Fast jeden Tag gibt es seit dem Herbst ein trauriges Foto
von den 3 sterbenden Fichten im nördlichen Nachbargarten.
Wahrscheinlich war die im Winter 2013 umgekippte Fichte
in unserem Hochwald der Auslöser für dieses Fichtensterben.
Hätten wir das damals geahnt, dass unsere Fichte - die sich
jahrelang als Totholz so malerisch und grenzübergreifend
an die älteste Fichte im Nachbargarten angelehnt hatte -
dafür verantwortlich ist, wir hätten sie umgehend aus dem
'Gemeinschafts'-Wäldchen entfernt. Aber wer ahnte denn,
dass durch die extrem trockenen Sommer der Borkenkäfer
auch ein Problem für alte Siedlungsgärten werden könnte.
Oder trägt auch unser spontanes Friederike-Rosen-Hochbeet
eine Mitschuld an diesem Problem?
Seit einigen Wochen steht nun fest, dass auch die älteste
der 3 Fichten - ganz rechts im Bild, gegen den Borkenkäfer
machtlos ist. Sie hat zwar noch etwas Kraft aufgebracht
einige neue Triebe zu bilden, aber immer mehr Nadeln
an ihr werden nun auch braun ...
Ob ich unser gekapptes Fichtenkind, ein Spüttelbäumchen
im südlichen Schattenbeet und die 2 Sämlinge in Töpfen
auf Dauer vor dem Angriff der Borkenkäfer schützen kann?
Foto: S.Schneider
Aber dieses Problem gibt es ja nicht nur in unserem Garten.
Auch auf dem Blog 'Ein Fachwerkhaus im Grünen' wurde vor
einiger Zeit das Ende der Fichten gezeigt …
Und so traurig das alles ist, so ist es trotzdem auch Natur.
Und daher verlinke ich diesen Post zum Naturdonnerstag
auf dem Blog 'jahreszeitenbriefe'.

10 Kommentare:
Hallo Silke,
schade. Es kann schon sein, dass das Totholz den Borkenkäfer angelockt hat. Und Trockenheit ist super für die Käfer...
VG
Elke
@ Elke
Aber im Idealfall hat das beim Hochbeet mit dem riesigen Insektenhotel geklappt ;-) Vorgestern sah ich - allerdings oben auf den waagerechten Schnittkanten - so einige Löcher. Und einige waren verkleistert. Alles hat eben mindestens 2 Seiten. Und ich glaube, da spielen jetzt/oder vielleicht schon immer zu viele Faktoren mit, dessen Ausmaß der Mensch gar nicht alle berücksichtigen kann. Außerdem wäre es ein Wahnsinn gewesen die gefallen Friederike-Stämme alle aus den Gärten zu bekommen. nur vielleicht hätten wir zumindest die Rinde von den Fichtenstämmen abschälen müssen. Aber nun bleibt es wie es ist.
Nur blöd, dass ausgerechnet die noch ältere und noch gesunde Fichte bei unseren Nachbarn an der Ostgrenze dem dortigen Nachbarn so ein Dorn im Auge ist, dass er auf eine Fäll-Genehmigung hofft. Es wäre so schön, wenn wenigstens ein paar hoHe Nadelbäume den Greifvögeln als Aussichtsplatz erhalten blieben. Und ich hoffe, dass unsere Douglasie nicht auch noch umgeweht wird, zu sehr unter Trockenheit leidet oder ein anderer Schädling einzieht ...
Ich wollte gerade sagen, woher weißt Du denn, dass Euer Baum Schuld am Sterben des Nachbarbaumes ist? Robuste Gehölze widerstehen eher, als geschwächte. So hat es sicherlich auch seinen Sinn, wenn die Käfer darin aktiv werden, wenn es auch schade ist.
In unserem Dorf wurden auch viele Bäume gefällt, nicht wegen Käfer sondern wohl aus Angst vor weiteren Orkanen. Nur schneidet der Mensch sich damit ins eigene Fleisch! Wenn wieder solch ein Sommer wie letztes Jahr kommt, wird es schnell unerträglich ohne höhere Bäume als Schutz. Und überhaupt - diese nackten Gärten lassen jegliches Rest-Leben verdorren ...
