Endlich, an einem grau-feuchten Tag ist es mir gelungen
unsere letzten 4 blühenden Helleborus foetidus Stauden
so zu fotografieren, ...
dass sie im wirren Beinwell-Feld erkennbar sind.
Denn inzwischen haben sich neben und sogar in ihnen
reichlich Brennesseln, Liguster und Waldgeißblatt
breit gemacht. Und es wird spannend, ob ich ihnen
noch rechtzeitig Saat abnehmen oder ihre Kinder
später retten kann. Denn diese Fläche hinter dem
Frederike-Hochbeet und der durch Friederike im
Januar 2018 gekappten Mirabelle bzw. der seitlich
geschädigten Zwetschge soll im Herbst nun endlich
einer weiteren gepflasterten Betonfläche weichen.
Aber bis dahin sollen Beinwell, Scilla, Gedenkemein,
große Sternmiere sowie der stinkende Nieswurz
aus diesem Bereich in andere Flächen umziehen.
Nur diese 4 blühenden Stauden werden an dem
inzwischen nun viel zu sonnigen Standort wohl
leider bald eingehen.
Da trifft es sich gut, dass an einer anderen Stelle -
am Rande des Beinwell-Feldes, sich einige Nieswurz-
Sämlinge schon recht gut entwickelt haben. Und
sobald meine Haselnase, das Wetter und all' die vielen
dringend zu erledigenden Gartenvorhaben es zulassen,
werden die Kinder und die herrliche Rose Viridiflora
hier schon mal ausziehen …
Fotos: S.Schneider
Nachtrag, Dienstag 5. März 2019:
Und da der Post zeitlich nun gerade so schön passt,
verlinke ich hier gleich mal zu einem Naturstandort
von Helleborus foetidus im Oderwald. Doch eigentlich
geht es in dem Post auf dem Blog 'Mein Waldgarten'
um die Märzenbecher-Blüte dort im Wald …



4 Kommentare:
Ja, die hatte ich neulich schon im Internet angeguckt, als Du mir das geschrieben hattest. Schön, dass es hier auch einen Post darüber gibt! Genau das war diese Pflanze, die ich da im Oderwald gesehen habe!
Und um Deine Frage zu beantworten - nein, die habe ich nicht im Garten. Die Verwandtschaft habe ich durchaus erkannt, doch da gibt es ja mehrere. Bei mir wächst die Korsische Nieswurz, die sich inzwischen ziemlich ausgebreitet hat, auch Ableger bekam sie schon.
https://mein-waldgarten.blogspot.com/2016/07/gartenbestandserweiterung.html
Es ist ja immer schwierig mit dem Platz für Pflanzen - da hatte ich neulich noch eine lange Liste gemacht, was ich alles gern noch hätte, aber der Platz ... ;-) Du kennst das ... pflanzt man zu dicht, können die Gewächse sich nicht entwickeln und sind so oder so dem Untergang bestimmt. Das möchte ich vermeiden. Vielleicht bleibt es daher auch nur bei der Liste. ;-)
Danke auch für den Link - sowas in der Natur anzutreffen ist schon immer ein kleines Wunder. Ebenso den Seidelbast, den habe ich - jedenfalls blühend - noch nie im Wald gesehen. Und ich gehe ja viel in die heimischen Wälder. Da muß man wohl erst etwas weiter weg fahren. Obwohl wir hier auch z.B. das Geitelder Holz haben, das viel Abwechslung bietet oder den Timmerlaher Busch - auch das Lammer Holz soll noch viele Arten beherbergen, ist sogar, glaube ich, Naturschutzgebiet ...
Endlich habe ich es geschafft - bin gerade dabei meine Englischkenntnisse wieder aufzufrischen im Hinblick auf eine Reise und habe an mehreren Tagen die Woche einen Kurs - dadurch noch öfter unterwegs ...
