch drauf pinkelt......Irgendwie ist so ein Verhalten mindestens genau so schwer zu bekämpfen, wie ein Zünsler.....
Wünsche dir weiter viel Erfolg und viele Grüße, der Achim

Jutta hat gesagt…

Hallo Silke,

vielen lieben Dank für Deine Kommentare bei mir. Ich habe mich sehr gefreut.

Den Buchsbaumzünsler habe ich auch schon mehrfach gesehen - auch als Falter. Da fällt er ja vom Aussehen her schon sofort ins Auge. Da ich selbst keine Buchsbäume habe, bleiben mir diesbezüglich Probleme erspart. Aber es ist mitunter schon erschreckend, was er mitunter gerade auch in besonderen Gartenanlagen für Schäden anrichten kann.

Liebe Grüße
Jutta

SchneiderHein hat gesagt…

@ Achim
Deine Sorge, dass auch 'gute' Falter in die Falle gehen, teilte ich auch. Darum habe ich auch vor der Bestellung auch mal Elke per Mail gefragt, was sie davon hält. Sie hatte die vollen Fallen schon in NL-Gouda fotografiert - und da waren wirklich nur Zünsler drin …
Lider scheinen nur Spatzen an den Raupen Gefallen zu finden - so zumindest mein Eindruck, was ich zur Zeit zum Zünsler lese. Und die kommen leider nicht in unseren Garten :-( Außerdem scheinen auch Spatzen Schaden genommen zu haben. Einige Jahre war eine muntere Gruppe bei meiner Mutter im Garten, die fraßen alle paar Tage die Meisenknödel weg - doch seit Wochen ist kaum ein Spatz zu sehen. Im schlimmsten Fall hat jemand bei ihr in der Nachbarschaft die chemische Keule ausgepackt, versucht seine Buchse zu schützen und dabei den Spatzen geschadet.
Ja, unsere Buchse haben auch diese markanten Infostellen im unteren Bereich, denn Katzen können das auch! Gar nicht so leicht zu beurteilen, wer für was verantwortlich ist ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Jutta
Der Falter ist mir noch nicht begegnet, aber er war auf jeden Fall schon da ;-( Und jetzt weiß ich worauf ich achten muss …
Schade, dass er so gefräßig durchs Land zieht - ein paar Buchsspitzen könnte er sonst gerne haben. Aber da stimmt das Gleichgewicht der Natur ja leider ebenso wenig wie bei den Nacktschnecken und Zecken. Wenn der Mensch da nicht regulierend eingreift, nimmt es überhand. Aber jedes Mal frage ich mich, mit welchem Recht greife ich jetzt ein und töte? Aber so ist es mir immer noch lieber, als wenn ich nur präventiv Mittel verteile und gar nicht mitbekomme, wo was in welcher Menge im Garten überhaupt los ist. Daher werde ich diese Fallen nun mal testen, um idealerweise etwas regulierend da einzugreifen, wo ich sonst nicht hinkomme. Und ansonsten meinen Gartenspaziergang um eine Zünslerrunde erweitern - so wie ich es 2002/2003 mit den Nacktschnecken getan habe.
Gut, dass Dir der Kummer mit den Buchsbäumen erspart bleibt! Wären meine Büsche nicht so alt und so herrlich groß, würde ich die Natur jetzt wohl einfach machen lassen, aber es sind auch Erinnerungsstücke, für die sich der Aufwand zur Zeit noch lohnt ...

Claudia hat gesagt…

Das ist wirklich eine große Plage,liebe Silke, zum Glück haben wir damit kein Problem, da keine Buchse im Garten ....dafür jede Menge Spatzen ;O)
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Bei uns habe ich in all' den Jahren kaum einen Spatz gesehen - wahrscheinlich haben wir zu wenig Freiflächen für sie. Aber im Moment würden sie bei uns auch sehr gefährlich leben ...