Liebe Grüße
Sara
@ Sara
Das ist ja nun inzwischen überall in den Medien zu hören, dass die Pflanzen durch die Trockenheit nicht mehr die Kraft aufbringen den Borkenkäfer zu 'verharzen' - dazu fehlt ihnen das Wasser. Und das ist auch in unseren Gärten so. Um unsere kleine Fichte, die jetzt noch abgestorben im Hochwald steht, damals zu retten, hätte ich wohl alle paar Tage den Teich fluten müssen, damit er durch den Überlauf den Hochwald gewässert hätte. Aber im letzten Jahr war ich schon recht vorsichtig mit dem Wasserverbrauch, denn wenn unser Grundwasserspiegel durch die Pumpenbenutzung zu stark abgesunken wäre, dann hätten noch viel mehr Bäume bei uns und in der Nachbarschaft gelitten. So konnte ich ihr schon im letzten Frühsommer beim Sterben zusehen. Nur dabei habe ich mir nichts gedacht, denn sie stand sehr eng zwischen anderen Wachholdern und wurde sogar von der Buche bedrängt.
Vom Problem mit den Borkenkäfern habe ich erst in diesem Frühjahr gehört und kombiniert - nachdem nun auch die 3 Fichten im Nachbargarten jeden Tag brauner wurden und plötzlich auch das nackte Holz am noch grünen Baum zu sehen war. Zumal der Specht sich dort auch immer häufiger aufhielt …
Tja, mal schauen, was nach diesem Gartenjahr noch an Bäumen steht. Der herrliche alte Apfelbaum im südlichen Garten ist auch nur noch ein Bruchteil von dem, was er mal war. Der wird sicherlich auch noch in diesem Herbst gefällt :-(
Dem Sterben von Bäumen zusehen zu müssen, ist für mich auch immer schlimm... Doch Natur ist immerwährender Wandel und die Vielfalt der Lebewesen, die an Totholz gebunden sind, ist unvorstellbar hoch. Wo nun Platz wird eines Tages durch die fehlenen Fichten, wird etwas Neues entstehen. Lieben Gruß Ghislana, schön, wieder mal bei dir zu lesen...
Ja, ich denke auch, das ist ein allgemeines Problem und nicht durch einen spezifischen Garten bedingt.
Andere Schädlinge werden ja mittlerweile auch zum Problem, ich war vor kurzem schockiert, wie viele Bäume dem zum Opfer fielen ...
https://geitelde.wordpress.com/2019/04/08/schock-im-wald-und-geitelde-film-morgen/
Andererseits war das Borkenkäfer-Problem auch früher schon mal da, in den 80er Jahren ... und hatte sich mittlerweile irgendwie in Luft aufgelöst, man hörte jedenfalls nicht mehr viel davon.
https://www.ufz.de/export/data/2/84232_fb_kapitel01.pdf
Nichts bleibt wie es ist - damit müssen wir uns wohl abfinden. Ich staune auch immer wieder, wie schnell aus einem nackten Garten, wie der unsrige seinerzeit war, ein kleiner "Urwald" werden kann und irgendwann fallen dann wiederum die Bäume, ob durch Stürme oder Krankheiten ... und neues Leben entsteht, ganz wie bei Mensch und Tier auch ...
Liebe Grüße
Sara
@ Ghislana
Es kommt darauf an wie ein Baum sterben muss. Ich gebe zu, als unser kleiner sehr alter schräger Apfelbaum so nach und nach abstarb - er war wohl altersschwach und litt als erster unter den trockenen Sommern, da tat es zwar weh, denn es war mein liebster Obstbaum. Aber er blieb uns als Totholz-Rankstütze noch lange erhalten. Seine Reste verschwanden erst, als Friederike uns die Kiefer in den Garten warf …
Bei der Kiefer und der im Nachbargarten tat es besonders weh, denn beide waren gesund, markant und ein Dreamteam im grenzübergreifenden Wäldchen. Ohne sie haben beide Gärten viel von ihrem Charme verloren. Und so ein Kombination wächst eben auch nicht so schnell nach :-(
BeimEfeu-Apfelbaum fand ich es so schlimm, dass er trotz des extremen Schneebruchs im November 2016 tapfer kämpfte - erblühte und trug sogar noch Äpfel. Aber als die Kiefer im Januar 2018 auf ihn knallte, da war das sein Todesurteil. Und trotzdem ist es schön, dass er dem Efeu noch einige Jahre als Rankgerüst dient. Und seinen gebrochenen Ast möchte ich sogar möglichst auf der zu pflasternden Fläche erhalten. Mal abwarten, ob das gelingt …
Gestern sah ich, dass sich die Krähen beeilen müssen - die brüten hoch oben in der noch etwas grünen Spitze der ältesten Fichte. Und ich hoffe nur, dass die 'kleine' alte Eiche jetzt nicht noch den Eichen-Prozessionsspinner anlockt bzw. bei der Fällung der 3 Fichten Schaden nimmt.
