Sonntag, 10. März 2019

Sonntagsausflug


Nachdem Finja kurz nach 7 Uhr das Haus verlassen hatte, kam 
bei mir so gegen Mittag mal wieder ein mulmiges Gefühl auf. 

Denn kurz nachdem wir - wie fast jeden Morgen, die Gartentür 
für die drei Katzenmädchen öffneten, fing es an zu regnen. 
Und während Flo & Krümel dann häufiger im Haus auftauchten,
 um zu fressen oder sich manchmal sogar den feuchten Pelz 
trocknen zu lassen, blieb Finja verschwunden …

Gegen 17 Uhr schickte ich Wolfgang dann in den Regen, um 
für Finjas eventuelle Rückkehr das Haus offen halten zu können. 
Doch etwa 20 Minuten später kam der schon lang erhoffte Anruf. 
Er hatte Finja auf ihrer Spielstraße gefundenUnd inzwischen 
war sie bereits aus dem Nachbargarten auf das ihr so vertraute 
unbewohnte Grundstück gekommen. 

Sie saß nun mal wieder in 'ihrer Villa Gurke' im dem muffigen 
zusammengelegten Teppich und machte so gar keine Anstalten 
das Regal unter dem morschen Schuppendach zu verlassen, um 
mit Wolfgang nach Hause zu gehen.

Irgendwann war es ihm jedoch gelungen Finja mit einigen Snacks 
zum kleinen unteren Spalt der verklemmten Tür zu locken, doch 
bald darauf zog sie sich leider wieder zurück.

Mit dem unguten Gefühl, dass es an diesem regenreichen Tag 
schneller dunkel werden würde, und Finja nun wahrscheinlich 
mal wieder unterzuckert und daher etwas verwirrt bzw. zu 
verängstigt sein könnte, machte ich mich bald nach dem Anruf 
dann sicherheitshalber auch auf den Weg.

Wolfgang stand noch immer freundlich rufend und mit etwas 
Abstand vor der Schuppentür. Nun versuchte auch ich es mit 
weiteren Snacks das teilweise leise maunzende Graukätzchen
 unter der Tür hervor zu locken. Nur mehr als das Köpfchen, 
das mir die Happen zumindest aus der Hand nahm, war nicht 
zu sehen. Und irgendwann verschwand sie dann wieder durch 
das Gerümpel zurück ins Regal.

Es dauerte ziemlich lange, bis wir sie mit etwas Futter 
kurz aus dem Regal locken konnten. Doch diesmal traute 
sie sich einfach nicht weit genug hervor. Und uns versperrte 
die querliegende Leiter jegliche Möglichkeit sie zu packen, 
um sie dann durch den glaslosen Fensterrahmen zu heben.

Irgendwann fühlte sich Finja wahrscheinlich zu sehr bedrängt 
und flüchtete blitzschnell durch den schmalen Türspalt aus 
ihrem Schuppen zurück in den Nachbargarten. Zum Glück 
konnte ich gerade noch erahnen, dass sie sich unter eine 
große graue Plane auf der überdachten Terrasse verkroch.

Inzwischen hatte sich der Dauerregen nun plötzlich auch 
noch in Schneeregen verwandelt. Und auf unser Rufen 
reagierte Finja jetzt gar nicht mehr. So entschlossen wir 
uns nach einiger Zeit dann an der Haustür im Nachbarhaus 
zu klingeln. Doch, wie schon erwartet, rührte sich dort 
nichts. Denn schon im Oktober wurde uns auf der Suche 
nach Finja damals der Zutritt durchs Haus in den Garten 
 mit dem Wort 'ungern' verweigert.

Also blieb mir nichts anderes übrig als vom unbewohnten 
Villa-Gurke-Grundstück über den Zaun zu steigen, um auf 
der Terrasse nach Finja zu suchen. Nach einer gefühlten 
Ewigkeit hörte ich unter der Plane endlich ihre zaghafte 
Stimme. Und irgendwann fühlte ich sogar etwas plüschig-
weiches unter der Folie auf einem Holzstuhl. Das 'einfach' 
Zupacken verhinderte die Rückenlehne des Sessels auf dem 
sie sich von mir jedoch glücklicherweise streicheln ließ. 
Und so dauerte es noch ein Weilchen, bis sie vom Stuhl 
sprang und unter der Plane hervorkam. Unter leichtem 
Protest konnte ich sie dann schnell auf den Arm nehmen, 
in die Jacke wickeln und zum Zaun tragen. Dort legte ihr 
Wolfgang dann das Katzengschirr an, damit sie uns nicht 
nochmals entwischen konnte. Und als auch ich dann 
über den Zaun gekommen war, übergab mir Wolfgang 
die feuchte Auswanderin, so dass 

ich sie etwas wettergeschützt in meine Jacke hüllen konnte.

