Der blöde Body nervt zwar fürchterlich, aber man merkte Finja
schon vor der Haustür an, dass sie heilfroh war nach den fast
6 Stunden endlich wieder in ihrem vertrauten Zuhause zu sein.
Entgegen unserer Vermutung war es jedoch ein erheblich
am letzten Mittwoch als Ovarrest deuten ließ, war nur eine
vernarbte Stelle. So wurden beide Seiten nachoperiert und
zusätzlich nach versprengtem Gewebe im Bauchraum gesucht.
Nun hoffen wir, dass Finja genau 1 Jahr nach ihrer Kastration
endlich Ruhe hat. Denn ihre Hormone haben seit September
ihr und unser Leben ziemlich durcheinander gebracht …
Ihr Hinterteil haben wir inzwischen vom Body befreit, denn
sie musste beim Laufen fürchterlich mit dem Schwanz rudern.
Und der dringende Katzenklobesuch war damit für sie nahezu
unmöglich. Fressen sollte sie eigentlich erst gegen 15 Uhr -
aber wie schon damals nach der Kastration, gab sie erst Ruhe,
als der leere Magen endlich wieder ausreichend gefüllt war.
Seitdem liegt sie nun neben uns im Bett unter der wärmenden
Glühlampe und erholt sich von diesem schrecklichen Tag.
Und morgen sieht die kleine Katzenwelt dann hoffentlich
schon wieder besser aus.
Foto: S.Schneider

10 Kommentare:
Wie schön, dass sie es gut überstanden hat. Euch viel Kraft und die besten Genesungswünsche...
Ach, das arme Ding! Das sieht aber auch zu komisch aus in diesem Overall! ;-) Kann mir gut vorstellen, dass sie das nicht haben mag, das war bei den Katzen meiner Mutter allein schon mit diesem Kragen sehr schwierig. Die haben sich alles abgerissen.
Na, dann wünsche ich Euch künftig Ruhe und der kleinen Finja gute Besserung und Heilung!
Liebe Grüße
Sara
@ Ein Garten in der Steiermark
Schlafen ist wohl die beste Medizin für Finja. 4 tun das hier auch schon nach all' der Aufregung des heutigen Tages. Und mir ist eigentlich auch danach. Nur liegt die kleine Flo so malerisch ausgestreckt auf meinen Beinen, dass ich mich noch nicht richtig hinlegen kann ;-)
@ Sara
Eigentlich soll sie ihn ein paar Tage tragen ... Aber da sie nach dieser OP keine Fäden hat, die sie stören können, werden wir ihr das Teilwohl bald ausziehen - wenn sie es heute Nacht nicht schon selber macht. Das ist genau der Body, aus dem sie nach der Kastration vor einem Jahr binnen weniger Minuten herausgeschlüpft war. Dabei ist das die zweitkleinste Größe. Na, mal abwarten, wie die Nacht wird. Vorhin war sie natürlich gleich auf den Stuhl gesprungen, da ich nicht schnell genug das Katzengras auf den Boden gestellt hatte. Erst trinken, dann grasen und danach gleich fressen und zum Klo - seitdem sind ihre Grundbedürfnisse zunächst einmal gestillt und sie liegt im Bett.
Ich bin vor allem froh, dass Flo und Krümel kein Problem mit ihr haben. Eigentlich heißt es doch, dass Katzen nach dem Tierart und vor allem nach einer OP gemobbt werden können. Aber Flo und Krümel waren eher heilfroh, als Finja wieder da war. Sie waren richtig verstört, als wir gegen 10 Uhr ohne sie nach Hause kamen ...
Da sind wir ja beruhigt, dass sie alles gut überstanden hat. Blöd ist ja, dass es nur vernarbtes Gewebe war. Hoffentlich haben sie alles erwischt und es kehrt wieder Ruhe ein. Das wünschen wir euch so sehr.
Schnurrer Engel und Teufel
@ Engel und Teufel
Dass dort was war, was da nicht hingehört, hatten ja zuvor die beiden Bluttests ergeben. Und das entferne Gewebe wurde eingeschickt. Den Befund bekommen wir in ein paar Tagen …
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich überlegt hatte, ob man so eine OP auch günstiger bekommen kann. Aber unter diesen Umständen war es wirklich gut, dass wir in dieser neuen und gut ausgestatteten Klinik waren, wo sie sehr genau nach den auslösenden Faktoren gesucht und sicherheitshalber die Stellen nachoperiert haben.
