Sonntag, 28. April 2019

kleine Kirschen im Regen


Als uns der erfrischende Mittagsregen ins Haus trieb, 
war ich verwundert, dass die verblühte Sauerkirsche 
im Nachbargarten harmonierte. Diese Farben lockten
mich dann kurz in den Regen 

Und ich war erstaunt, dass es zwischen den rötlichen 
Blütenresten schon erste kleine grüne Kirschfrüchte 
zu entdecken gab.

Da haben sich wohl entgegen meiner Vermutung 
Fluginsekten an der Sauerkirsche eingefunden …

Ob im Sommer ihre Früchte nun auch wieder so schön 
prall und saftig hoch oben im Baum auf die Vögel warten? 
Und ob sie in diesem Jahr mal wieder von ihnen geerntet 
werden? Im letzten Jahr sah ich kaum eine Amsel an den
Zweigen, die sich oder ihre Jungen damit versorgte. Da 
machte sich das Usutu-Virus bei uns leider schon sehr früh 
bemerkbar. Aber zur Zeit sehe ich zumindest wieder zwei 
kampflustige Amselmänner. Und im Spätwinter vergnügten 
sich zwei Amselpaare an den Efeubeeren auf der Garage.

Fotos: S.Schneider


4 Kommentare:

Claudia hat gesagt…

Liebe Silke,
die Suaerkirschen haben schon Fruchansätze? Herrlich! Es ist immer wieder ertaunlich, was bei Regenwetter alles in den Lüften unterweg sist ;O)
Amsel, ja, die sind rar geworden, aber auch bei uns sind in diesem Jahr zum Glück wieder ein paar zu sehen! Ich hoffe, der Bestand erholt sich wieder!
Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen schönen 1.Mai morgen!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Ganz erstaunlich finde ich im Gegensatz dazu, dass die Kupferfelsenbirne bis jetzt nur winzige Fruchtansätze hat. Allerdings habe ich sie in den letzten 3 Tagen auch weniger beachtet, da unser Weißdorn ihr jetzt die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Schade, der hat seine Blütezeit nun in die Regenzeit gelegt. Aber heute soll es bei uns ja angeblich schon wieder sonnig und warm werden …

Ganz erstaunt bin ich inzwischen von den Hummel: Die erschienen zwar recht spät bei uns, aber selbst an einem frostigen Morgen war vor einiger Zeit eine schon vor 8 Uhr am Beinwell unterwegs. Und gleich nach dem Regen starten sie auch wieder durch.
Vor vielen Jahren hatte ich mal zur Apfelbaumblüte einen riesigen Schwarm Fluginsekten gesehen, die auch die Obstbaumblüten bestäuben - leider schlummern die Bilder noch im Archiv und den Namen der Insekten habe ich inzwischen vergessen, da sie mir nie wieder begegnet sind. Aber es gibt also noch Alternativen zu Bienen & Hummeln. Und zum Glück hielt unsere Sauerkirschblüte ja so lange an, dass auch die Wildbienen noch zwei oder drei Tage dort aktiv waren :-)

Tja, am Amselsterben trugen im letzten Jahr leider auch noch dazu unsere Katzenmädchen eine Mitschuld. Aber irgendetwas war da im letzten Sommer auch sonderbar: Denn unsere Maus wurde von den Amseln schon als kleine Katze so extrem angegriffen und beschimpft, dass sie schon bald keinen Versuch mehr unternahm ihnen nachzustellen. Selbst die Amselkinder konnten schon vor Jahren auf dem Steg laufen und vom Papa gefüttert werden. Diese Amsel-Generation verhielt sich im letzten Jahr so ganz anders. Aber vielleicht waren sie ja auch schon geschwächt …

Tja, mal schauen, ob Wolfgang mit seinen Mäusen heute Nacht in den Mai tanzt ;-) Einen Plan haben wir ja ...

Sara von Buelsdorf hat gesagt…

Wow, die sind wirklich schon weit! Insekten haben wir auch genug, aber es war einfach nicht warm genug. Euer Garten scheint doch geschützter zu liegen, trotz der neuen "Freiheit" durch die fehlenden Bäume ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das ist durchaus möglich, dass nach dem Fällen der beiden Grenzfichten im Dezember 2011 die Sauerkirsche jetzt mehr und länger Sonne bekommt. Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Und das Wäldchen schützt sie vorm kalten Ostwind und das Haus vorm Westwetter.
Mit der 'neuen Freiheit' hat das nichts zu tun - die befindet sich hinter dem Wäldchen ...