@ Sara
Ich bin der Meinung, dass dem Borkenkäfer damals aber auch der Kampf angesagt wurde, und das Holz möglichst schnell dann abtransportiert wurde, um die Schäden nicht noch größer werden zu lassen. Oder war das erst nach Kyrill? Da es dann auch die Angst davor gab - auch ohne die zu trockenen Sommer? Jedenfalls empfand ich die Schäden durch den Borkenkäfer im Harz schon vor einigen Jahren ziemlich heftig.
Es wird halt immer deutlicher, wie wichtig eine gute Mischkultur ist, denn dann haben es Schädlinge nicht ganz so einfach. Bei uns standen da halt mal 6 Fichten recht dicht beieinander. Und wenn ihnen dann das Wetter die Kraft raubt …
Klar erobert sich die Natur schnell die Freiflächen zurück - zumal wenn es da Hopfen gibt :-(( Aber solche Wäldchen brauchen dann doch ihre Zeit. Und das werde ich nicht nochmals erleben. Das war eine einmalige Gelegenheit mit dem alten Obstbaumbestand und dem grenzübergreifenden Misch-'Wald'. Außerdem bekomme ich ja jetzt schon ständig Ärger mit unseren südlichen Nachbarn wenn unsere Bäume und Sträucher an der Grenze die 5m-Marke erreichen. Und das Problem haben unsere nördlichen Nachbarn auch an der Grenze zu ihren nördlichen Nachbarn. Da wurde nämlich deswegen auch schon eine ganz alte Buche gefällt. Das nächste Google-Satelieten-Bild von den beiden Grundstücken wird schrecklich aussehen :-(
ich finde es auch immer schade wenn Bäume sterben müssen
besonders wenn sie gesund sind..
bei mir gegenüber im Nachbargarten stand eine wunderschöne Fichte als Solitär
sie hatte nur Rasen um sich ..ev. Fallrichung wäre in den eigenen Garten hinein gewesen .. denn so kommt der Wind..sie wurde umgehauen..keine Ahnung warum
jetzt steht noch eine herrliche Birke im Garten hintendran
aber sie leute sind alt
wenn das Haus mal verkauft wird machen die neuen Leute sie vielleicht auch um :(
pch hoffe für euch dass die restlichen Bäume dann gesund bleiben
und vor allem dass der Sommer nicht so extrem heiß und trocken wird
liebe Grüße
Rosi
@ Rosi
Von den 3 Fichten haben wir keinen Sonnenschutz - sie stehen im nördlichen Nachbargarten. Aber bei uns hat es Jahre gedauert bis wir wieder etwas gewachsenen Schatten am Haus hatten - als wir wegen dem Ärger an der Südgrenze unsere zwei damals ca. 40 Jahre alten Fichten fällen lassen mussten. Und nun nervt unseren Nachbarn auch noch der restliche Grenzbewuchs, der nur uns Schatten spendet …
Ja, das Alter der Gartenbewohner spielt sicherlich eine Rolle - wenn große Bäume zu viel Arbeit machen … Und den wohltuenden Schatten mögen auch viele nicht. Die sitzen dann lieber auf der sauber gepflasterten Terrasse unterm Sonnenschirm. Und die meisten, die Teiche haben, verfluchen dann auch die Bäume. Da prallen leider ganz unterschiedliche Vorstellungswelten aufeinander ;-(
In diesem Jahr bin ich jedenfalls heilfroh, dass wir unsere riesige Scheinakazie noch nicht gekappt haben - sonst hätte unser Garten hinter dem Wäldchen kaum noch Charme ...
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