Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ich wollte doch nie einen Hund!


Und nun gehe ich 8 Tage nach Finjas OP schon wieder nachmittags 
mit ihrer Leine bewaffnet zu Finjas Spielstraße, um Madamchen 
zu suchen …

Ihren Body, den wir ihr am Morgen mit vereinten Kräften 
nochmals für den Freigang angezogen hatten, fand ich 
auf dem verwaisten Grundstück neben der 'Villa Gurke'.

Und nachdem ich noch einige Male dort nach ihr rief, kam 
ein graues Etwas aus einem anderen verlassenen Garten -
2 Grundstücke von Villa Gurke entfernt, fröhlich maunzend 
angehoppelt. Glücklicherweise ist der Zaun zwischen den 
Grundstücken nicht ganz dicht, so dass sie an einer Stelle 
unter dem Zaun hindurchschlüpfen kann. Denn mit ihrer 
OP-Wunde hätte ich sie nur ungern über den Zaun gehoben.

Nach ein paar Streicheleinheiten und einem Snack durfte ich 
ihr das Geschirr anlegen. Und im Gegensatz zu früher, wollte 
sie lieber laufen, anstatt auf meiner Schulter nach Hause 
getragen zu werden. Typisch Hund, musste dann jedoch an 
jeder Heckenecke genau nachgeschnüffelt werden, wer 
dort schon gewesen war, und auch sonst war sie an den vielen 
Informationen und Ablenkungen am Wegesrand fürchterlich 
interessiert. Zwischendurch kam ihr in den Sinn, dass sie 
eigentlich noch länger auf ihrer Spielstraße bleiben könnte, 
denn es war ja noch nicht einmal 15 Uhr, und sie war doch 
erst seit 9:15 Uhr on Tour. Also kam sie zwischenzeitlich 
kurz auf den Arm, bis sie mir gurrend oder knurrend 
zu verstehen gab, dass sie wieder alleine laufen wollte.
Vorbeifahrende Rad- und Autofahrer mussten zweimal 
schauen und ziemlich grinsen, wie wir da mal wieder 

Zuhause angekommen, stellte Finja dann aber fest, 
dass sie doch etwas mehr Hunger hatte. Nach einer 
kleinen Fellpflege vor der Heizung verzog sie sich 
recht schnell ins Bett und blieb dort auch sehr lange 
und ziemlich zufrieden liegen.

Und morgen gehe ich nachmittags dann wahrscheinlich 
wieder mit Finja spazieren, wenn andere mit ihren Hunden 
eine Gassirunde drehen ...

Fotos: S.Schneider


6 Kommentare:

Alpha hat gesagt…

Sag niemals NIE: "Ich wollte doch nie einen Hund!" Du weißt inzwischen, was daraus werden kann ;-)...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alpha
Diese Art von 'Hund' reicht mir wirklich ;-) Ich war ja damals ganz erstaunt, als wir Allegra in ihrem häuslichen Umfeld kennenlernten, dass sie mit ihrer Züchterin an der Leine zum Bäcker ging …
Leider hatte Nicole aber dann so viel Stress auf der Fahrt nach Hannover gemacht - sie wollte sie uns eigentlich plötzlich doch nicht verkaufen, dass Allegra die Fahrt auf dem Schoß an der Leine wohl fürchterlich stressig fand. Sie war dann im Sommer 2002 - vor der Kastration, meist nur kurz an der Leine mit im Garten und wartete lieber im Haus auf Maus und uns. Aber Russen können wohl wirklich in manchen Verhaltensweisen hundeähnlich sein. Das reicht mir! Denn wenn Finja diese Marotte beibehält, habe ich mehr Hund, als mir lieb ist ;-)
Allerdings soll es ja bis zu 6 Wochen nach dem Eingriff dauern können, bis sich der Hormonhaushalt normalisiert hat. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. Nur das Ergebnis würde ich jetzt schon gern wissen. Allerdings hat Wolfgang recht - noch so eine OP werden wir zumindest in nächster Zeit nicht machen lassen, falls der Befund tatsächlich negativ ist ...

Ein Garten in der Steiermark hat gesagt…

Was für eine süsse Geschichte... Ich wollte übrigens auch nie Hunde, bin über meine zwei aber jetzt total froh...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ein Garten in der Steiermark
Ich bin aber mit unseren 3 Mädchen & Cäsar als Teilzeit-Kater vollkommen ausgelastet ;-) Fürs Gassigehen bleibt kaum Zeit. Und ich war heilfroh, dass Finja heute kurz vor 12 Uhr von alleine nach Hause kam, da ich zur Zeit voll im Jahres-Abschluß-Chaos stecke und von daher die Mädchen eh' schon etwas zu kurz kommen ...

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
das kann ich mir schon vorstellen, dass der Body nicht gut ankommt bei einer Katze.
Irgendwann habe ich mal eine Frau mit Hund und Katze im Wald spazieren gehen sehen. Sowas sieht man wirklich nicht alle Tage.
Schöne Weihnachten wünscht dir
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
zu Glück konnten wir den Body zum Hemdchen einschlagen, was Finja dann erstaunlich lange akzeptierte, und für die nicht verpflasterte Wunde auch ein guter Schutz war, denn an näcgsten Tag wanderte sie schon durch feuchtes Laub. Diese gut gemeinten tierärztlichen Empfehlungen - nicht springen, nicht rausgehen, da muss es einer Katze sehr schlecht gehen, wenn sie sich daran hält ;-)
Finjas Seelchen tat es jedenfalls gut rauszukommen und freiwillig kam sie dann in den ersten Tagen auch recht schnell wieder ins Haus.

Ich bin froh, dass wir damals schon wenige Tage nach ihrer Ankunft mit der Leine angefangen haben. Für die ersten Gartenspaziergänge vor der Kastration war das gut. Und falls ich sie mal für längere Zeit mit zu meiner Mutter nehmen muss, ist es auch gut, wenn sie die Leine kennen.

Aber Hund und Katz' an der leine stelle ich mir auch lustig vor. Allerdings kenne ich eine Bloggerin, da geht der Kater teilweise freiwillig mit auf die Gassirunde :-)