Dienstag, 18. Februar 2020

Die erste Zecke des Gartenjahres


Zunächst dachte ich bei der kleinen roten Stelle 
über Krümelchens linkem Auge an eine Verletzung. 
Aber bei genauerem Hinschauen brauchten wir 
dann zum ersten Mal in dieser Gartensaison wieder 
den Zeckenentferner:

Ich hatte in den letzten Tagen schon immer so ein ungutes Gefühl, 
wenn ich mal eben spontan nur mit Schuhen den gemulchten Weg 
durch Wiese und Wäldchen betrat 

Und für unsere 3 Katzenmädchen heißt das jetzt wieder 
regelmäßiger Spot-on, damit das nicht so oft passiert.

Fotos: S.Schneider


Damit ist mein wirkliches Winterglück der unbeschwerten 
Gartenspaziergänge nun leider wieder bis zum nächsten 
frostigeren Winter beendet. Aber diese Zwischenzeit bis 
heute war wieder eine glückliche Gartenzeit. Und daher 
schicke ich diesen Winter-Abschiedspost nun auch zur 
Winterglück-Linkparty zu dem Blog 'Ein Fachwerkhaus 
im Grünen' an diesem Wochenende.


11 Kommentare:

Claudia hat gesagt…

Oh, nein, nicht jetzt schon! Da muss ich auch spotten!
Hier hab ich noch keine entdeckt, aber ich werde die Augen noch mehr aufhalten!
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
♥️ Allerliebste Grüße,Claudia ♥️

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Ich habe eben mal bei unserem Maus & Allegra Blog nachgeschaut: So ungewöhnlich ist es wirklich nicht, dass bei dem milden Wetter gleich die Zecken lauern … Allegra hatte auch schon mal am 25. Februar 2014 eine Zecke am Kopf. Und der kleinen Maus hatten wir am 1. März 2012 die erste Zecke des Jahres entfernt.
Und ganz toll ist es ja, wenn die Katzen dann geschützt sind, aber die Zecken trotzdem mit ins Haus einwandern: Am 7. März 2019 entdeckte ich die erste Zecke am Katzengras im Haus … https://wolletest.blogspot.com/2019/03/auch-so-eine-gefahrenquelle.html
Außerdem lauern die winzig kleinen Nymphen auf Mensch und Tier jetzt vorzugsweise noch in Bodennähe. Ich hatte mir mal vor einigen Jahren sogar bei 0° C beim Vögelfüttern eine Nymphe am Schuh mit ins Haus geholt. Zum Glück hatte ich die beim Schuhwechsel im Treppenhaus aber noch rechtzeitig entdeckt ...

Claudia Holunder hat gesagt…

Och nee.
Ich hörte übrigens letztes Jahr von einer Tierärztin, dass Spot- on inzwischen nicht mehr immer zuverlässig wirkt :-(
Claudiagruß

angelface hat gesagt…

richtig - es gibt sie schon die Zecken, nicht zu fassen und das im Februar, ein deutliches zeichen wie sehr sich die Natur durch das Wetter geändert hat, normalerweise lag in den letzten beiden Jahren fast 60cm hoch Schnee und wir hatten eine geschlossene Schneedecke zu vermelden in der die Rehe kein Futter fanden, jetzt grünt und graut es fast schon ohne UNterbrechung bis auf 2 Schneeflöckchen am WE überall und der Paule fing sich schon die erste Zecke an der Backe ein...
Spot on?! da lacht er nur drüber und bringt die doppelte Anzahl mit heim.
deine armen M;äuse mit dem extrem kurzen Fell /da sieht man sie wenigstens eher/ sind bestimmt nicht allzu erfreut darüber - also richten wir uns auf einen zeckenvollen Frühling ein....
liebe Grüße angelface

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia Holunder
Es sind inzwischen zwar einige Spot-on Produkte auf dem Markt, aber es stimmt schon, dass sie nicht mehr oder nicht so gut wirken. Schon vor einigen Jahren - es muss so um 2010 gewesen sein, da empfahl uns unser Tierarzt in der Zecken-Hochphase nach 21 Tagen das Mittel schon wieder zu verabreichen. Da Maus & Allegra etwas mehr Katze waren, war das auch vertretbar.