Nun aber ganz schnell nach Hause!

Auf so einen feucht-verschneiten Sonntags-Spaziergang 
hätten wir und wohl auch Finja prima verzichten können!

Aber wie schon so oft, wollte Finja trotz des wirklich 

Als wir endlich im Haus ankamen, lag Krümelchen noch 
und Flo hatte auf der Decke im Bett gar nichts vom Wetter 
oder unserem abenteuerlichen Sonntagsausflug bemerkt.

Fotos: W.Hein


warm und kalt



Schön wieder Zuhause zu sein …

Während Krümelchen ganz gemütlich auf dem Plüschkissen 
unter der wärmenden Leuchte in der Kleiderkammer schlief,
waren wir notgedrungen einige Zeit außer Haus: Um 17 Uhr,
als Wolfgang auszog, um Finja nach über 9 Stunden mal
wieder zu suchen, startete er im leichten Dauerregen. Etwa
20 Minuten danach kam sein Anruf, dass er die Streunerin 
wieder in der 'Villa Gurke' gefunden hatte, sie dort aber 
noch nicht zu fassen bekam. Wenig später folgte ich ihm
denn unsere Wanderin war bei dem alles durchnässenden 
Regen so gar nicht gewillt, ihre muffige 'Villa Gurke' auf dem 
unbewohnten Grundstück auf der Parallelstraße zu verlassen.
Und während wir dann so einige Zeit mit Katzensnacks und 
allerlei Überredungskünsten versuchten, Finja aus dem total
verfallenen Schuppen hervorzulocken, wandelte sich der 
Regen immer zu Schneeregen. Ausgerechnet in dem Moment 
flüchtete unser ziemlich verstörtes Kätzchen auch noch aus 
dem Schuppen in den Nachbargarten unter eine überdachte 
Terrasse und blieb dort einige Zeit lautlos im Versteck einer 
grauen Plastikplane über einer Hollywoodschaukel. Erst nach 
vielen Rufen vernahmen wir wieder ein zartes Stimmchen. 
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie sich unter den gut 
verpackten Gartenutensilien hervorlocken und auf den Arm 
nehmen ließ. Beim immer stärker werden Schneefall blieb 
sie jedoch nur unter leichtem Protest auf dem Nachhauseweg 
auf dem Arm. Auch wenn sie meist gut verpackt in der Jacke 
bleiben konnte, streckte sie das Köpfchen hervor, sodass sich 
schnell eine kleine weiße Haube zwischen den Spitzöhrchen 
bildete. Und die letzten Meter bestand sie dann doch darauf 
auf eigenen Pfoten über den inzwischen weißen Boden zu 
laufen. Als wir drei endlich bibbernd zuhause ankamen, 
sah es plötzlich im Garten sehr winterlich weiß aus … 

Wie gut, dass wir unsere Abenteuerin rechtzeitig einsacken 
konnten. Denn so viel 'russisch blaugefrorene' Katze sollte
 Finja nicht sein.

Foto: S.Schneider


Samstag, 9. März 2019

Im Gleichschritt marsch ...



Na ja, mit dem Gleichschritt ist das wohl zu viel verlangt. 
Aber die Drehung nach links klappte bei den drei grauen 
Katzenmädchen am frühen Morgen erstaunlich gut. Wenn 
sich morgens die Gartentür öffnet, ist oftmals der Teich 
ihr erstes Ziel …

Foto: S.Schneider


blühender Seidelbast ohne Blütenbesucher



Jetzt sind die Blüten vom weißen Seidelbast 
ganz weit geöffnet und warten sehnsüchtig 
auf ihre Blütenbesucher 

Doch der Zeitpunkt ist nicht gerade günstig. 
Zwar scheint ab und an nach dem Regen auch 
wieder die Sonne, aber der teils starke Wind 
bzw. die zeitweiligen Sturmböen behindern 
erheblich den Flugverkehr.

Und so warten auch heute die Blüten vergeblich.

Dabei ist sein Blüten-Zeitpunkt für die Fluginsekten 
eigentlich so optimal! Der Winterjasmin, die Scilla
Schneeglöckchen und Krokusse sind bereits verblüht. 
Das Lungenkraut fängt zaghaft an, die Schneeforsythie 
hat leider kaum Blüten, der rosa-weiße Ribes sowie 
die Scheinquitte brauchen noch ein Weilchen. Und 
die Helleborus orientalis 'Hochzeitskleid' hinter dem 
blühenden Strauch bringt wieder einmal nur einige 
Blätter hervor.

