Sonntag, 7. Oktober 2018

Erntedank ...


Was für ein wundervoller Herbstag! Die 3 Katzenmädchen 
toben schon seit den frühen Morgenstunden durch die Gärten. 
Während Krümelchen jedoch meist in unserer Nähe bleibt, 
und energiegeladen voller Lebensfreude durch Haus & Garten 
flitzt, sind Flo & Finja auch häufiger in den umliegenden 
Nachbargärten unterwegs.

Dabei hat doch eigentlich unser Wildwuchsgarten viel mehr 
zu bieten als die anderen - oftmals übersichtlicheren und 
wesentlich ordentlicheren Gärten.


Diesem Ordnungssinn haben wir es nun aber zu verdanken, 
dass wir heute so eine Art Erntedankfest feiern können: 

Denn schon vor einer Woche hatten wir die zum Süden 
viel zu auswanderfreudige Rosa helenae in ihre Schranken 
zurückweisen müssen. Dabei fielen meterlange, üppig 
mit kleinen Hagebutten besetzte Ranken der Schere 
zum Opfer. Gern hätten wir diese Gartenfrüchte noch 
einige Zeit dort für die Tiere zum Ernten an der Grenze 
belassen. Aber da unsere südlichen Nachbarn ihren Garten 
rechtzeitig im Frühherbst winterfein aufräumen, sind dort 
herabfallende Hagebutten und wehrhafte Grenzgänger -
etwas über Kopf, immer wieder ein Ärgernis. Und leider 
werden sogar die zahlreichen Blüten, mit denen die 
etwas zu wuchsfreudige Rosa helenae in 3 bis 4m Höhe 
im Frühsommer viele Insekten ernährt, meist nur murrend 
geduldet. Denn auch wenn eigentlich nur wir uns durch 
die höhere Südbepflanzung das Sonnenlicht im Garten 
nehmen, so stört unsere Nachbarn leider trotzdem der 
immergrüne blühende hohe Hintergrund hinter 
ihrem 2m hohen Holzzaun im Norden …

Auch für den grenzüberschreitenden üppig mit roten Beeren 
besetzten Cotoneaster, der sich in der Ecke zwischen der Ost- 
und Südgrenze befindet, war mal wieder die Zeit gekommen.
Diese fast 1m langen wundervoll leuchtenden Zweige waren 
noch viel zu schön für den Shredder. Und so fanden sie heute
in einem alten Einkochkessel zusammen mit den langen Ranken 
der Rosa helenae einen neuen Wirkungskreis neben dem Taxus 
am morschen Steg. 

Fotos: S.Schneider


2 Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
den Berggarten haben wir ganz spontan noch besucht. Wir hatten eigentlich ein Ticket mit Zugbindung, aber dann festgestellt, dass das nicht für den Nahverkehr bindet. Also sind wir am Sonntag einfach von Walsrode nach Hannover und haben den Tag dort verbracht.
Hast du eigentlich schon gesehen, was aus der Rose geworden ist, die ich aus deinen Hagebutten gezogen habe?
https://guenstiggaertnern.blogspot.com/2018/06/aschenputtel-oder-cinderella.html
Der reinste Stacheldraht! ;-)
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Toll, dass der Berggarten zeitlich für Euch dazwischen gepasst hat! Mir scheint, dass er Dich nun ebenso fasziniert hat wie uns damals zu Studienzeiten bzw. als Pflanzenratgeber für die Neuanlage unseres Gartens ...
Nur ich muss gestehen, dass er vor dem Expo-Bau, der dort jetzt steht, und seitdem wohl schon mehrere Nutzungsideen erfahren hat, sogar noch idyllischer war. Mag sein, dass sich seitdem aber die Toiletten-Situation etwas gebessert hat. Die war damals echt heftig!

Nee, Stacheldraht geht anders ;-) Schade, dass es nur ein 'Aschenputtel' wurde. Aber vielleicht braucht sie auch noch etwas Zeit! Geduld bringt Rosen - meine brauchten teilweise über 10 Jahre, um mit ihrer Blütenfülle zu beeindrucken. Nur in wie weit das in Deinem Null-Euro-Beet machbar ist???