Bei unseren unter 4kg Katzenmädchen hätte ich da Bedenken. Und Herr Katze hatte früher mal ein Floh- & Zeckenhalsband, nachdem er sich so sehr übergeben musste, dass wir seitdem auf so viel Chemie verzichten wollten. Es ist eine Gradwanderung wann man nun welches Mittel in welcher Dosierung verabreicht. Und die Gefahr, dass die Zecken dann von der einigermaßen geschützten Katze auf den Menschen übersiedeln ist durchaus immer gegeben. Nur leider steht gerade davon nix in der Packungsbeilage ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Angelface
Ich wurde vor einigen Jahren ja stutzig, als es die Horrormeldung gab 'Zecken unterm Weihnachtsbaum'. Und das ist durchaus möglich. Das unfreiwillige Experiment mit einem vollgesogen eingesperrten Zeckenenweibchen, dass in einem luftdichten Filmröhrchen bei uns auf dem Küchentisch im Sonnenschein Eier legte, aus denen dann später quicklebendige Larven schlüpften, ist ja auf einem im Moment nicht öffentlichen Blog. Aber nach der Erfahrung haben meiner Meinung nach Zecken weder mit Hitze noch mit Kälte (siehe @ Claudia) Probleme. Denn diese 5° bis 7°, die so gerne in den Medien verkündet werden, sind viel zu hoch angesetzt - bzw. betreffen eventuell auch nur die meisten adulten Zecken. Nymphen und Larven sind vielleicht schon früher aktiv. Und ich bin mir auch sicher, dass die Parasiten wie auch die Flöhe ganz problemlos an ihren Wirten (Igel, Maus, Ratte, Eichhörnchen) oder in ihren Nestern überwintern und dann frühzeitig mit ihnen je nach Wetter auf die Reise gehen. Das erklärt auch, warum ich häufig Zecken an unseren Futterplätzen für die Vögel gefunden habe. Das ist ein idealer Platz für den Wirtswechsel …

Ich möchte sogar behaupten, seitdem ich die Igel- & Vogelfütterung eingestellt habe, bringen unsere Katzen die Zecken jetzt eher aus anderen Gärten denn von unserer Wildnis mit. Wir hatten jahrelang ein wirklich massives Zeckenproblem am Haus-/Wiesenrand. Da gab es in 2011 sogar 2 Zeckennester. Und im Nachhinein habe ich verstanden, dass wir schon im Sommer 2004 unter dem Gartentisch in der Wiese ein Zeckennest hatten. Da wunderte ich mich nämlich über ganz winzige durchsichtige Krabbeltiere, die an meinen Beinen hochkrabbelten. Und vermutlich kehren die Zecken im adulten Stadium sogar an ihren Gebutstort zurück. Denn einige Jahre hatten wir an den Wiesenhalmen dann die reinste Partnerbörse. Da saßen Männlein und Weiblein nämlich ziemlich dicht beieinander auf den gleichen Halmen oder nur unweit voneinander entfernt, um den Igel, - Katzen- oder Menschenbus zu nehmen. Denn meist fanden wir bei unseren Katzen dann gleichzeitig Männchen und Weibchen im Fell.
Inzwischen hat mein jahrelanges morgendliches Zecken von den Halmen pflücken wohl doch etwas geholfen. Und seitdem es Mäuse in unserem Garten wieder schwerer haben, stehen die ersten Wirte der Zecken ja auch nicht mehr in den Mengen zur Verfügung. Und ob die ausgelegten Zeckenrollen nun wirklich etwas geholfen haben - ? Das Wirkprinzip ist ja ein interessanter Ansatz, nur das die so behandelten Mäuse ja eigentlich gar nicht so lichtscheu sind, wie es für das Permethrin nötig ist, bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich funktioniert.
Auf jeden Fall ist es für die Verbreitung der Zecken viel entscheidender wo sich die potenziellen Wirte aufhalten, denn da ziehen sie sich hin. Und nicht nu die Hyalomma Zecke latscht dafür meilenweit, das haben wir schon vor Jahren auf unserer Betonfläche beobachten können, wie auch die ganz normale Zecke und Nymphe sich aus den Beeten zu uns auf den Weg machte, während wir in der Sonne im Gartensessel saßen … Manchmal wäre ich froh, wenn wir dafür auch ein Spot-on in den Nacken bekommen könnten. Aber mit Klebeband bewaffnet und inzwischen mit Brille, lässt sich jetzt auch wieder etwas entspannter im Garten sitzen ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Angelface - Teil 2
Also Maus & Allegra kamen oft sogar zu uns, wenn sie eine festsitzende oder gar noch eine im Fell krabbelnde Zecke hatten, die wir dann entfernen sollten. Das müssen unsere 3 Katzenmädchen aber erst noch lernen. Und das blöde ist, dass eine vollgesogene Zecke, die dann ja eher grau ist, in dem Fell perfekt getarnt ist. Der Maus ist früher einmal eine satte Zecke aus dem Fell gehüpft, die ich gerade noch davon abhalten konnte unter unser Kopfkissen zu krabbeln. Das wäre ein Fest geworden, denn die hätte bei uns im Bett sicherlich auch Eier gelegt … Damals konnte wir sie nicht mit einem Spot-on behandeln, da sie mal wieder eine Bindehautentzündung hatte, die wir mehrmals täglich salben mussten und daher war auch eine regelmäßige Zeckenkontrolle bei ihr kaum möglich - Abenteuer Katze & Co ...

