Die Bilder von unserer über viele Jahre liebevoll gesammelten
Schutzengel-Band im Rahmen hatten vor einigen Tagen noch
einen ganz anderen Post-Anlass. Denn eigentlich wollte ich
den Tag der deutschen Einheit aus meiner ganz privaten Sicht
der erzgebirgischen Figurenwelt betrachten …
Doch nun verleidet im Jahr 2018 neben der Datenschutzgrund-
verordnung - DSGVO, auch das Thema Werbung immer mehr
die früher so unbeschwerte Bloggerfreude. Sind unsere Posts
über die diversen Sammlungen schon Werbung? Wir befinden
uns inzwischen anscheinend in einer schwierigen Grauzone:
Denn wir haben alle auf unseren Blogs gezeigten Produkte
selbst gekauft - sie wurden uns nicht vom Handel bzw. den
Herstellern zum Testen oder zur Werbe-Präsentation zur
Verfügung gestellt.
uns inzwischen anscheinend in einer schwierigen Grauzone:
Denn wir haben alle auf unseren Blogs gezeigten Produkte
selbst gekauft - sie wurden uns nicht vom Handel bzw. den
Herstellern zum Testen oder zur Werbe-Präsentation zur
Verfügung gestellt.
Und auch die Links in den Posts sind nur ganz private Verweise
zu unseren persönlichen Bezugsquellen. Denn es gar nicht
so einfach zum Beispiel so eine so Band zusammenzustellen.
Einige der Engel konnten wir nämlich wesentlich günstiger
als gebrauchte Figuren über Ebay ersteigern oder kaufen.
Und viele Erzgebirgs-Internetshops führen meist nur einen Teil
des reichhaltigen Sortiments, das Günter Reichel schon
Im Laufe der Jahre haben sich auch einige Figuren im Design
etwas verändert, so dass es für uns als Sammler bisweilen
auch erstrebenswert ist nun beide Varianten zu besitzen.
Bisher waren wir davon ausgegangen, dass wir im Rahmen
der Posts z.B. über unsere Sammel-Leidenschaft, die nicht
von Herstellern oder vom Vertrieb unterstützt wurden - und
zukünftig auch nicht unterstützt werden, Links zu unseren
Bezugsquellen setzen können, ohne den Beitrag sogleich
im oberen Bereich als Werbung zu kennzeichnen. Aber nach
vom 26. Juni 2018 auf 'www.absatzwirtschaft.de' werden wohl
fast alle unsere zukünftigen Posts zu einer Werbeplattform,
die reichlich Produktplatzierungen enthalten. Denn selbst
das kleine Reichel-Logo auf dem nächsten Foto der Big Band
ist dann ja tatsächlich Schleichwerbung, wenn es nicht
gekennzeichnet ist …
Hier werben also die kleinen Dekowürfel für sich selbst.
Bei der Pauke + Trommel gibt es diesbezüglich kein Problem.
Auch dieser Teil der Band ist werbefrei!
Dem kleinen Blasorchester ist das alles sowieso egal.
Und die haben einfach nur Spaß.
Ob man hier vielleicht oben rechts auf dem Rahmen
das winzige Logo auf dem Dekowürfel mit viel Aufwand
vergrößern kann, um auch hier Werbung nachzuweisen?
Es ist schon ziemlich verrückt, wie das früher einmal
so unbeschwerte Freizeitvergnügen mit einer grenzenlosen,
unkomplizierten Austauschmöglchkeit jetzt überall unter
ständige Beobachtung bzw. unter Kontrolle gerät.
Der Post über die Vor- und Nachteile der Wende für
die erzgebirgische Figurenwelt fällt heute leider aus.
Aber vielleicht erscheint er zum nächsten Tag der
deutschen Einheit dann auf DekoGerümpel ...
Fotos: W.Hein






6 Kommentare:
Ach ja, durch die DSGVO ist auch das Thema Werbung mal wieder hochgekocht! Daher erwähnte ich das in einem Atemzug. Habe es nochmal etwas umformuliert unterm Header, weil es vorher missverständlich war.
Hier fand ich heute noch etwas zum Thema, zwar wegen Instagram, betrifft ja aber alle Plattformen ...
https://www.berliner-rechtsanwaeltin.de/rechtsgebiete/blog-und-recht/rechtliche-anforderungen-kennzeichnung-von-werbung-in-blogs/
Wenn sich selbst die Gerichte und Anwälte nicht einig sind, was sollen wir denn dann davon halten???
Ich lese hier vor allem bezahlte Werbung heraus bzw. die mit Vergünstigungen, auch wenn es sich "nur" um Werbegeschenke handelt.
Und "Flying Uwe" ist ja nochmal eine ganz andere Nummer! ;-)
https://www.gruenderszene.de/allgemein/kennzeichnung-werbung-influencer
Habe Dir gerade eine Mail geschickt.
