Montag, 24. Dezember 2018

Das Engels-Orchester


Es war einmal ein 6-köpfiges Engels-Orchester aus den 60ern.
Im Laufe der Jahre kam ab und an ein Engelchen mit einem 
neuen Instrument vom Weihnachtsmarkt hinzu. So füllte 
sich allmählich die Fläche auf dem weißen 'Hausaltar'. Doch 
irgendwann Ende der 80er war daraus schon eine recht 
stattliche Sammlung geworden, so dass sie auf die breite 
Marmorbank in das Blumenfenster zum Garten umzogen. 
Und die von der Gardine abgehängten Schwebengel 
füllten allmählich den Luftraum über dem Orchester.
So war es viele Jahre dann vor dem 1. Advent immer 
ein ganz besonderer Tag, an dem die Engel geweckt 
und wieder aufgestellt wurden. Doch einige Jahre 
verschliefen sie dann leider die Weihnachtszeit in 
ihrem Karton. Denn durch die häusliche Pflege meiner 
Großmutter, fand die Weihnachtszeit dann nicht mehr 
in der 'guten Stube' statt, sondern verlagerte sich ins 
kleinere Wohnzimmer 'für alle Tage'. Und dort schien 
es einige Zeit leider nicht den passenden Rahmen 
für so ein gewachsenes Orchester zu geben.

Doch das www sowie die Möglichkeit gebrauchte und meist 
noch gut erhaltene alte Stücke zu ersteigern, veränderte 
unsere erzgebirgische Weihnachtswelt ab dem Frühjahr 2008.

Die 'gute Stube' ist schon seit einigen Jahren nun auch 
in der Weihnachtszeit kalt. Aber hier hat das Orchester 
ein anderes passendes Umfeld gefunden ...


Fotos: S.Schneider


4 Kommentare:

Ein Garten in der Steiermark hat gesagt…

Das sieht toll aus. Schön, dass es nicht im Karton bleiben müsste... LG

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ein Garten in der Steiermark
Eigentlich wollte mich meine Mutter wohl in dieser Weihnachtszeit schonen, weil all' diese Szenen mit der falschen Stimmung und mangelndem Elan schnell in Arbeit ausarten. Aber ich hätte es wirklich schade gefunden, wenn diese über Jahrzehnte liebevoll zusammengesammelten Dinge in diesem Jahr mal wieder in Kartons hätten durchschlafen müssen. Denn das macht für mich persönlich einen Teil des Weihnachtszaubers aus ...

Sara von Buelsdorf hat gesagt…

Hach, das sieht immer so schön bei Dir und Deiner Mutter aus! Ich selbst kann das bei mir nicht, aber ich liebe es! Habe in der Adventszeit eine liebe Freundin in L. besucht, die in einer Art kleinem Museum lebt :-) Die kann auch so herrlich dekorieren. Es ist immer eine ganz besondere Atmosphäre dort und ich liebe es, möchte am liebsten immer gar nicht weg ... Zum Glück hatten wir dann bis nach Mitternacht zu erzählen, so dass ich das alles geraume Zeit genießen konnte ...

Die leuchtenden Sterne sind ja auch wunderschön! Hast Du nochmal den Link - Du hattest mir mal einen geschickt oder in einem Blog gehabt von diesem Schwibbogen mit den Bäumen ... am liebsten würde ich dort selbst einmal hinfahren, ich weiß aber nicht mehr, wo die ansässig waren.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Stimmt, von der Freundin hast Du schön öfters geschrieben …
Ich finde es auch schade, dass ich in dieser Weihnachtszeit nun wohl nur zusammen mit Wolfgang dort am 1. Advent zum Aufbau, dann Heiligabend zum dort Sitzen & Schauen und nach dem 6. Januar dann zum Abbau sein werde. Gern saß ich in der Vorweihnachtszeit dort einfach auch mal gerne rum. Aber nun habe ich zumindest seit Heiligabend einen Schwung Fotos, die etwas besser sind als aus den Jahren zuvor ;-) Und auch wenn es ziemlich viel Zeit frisst, ich mag auch das Verpacken der Figuren. Alles nochmals in die Hand zu nehmen und sich an den Details zu erfreuen, hat für mich nichts mit Arbeit zu tun.

Tja, die kupferfarbenen Metallsterne waren ein echter Glücksgriff. Das Licht ist wirklich sehr schön. Nur blöd, dass uns dafür bald die Glühlampen ausgehen. Mit LED-Lampen oder Energiesparleuchten wird das wohl auch ganz anders wirken …

Den Link findest Du unter dem Post 'Waldarbeiter und Wanderer'!