Elfenrosengarten hat gesagt…

Und natürlich gibt es eher im Jahr und viel länger - dieses
olle Ungeziefer. Im Dezember gabs hier noch Mücken im Garten!
Ich wünsche dir einen schönen Freitag und sende dir viele liebe Grüße
Urte

SchneiderHein hat gesagt…

@ Urte
Also ich bin erstaunt, dass mir erst jetzt eine Zecke begegnet ist. Mich hätte es bei den seltenen Tagen, wo es bei uns mal -3°C gab/eine Nacht hatte der Teich am Haus in diesem 'Winter' mal eine dünne Eisschicht, nicht gewundert, wenn sie das ganze Jahr aktiv sind.
Aber vielleicht haben ja tatsächlich all' meine Überlegungen zum Thema Zecken, die Zeckenrollen und das konsequente Absammeln der Tierchen von den Halmen am Wiesenrand, unsere 3 grauen Mäusefängerinnen sowie das geringere Igelaufkommen doch im Laufe der 15 Jahre zu einer leichten Verbesserung beigetragen. Inzwischen habe ich nämlich das Gefühl unsere Katzen bringen sich die Zecken eher aus den anderen Gärten mit.

Mit den Mücken haben wir trotz nicht abgedeckter Regentonnen und anderer Wassergefäße zumindest bis jetzt nicht so viele Probleme. Aber mir ist aufgefallen, dass die Vögel eigentlich ganzjährig bei uns Insekten suchten und fanden. Ja, und die Mücken tanzten auch zu Weihnachten im Garten. Und meine Hedi am Haus hatte schon vor etwa 3 Wochen die ersten Blattläuse an den frischen Trieben ...

Wolfgang Nießen hat gesagt…

Liebe Silke,
Zecken brauche ich nun wirklich überhaupt nicht, aber unser Hund sammelt die auch. Schade, dass diese Tiere schon wieder unterwegs sind.
Nochmals einen guten Start in die neue Woche.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

SchneiderHein hat gesagt…

@ Wolfgang
Ich vermute, dass sie an geschützten Stellen bei uns den ganzen Winter aktiv waren. Wir hatten nur wenige Stunden mal -3°C und fast immer über 0°C. Aber wahrscheinlich waren die Mäuschen in Bodennähe dann besser und schneller zu erreichen ...