Liebe Grüße
Sara
@ Sara
Gestern habe ich es endlich geschafft erste Sämlinge von H. foetidus umzusiedeln. Denn je größer sie werden, um so mehr leiden sie. Ich versuche es gerade mal vor den Rosen im mittags sonnigen Steinsamefeld. Da stand zumindest früher mal eine. Allerdings die verlauste irgendwann und die Saat kam wohl nicht mehr zur Reife. So sonnig und im Sommer heiß mögen sie nicht stehen.
Das scheint bei Deinem h. argutifolius anders zu sein. Meiner blüht wieder nicht und schiebt zumindest wieder ein neues Blatt heraus. Nach all' den Versuchen mit großen und kleinen Pflanzen, scheint der Standort ihm jetzt besser zu gefallen. Aber jeden Winter fürchte ich, dass er mir verfriert …
Den Seidelbast habe ich Anfang der 80er in der Ohe bei Destedt gesehen. Ich bin der Meinung, dass es da sogar eine ganze Fläche davon gab. Ebenso, wie dort zumindest damals der Lerchensporn dort an vielen Stellen den Waldboden bevölkerte. Aber ob das immer noch so ist? Vielleicht machst Du mal dahin einen Ausflug …
Ich schaffe es leider in diesem Frühjahr nicht. Unser Garten, der von meiner Mutter, der viel zu kurze Winter, das viel zu fixe Frühjahr und dann noch einige neue organisatorische Firmen-Probleme. Da bleibt neben meiner Haselnase leider so gar keine Zeit für Ausflüge
Gestern war es richtig schön im Garten und meine Nase ließ mich sogar in Ruhe, aber dafür ging es dann gleich drinnen los. Heute habe ich nun wieder Hausarrest, aber da ich meine Arbeit eh' schon von gestern auf heute verschoben habe und mit dem fast stürmischen Aprilwetter es eh' nicht so doll draußen ist, passt es ganz gut.
Und hoffentlich gibt es im nächsten Jahr mal wieder ein vernünftigeres Frühjahr. Dann klappt's vielleicht ab und an auch mit den Frühjahrsbesuchen in den Wäldern.
Stimmt, früher war ich gern im Lammer-Holz & Co. unterwegs. Das muss inzwischen auch schon über 10 Jahre her sein. Mit Garten komme ich zu nix mehr ;-(
Liebe Silke,
die "Stinkende" Nieswurz habe ich auch im Garten und finde sie sehr dekorativ. Außerdem gehört sie zu den ersten Blüten, die für die früh schlüpfende riesengroße schwarze Holzbiene blüht und Nahrung gibt. Ich mag auch ihre bizarren Blätter als Manschette für Blumensträuße. Sie wächst bei mir sogar unter dem Walnussbaum und liebt offenbar nicht zu trockene Böden. Leider sind meine Bestände nun nach dem supertrockenen Sommer ziemlich geschrumpft aber es kommen Tausende von Sämlingen nach. Die macht sich eigentlich überall gut durch das schöne Laub. Die kannst du in Kübeln, im Blumenbeet und an verwilderten Ecken genauso gut halten.
ggglg deine Johanna
@ Johanna
Ich kenne den stinkenden Nieswurz schon sehr lange, denn er war schon vor mir da. Und irgendwelche Ur-Urenkel von ihnen zogen in den 70ern auch schon in den Garten meiner Mutter. Nur leider sind die Zeiten bei meiner Mutter und auch hier schon lange vorbei, als sie sich fast wie Unkraut vermehrten. Ich glaube meine Mutter hat inzwischen nur noch eine Pflanze in einer Steinfuge an der Kellertreppe. und bei mir sind es auch nur noch diese 4 im Beinwellfeld. Ein paar Sämlinge habe ich schon verteilt, aber im Laufe der Jahre gibt es immer mehr Standorte, wo sie nicht mehr zur Blüte kam bzw. sie kaum Saat entwickelte oder die Saat nicht mehr auflief. Ich bin gespannt, ob sich das stellenweise nun wieder ändert, wenn wir unseren Garten teilweise wieder etwa freier bekommen. Allerdings an zu sonnigen Standorten verlauste sie mir oft im Sommer und ging dann ein. Und Friederike hat uns nun mehr Licht bzw. Sonnenplätze beschert, als uns lieb ist ...
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