Donnerstag, 9. April 2020

Jetzt gelingt die Topfhaltung ...


Schon lange sind die Zeiten vorbei, als das himmelblaue 
Kaukasus-Vergißmeinnicht den Wiesenrand mit leuchtend 
blauen Sternchen füllte. Und nachdem sich die gefräßigen 
Nacktschnecken dort trotz Kaffeesatz immer häufiger 
zum Frühstück und zum Abendmahl trafen, siedelte ich 
eine der geschwächten Stauden an den Teichrand um. 
Aber auch dort konnte es gegen die fiesen Schleimer 
kaum bestehen. In diesem Jahr brachte es eine einzige 
kleine Blütenrispe hervor. Auch ein Pflänzchen, das 
vom Wiesenrand in den Garten meiner Mutter umzog, 
hat es dort nicht leicht. Die beiden weißen Varianten 
vom Wiesengrund sind mir trotz aller Rettungsversuche 
leider schon vor einigen Jahren eingegangen. Und mein 
letztes Wiesenpflänzchen hatte ich sicherheitshalber 
irgendwann getopft. Doch das gefiel ihm gar nicht, denn 
auch dort fielen die Schnecken über es her. In diesem Jahr 
überwinterte es nun auf der Aurikel-Leiter. Und nachdem 
ich einige Zeit mal wieder um sein Leben fürchtete, 

kann ich mich nun endlich nach vielen Jahren
 an diesen himmelblauen Blüten erfreuen ...

Foto: S.Schneider


2 Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
obwohl die Schnecken nach einigen Jahren Trockenheit dezimiert wurden, habe ich auch Verluste zu beklagen. Die Acker-Glockenblume, eigentlich ein wucherndes Etwas, ist nicht wieder gekommen. Ich hatte sie im Herbst gepflanzt und nun ist sie nicht aufzufinden, sicher auch die Schnecken. Mit dem Kaukasus-Vergissmeinnicht geht es mir dir, ist auch immer gefressen.
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Tja, als ich ab 2002 immer mehr Verluste in unserer weiß-blauen Stauden-Sammlung beklagte, kam überall nur Verwunderung auf. Zwar hatte das konsequente und fast tägliche Absammeln von Herbst 2002 bis Herbst 2003 ja etwas geholfen, aber ich gab die Kultivierung diverser Stauden seitdem einfach auf. Denn auch Kaffeesatz nützt rein gar nix. Eher hoffe ich da wirklich auf die Tigerschnegel, aber die brauchen natürlich auch ihre Zeit. Und die letzten beiden trockenen Sommer haben ebenfalls etwas geholfen. Doch die Schnecken sind nun mal da und stehen jederzeit bei den milden Wintern und den gemulchten Böden bereit ... :-(
Die Pfirsichblättrige und die Acker-Glockenblume halten sich bei mir nur noch als Fugenfüller auf der Betonfläche oder auf dem sonnig-heißen Südhof, denn da ist es wohl selbst den roten Schleimern mal zu warm - es sei denn der Regen kommt. Dann ist ihnen auch dort kein Weg zu weit ...