Es ist schon sehr sehr lange her, dass wir unter den herrlichen
alten Obstbäumen zwischen Efeu-Apfelbaum, Zwetschge und
Mirabelle ein Erdbeerfeld hatten …
Zunächst wurden sie dann von einem winzigen Topf Waldmeister,
den ich leider recht früh unter dem Efeu-Apfelbaum pflanzte,
im Laufe der Jahre einfach überrollt. Dann wurde irgendwann
der Waldmeister-Teppich aufgerollt, in den Hochwald umgesiedelt
und die restlichen überlebenden Erdbeeren der Sammlung
nochmals an den alten Ort gepflanzt. Aber der Waldmeister war
stärker - er kam mit seinem zarten Wurzelgeflecht überall wieder
hervor und trieb die Erdbeeren vor sich her. Bis sie teilweise
einen besseren Platz in den Fugen der Betonfläche fanden.
Inzwischen sind nur noch die Walderdbeeren sichtbar geblieben,
und der Waldmeister zog sich in schattigere Gefilde zurück.
Er leidet nun immer mehr unter der Sonne und der häufigen
Sommer-Trockenheit.
Und da auch andere Sämlinge die Fugen der Betonfläche immer
wieder gern bevölkern, zogen ein Teil der Walderdbeer-Kinder
im Laufe der Jahre zum schmalen Schotterstreifen am Haus um.
Doch dort wollten sie wohl wegen der Hitzen und Trockenheit
auch nicht so gern bleiben:
Jetzt haben wir plötzlich ein Erdbeer-Feld im Steinfeld am Haus.
Nur, ob das dem kleinen weißen Storchschnabel vorn am Rand
jetzt auch gefällt?
Foto: S.Schneider

6 Kommentare:
Das ist schon interessant, wie Pflanzen so kommen und gehen. Ich bin ja ein großer Waldmeisterfan, aber für den ist es auf meinem Balkon viel zu sonnig. Dafür habe ich dieses Jahr prächtige (Kultur-)Erdbeerblätter... von Blüten bislang leider kein Spur!
LG
Centi
Die kleinen Walderdbeeren sind wahre Vagabunden. Bei mir wachsen sie meist da,wo eigentlich gar kein Platz für sie ist. Schön, dass sie sich bei dir so ausbreiten dürfen.
Liebe Grüße
Anette
@ Centi
In den ersten Jahren war das wirklich sehr spannend, wer wohin geht - ausufert und verdrängt. Daher kam Wolfgang dann auch ziemlich früh die Idee einen Post 'Auf der Flucht …' über Stauden in unserem Garten zu machen. Und seitdem wir das erkannt haben, lassen wir auch viel mehr einfach geschehen …
Dann drücke ich Dir mal die Daumen, dass es das richtige Wetter für Deine Balkon-Erdbeeren gibt! Walderdbeeren nehme ich auch gern als Unterpflanzung in Töpfen, denn nackte Erde ist ja so gar nicht mein Fall ;-)
@ Anette
Wie ich ja eben schon bei @ Centi schrieb, habe ich sie auch oft als Unterpflanzung in Töpfen - dadurch gebe ich ihnen dann auch noch eine andere Chance zum Vagabundieren, denn sie seilen sich mit ihren Ausläufern auch gern aus den Töpfen ab ;-) Und so kamen sie auch hinten in den schattigen Teil der Betonfläche, denn ich pflanzte sie vor vielen Jahren mal oben auf das gemauerte Hochbeet ...
Teppich? aufgerollt? Geht das so einfach? Bei mir ist der Waldmeister ausgewandert, mitten im Garten in einem Beet fühlt er sich wohl, er wächst noch an 2 weiteren Stellen hinten im Garten. Eine befindet sich neben dem Gartenhaus, das war seine erste Ansiedlung. Von dort wird er wohl eher mal verschwinden, weil da auch der Kirschlorbeer heranwächst,es evtl. zu dunkel darunter für ihn wird. Aber mal schauen. Überall möchte ich keinen Waldmeister, da werde ich dann eine Entscheidung treffen irgendwann. Am Zaun wächst er auch, von mir mal gepflanzt, ganz hinten beim Ahorn. Von dort wandert er aber aus ins Garteninnere, seltsam, obwohl es da ja sonniger und heißer, trockener wird ...
Schön viele Erdbeeren! - Walderdbeeren habe ich auch, noch nicht viel. Hoffe auch, das sie sich mit der Zeit vermehren. Ernten konnten wir bislang noch nichts davon.
Ich frag mich auch immer, welche Stauden zusammen harmonieren, wie bei Dir der Storchenschnabel, so sieht es bei mir in manchen Beeten auch aus. Beim Steinsame z.B. sprießt ab und an eine weiße Taubnessel hervor, deren Blüten ich gerne für Tee ernte. Ob das aber auf Dauer gut geht?
Liebe Grüße auch hier
Sara
@ Sara
in der Steinsame können bei uns nur frühe Zwiebelblumen wie Schneeglanz, Scilla, Buschwindröschen und Lerchensporn bestehen. Knoblauchsrauke und Akeleien kommen stellenweise auch noch hoch, aber die pfirsichblättrige Glockenblume hat schon Probleme und der weiße mittelhohe Storchschnabel ist dort verschwunden. Lediglich die alten Rosen nehmen ihn als Unterpflanzung hin.
Ja, den Waldmeister konnten wir einfach aufrollen, da die Fläche vor der Bepflanzung damals ca 5cm hoch mit Rindenmulch bedeckt war. Und das fand er so gut, dass sein Geflecht mit der Mulchmasse eine Verbindung einging. Die Erdbeeren saßen teilweise tiefer in der Erde.
Nein, Schatten ist nicht das Problem, aber ihm fehlt irgendwann die Feuchtigkeit. Und gegen Beinwell oder Steinsame kommt er auf Dauer nicht an. Dafür, dass ich noch vor Jahren einen Waldmeistergarten fürchtete, ist er nun fast weg.
Die Walderdbeeren schummeln sich bei uns inzwischen überall in den niedrigen Bereichen ein. Aber zum Ernten kmmen wir fast nie - dafür gibt es zu viel Getier, dem die süßen Früchte auch schmecken ;-)
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