Fotos: S.Schneider


Und da dieser kleine Strauch am Wiesenrand nun aber 
mein ganz großes Frühlingsglück ist, schicke ich ihn 
auch heute noch einmal 'zur Vorfrühlingsglück Linkparty


Freitag, 8. März 2019

Fast den Hasen erschlagen ...


Nach den wundervollen Frühlingstagen im Februar
zeigt uns der März jetzt sein stürmisches Aprilwetter. 
Und so war ich morgens beim ersten kurzen Blick 
in den Garten heilfroh, dass ich nur reichlich herab 
gewehte trockene und auch kleine frische Zweige 
der Korkenzieherweide vor dem Treppenhaus sah. 

Erst gegen Mittag hatte ich heute die Gelegenheit 
die 3 grauen Katzenmädchen in den Garten zu lassen 
 hinteren Teil des Gartens. Alle Bäume und Büsche 
sahen zum Glück unbeschadet aus. Denn nachts 
hörten sich die Sturmböen, die ums Haus tobten 
zeitweilig wirklich gefährlich an. 

Und Friederike hatte uns die herrliche alte Kiefer 
am 18. Januar 2018 am frühen Nachmittag ja nahezu 
lautlos diagonal in den Garten geworfen und so dann
nebenbei auch den Efeu-Apfelbaum, unseren Glastisch 
fast unter ihr begraben ..

Aber heute schien alles spurlos an Haus & Garten 
vorüber gegangen zu sein.

Nur einen der drei Obelisken hatte der Sturm 
aus dem Beet geworfen 

Wie gut, dass diese Lenzrosen noch nicht so weit sind!

Und was wäre wohl mit den 3 Rosen passiert, die eigentlich 
schon längst in den drei Obelisken ranken sollten? Da müssen 
wir wohl vor der Pflanzung noch über eine besser gesicherte 
Verankerung im Boden nachdenken 

Tja, und so ein Ganzjahres-Hase lebt im Garten halt immer 
gefährlich. Er hat ein paar Schrammen in dieser stürmischen 
Nacht vom Obelisken-Fall davongetragen.

Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 7. März 2019

Auch so eine Gefahrenquelle ...



Während Krümelchen nach dem ersten stürmischen 
Gartenspaziergang einige Zeit im Plüsch-Körbchen 
über dem Backofen im Küchenfenster schlief, …

fiel mir ein, dass das Katzengras in der Fensterbank 
mal wieder etwas Wasser gebrauchen könnte. Und 
als ich den Übertopf dann griff, um ihn kurz auf 
der Küchenzeile unter den Wasserhahn zu halten, 

… war ein Zeckenweibchen ziemlich fix 
auf meinem Handgelenk unterwegs.

Wie gut, dass sich das transparente Klebeband griffbereit 
auf dem Küchentisch befand, um das Tierchen zu stoppen,
 bevor es in meinem Ärmel verschwand. Dann wurde es 
sofort fest verklebt 

und danach im Klebestreifen zerquetscht. Denn in 
der austretenden Körperflüssigkeit können Borrelien 
enthalten sein. Daher sollte man den Hautkontakt 
meiden. Eine sichere und gute Möglichkeit die Zecke 
schnell zu töten und nicht lange leiden zu lassen.

Und wie kommt es nun zu dieser Haushaltsgefahr?
Ganz einfach: Unsere drei grauen Katzenmädchen hatten 
am vergangen Wochenende mal wieder ein Spot-on gegen 
Zecken und Flöhe erhalten. Aber das hindert die Zecken 
und Flöhe nicht daran den 'Katzen-Bus' aus dem Garten 
zu nehmen, um ins Haus zu gelangen. Und wenn dann 
zum Beispiel Krümel am Gras in der Fensterbank knabbert, 
steigt die hungrige Zecke einfach aufs Gras um, denn 
dort riecht es so herrlich nach Katzen und Mensch 

Fotos: S.Schneider


Mittwoch, 6. März 2019

Schneeforsythie



Ja, sie blüht auch bei uns - und in diesem Jahr 
sogar mal wieder in strahlendem Weiß!