Auf jeden Fall kann man unserem Tierarzt keinen Vorwurf machen. Finja ist wohl wirklich ein Kätzchen, das oftmals 'hier' schreit, wenn etwas schief gehen soll …
Schön ist auf jeden Fall, dass Krümelchen zwar ungestüm mit ihr spielen möchte, aber gar nicht gemobbt wird. Soweit klappt die Katzengruppe immer noch. Nur es kann sein, dass Finja trotz OP die schlechten Eigenschaften jetzt beibehält und ein streunendes Knurrhuhn bleibt. Da hat uns die Tierärztin schon vorgewarnt, dass das möglich ist. Aber vielleicht können wir das ja im Laufe der Zeit mit mehr gemeinsam spielen relativieren.
Kranke Katze ... ach, immer schlecht fürs Gemüt. Umso besser, wenn dann endlich alles gut ist.
Liebe Genesungswünsche schickt - Renate
@ Renate
Ob die OP nun wirklich erfolgreich war, steht noch aus. Das entnommene Gewebe wurde eingeschickt und den Befund erhalten wir wohl erst in ein paar Tagen. Soweit ich mich jetzt im www schlau lesen konnte, braucht es wohl sogar bis zu 6 Wochen, bis sich die Hormone ausgeschlichen haben. Und ob nun wirklich der winzige Auslöser erwischt wurde. Der Ultraschall hat ja leider in die Irre geführt …
Auf jeden Fall nahm Finja gestern die erste Schmerztablette freiwillig. Die macht wohl zum Glück auch ziemlich müde, so dass wir gestern erst am Nachmittag, als Flo und Krümel sich genügend im Garten ausgetobt hatten, einen kleinen Gartenspaziergang gemacht haben. Das tat der Katzenseele sicherlich gut. Und nach dem frühmorgendlichen Kellerrundgang liegt sie jetzt wieder entspannt neben mir.
So weit scheint den Umständen entsprechend alles gut zu sein. Und zum Glück nimmt sie es uns wohl auch nicht übel ...
Hallo Silke!
So einen Body habe ich noch nie gesehen. Ist sicher besser als ein Trichter, aber für eine Katze doch auch ungewohnt. Hoffentlich geht es ihr bald besser!
VG
Elke
@ Elke
Mir war so ein Body im letzten Herbst auch noch nicht bekannt. Aber unser Tierarzt sprach vor der Kastration davon. Und zufällig hatten ich dann im www eine Anleitung gefunden, wie man so ein Teil aus einem alten T-shirt ohne nähen anfertigen kann. Maus & Allegra sind 2002 nach der Kastration allerdings auch gut ohne so etwas ausgekommen ;-)
Nur Finja war im letzten Jahr noch am selben Tag schwer damit beschäftigt an ihren Fäden zu knabbern und mit dem selbstgefertigten Body machte sie keinen Schritt. So holte Wolfgang am Nachmittag wegen ihr dann doch schnell noch so ein gekauftes Teil vom Tierarzt. Aber sie verschwand dann unter dem Bett und kam ohne wieder zum Vorschein. Ich glaube die Fäden hatte sie sich damals am dritten Tag schon alle gezogen …
Doch diese OP war schon mehr als eine normale Kastration. Daher war es uns ganz lieb, dass sie jetzt in das Teil reingewachsen war und auch keine Anstalten machte es auszuziehen. Und als sie mir heute über den Zaun in den Nachbargarten abhaute, war ich heilfroh, dass ihre Bauchwunde noch geschützt war. Zum Glück fing es vorhin leicht an zu schneien, und irgendwie hatte sie es beim Gartenspaziergang geschafft die Vorderpfote in den Halsauschnitt zubekommen. Das veranlasste sie wohl nach Hause zu kommen. Und jetzt ist sie vom Body befreit. Etwa 1 Stunde war sie dann damit beschäftigt ihr Fell zu pflegen. Mal schauen, wie morgen die Wunde aussieht. Im Garten wäre es ja besser, wenn sie noch nicht bauchfrei unterwegs wäre ...
Kommentar veröffentlichen