Nachdem meine Mutter mir freudig am Telefon erzählte, 
dass ihre Schneeforsythie jetzt blüht, musste ich auch 
mal ganz schnell zu unserem versteckten Strauch schauen. 
Denn die Zeiten als ich den üppig blühenden Frühlings-
blüher vom Bett aus hinten im Garten sehen konnte, die 
sind leider seit einigen Jahren vorbei. Inzwischen steht 
sie zu sehr versteckt und hat zur Zeit auch kaum Blüten-
rispen gebildet. Mal wieder Garten im Wandel …

Aber gleich darauf griff ich zumindest zum Astschneider, 
um die vertrocknete blaue Kiefer neben ihr zu entfernen. 
Und nach der Blüte bekommt sie mal wieder einen Form-
schnitt, etwas Dünger und hoffentlich mehr Pflege.

Foto: S.Schneider


Dienstag, 5. März 2019

Der Aronstab blüht schon ...



Eine herrlich Pflanzkombination, die den Aronstab 
schon jetzt zur Blüte bringt …

Zuerst waren nur ganz kleine wasserblaue Scilla-Blüten da. 
Dann gesellten sich vereinzelt die Blättchen vom Aronstab 
dazu. Und während nun die Schneeglöckchen unter der Magnolie 
verblühen, verdeckt der wachsende Aronstab die Scilla-Blätter.

Fotos: S.Schneider


Kommt da noch was?


Es ist wirklich ein merkwürdiges Frühjahr:

Frischgrüner Austrieb an der Rosa multiflora im Wäldchen 
und dazu leuchtend rote Hagebutten in der Abendsonne.

Wie gut, dass ich schon am vorletzten Wochenende
einige Triebe dieser Wildrose etwas eingekürzt habe.
Und jetzt legt sie mit dem Neuaustrieb richtig los.
Nun wird es wirklich Zeit für den Rosenschnitt, denn 
im Nachbargarten begann bereits am Sonntag bei 
leicht feucht-kaltem Wetter die Forsythienblüte 

Bleibt nur die Frage, was geschieht mit all' den 
Hagebutten? Kommt irgendwann im März oder gar 
erst im April nochmals der Winter? Dann würden sich 
die Vögel sicherlich über die Rosenfrüchte freuen.

Fotos: S.Schneider


Montag, 4. März 2019

Wie sie sich gleichen ...


Nicht nur durch die Fellfarbe erinnert Finja mit ihrem 
helleren Silbergrau an Allegra. Auch ihre etwas elegantere Art 
sich zu bewegen und auch ihre schmaleren Gesichtzüge ähneln 

Und inzwischen ist Finja die Einzige, die uns noch bei der Arbeit
bevorzugen alle drei Mädchen die Futterboxen auf dem Tisch 
als Liege- bzw. Schlafplatz.

Und da Wolfgang heute Vormittag ziemlich lange mit 
unserem Drucker-Problem zu kämpfen hatte, schlief Finja 
dann irgendwann unter dem Arbeitstisch plötzlich ein.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Dienstag, 5. März 2019:
'Schöne neue Wegwerf-Welt!' Es ist es schon faszinierend,
wie schnell sich inzwischen so ein Druckerproblem lösen lässt … 

Denn kurz nachdem uns gestern früh mal wieder die schwarze Tinte 
ausgegangen war, und umgehend für den nächsten Tag neue Patronen
 nachbestellt wurden, meldete unser Drucker zum zweiten Mal in 
seinem Leben ein Druckkopf-Problem. Nach diversen Tests und dem 
anschließenden Blick auf das Rechnungsdatum stand fest, dass auch 
er nach 1 1/2 Jahren am Ende seiner Laufzeit angekommen war. 
Und auch wenn das Modell nun sicherlich nicht durch seine lange 
Lebensdauer punkten kann, so ist es zumindest eines der wenigen 
Modelle, das mit unseren alten Laptops noch zusammenarbeiten 
kann. Denn für die neueren Geräte bekommen wir inzwischen keine 
Druckersoftware mehr, die mit unseren schon wieder veralteten 
Betriebssystemen zusammen arbeiten kann. Und außerdem hatten 
wir bis auf die schwarze Tinte noch 5 Farbpatronen für dieses Modell 
im Schrank.

Heute Nachmittag trudelten dann sogar schon nacheinander 
die Tintenpatronen und der Kombi-Drucker an der Haustür ein. 
Und abends wurde das neue vertraute Geräte bereits in unsere 
Arbeitswelt integriert. Nun warten bereits 2 Kombi-Geräte mit 
defekten Druckköpfen in unserer Garage auf den Abtransport 
zum Recycling-Hof. Aber es ist insgesamt betrachtet leider
immer noch günstiger recht schnell wieder ein Arbeitsgerät 
zu erhalten und die bereits vorhanden Farbpatronen jetzt 
noch zu nutzen. Und der Nachhaltigkeits-Gedanke kommt 
dann vielleicht später einmal - beim nächsten Gerät