Liebe Grüße
Sara
@ Sara
Danke für die Links. Ich fühle mich jetzt bestätigt, dass wir sicherheitshalber auf allen Blogs einen entsprechenden Hinweis zum Thema Werbung einbauen sollten. Denn auf meine Bezugsquellen möchte ich auf den verschiedenen Blogs deswegen nicht verzichten. Denn das waren teils sehr schöne 'analoge' Einkaufserlebnisse an die ich mich gern zurück erinnere. Aber offensichtlich darf man die ja nur noch verbal im privaten Bereich kundtun. Demnächst muss man aber wohl sogar im persönlichen Gespräch mit Freunden und Nachbarn wegen des Verbraucherschutzes dann ein Werbeschildchen an der Kleidung tragen oder bei bestimmten Sätzen so ein 'Achtung Werbung!-Schild hochhalten … ;-((
Hallo Silke,
da stimme ich dir zu: Eine verrückte Welt, was einfach nur Spass gemacht hat,ist einem ja fast verleidet. Danke für deine Gedanken zu meiner Vorstellung vom Flohmarkt, ich kaufe selten etwas, wir sind dabei den Haushalt zu verkleinern,da muss nicht noch etwas dazu kommen. Bummeln auf den Märkten das tue ich gerne.
Liebe Grüße
von Edith
@ Edith
Na ja, wir sollten uns immer vor Augen führen, dass Google sicherlich nicht ohne kommerziellen Hintergrund Blogger vor jahren ins Leben gerufen hat ;-) Das wird nur manchmal gern vergessen, was wir dafür alles an Daten von uns preisgeben, die wiederum marketingtechnisch und für was auch immer genutzt werden. Auch wenn die EU uns ja nun gerade seit Mai 2018 davor schützen wollte ;-) Es gab und gibt nun leider reichlich noch recht schwammigen Verwaltungskram, den vor allem kleine Unternehmen und arglose Blogger jetzt ausbaden müssen. Die können sich nämlich keine professionellen Berater leisten, die nun überall wie Pilze aus dem Boden schießen, um von dem neuen Geschäftszweig zu profitieren. Und was nun rechtens ist, was Grauzone bleibt, und wer von wem dafür verklagt oder abgestraft werden kann/darf - das ist wohl noch lange Zeit ziemlich undurchsichtig. Da brauchen wohl auch die Gerichte zunächst mal eine vernünftige Schulung/Nachhilfe ...
Ebenso verhält es sich jetzt mit dem Thema Werbung auf Blogs und in den anderen sozialen Medien. Wie Sara so schön an anderer Stelle schon schrieb, am sichersten fährt man nun wohl mit dem Begriff 'Dauerwerbesendung!'. Wolfgang ist jetzt für den Zusatz ' Dieser Blog enthält Produktplatzierungen' - wie es teilweise jetzt ja auch schon im Fernsehen bei bestimmten Sendungen zu sehen ist. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob Verbraucherschützer mit dem Begriff 'Produktplatzierungen' einverstanden wären. Denn der arme Konsument muss doch ganz klar erkennen können, dass er jetzt beim Lesen gleich durch eine böse Werbung zum Kauf verführt werden könnte …
Mir geht der Verbraucherschutz in manchen Bereichen in Deutschland jetzt wirklich zu weit - zu viel Bürokratie und Bevormundung am falschen Ort. Während an anderer Stelle, wo es wirklich wichtig wäre, die Gesetzgebung sich ganz offensichtlich gern und möglichst lange vertändelt ;-(
Ach ja, bei mir ist und bleibt es Ebay mit der faszinierenden Vielfalt - auch wenn wir eigentlich nicht mehr genug Lagerplatz für all' die schönen Dinge haben ;-) ich mag gebrauchte Produkte - teils sogar mit einer Lebensgeschichte. Denn ab und an bekommen die Dinge dort auch etwas mehr Geschichte mitgeliefert, da sich aus dem Verkauf nette Mails mit Zusatzinfos ergeben.
Aber real auf dem Flohmarkt oder im Trödelladen ist so etwas natürlich noch viel schöner. Meine Mutter erinnert sich noch immer gern an den kleinen Laden zurück, wo sie dieses selbstgebaute Karussell zufällig für unsere Bären erstanden hatte:
https://baeren-im-garten.blogspot.com/2014/12/saus-und-braus.html
Es gehörte früher einer alte Dame aus Bad Harzburg, von der der Händler es abgekauft hatte. Und als Wolfgang seine Geschichte mit dem Karussell gepostet hatte, sind wir mit dem Ausdruck nach Bad Harzburg gefahren. Da war die Freude natürlich groß, dass das alte Spielzeug eine so ungewöhnliche Nachnutzung erfahren hatte ...
Da kann ich nur zustimmen. Die DSGVO macht uns das Leben wirklich nicht leichter und andererseits kann ich in dieser Verordnung auch überhaupt keinen Nutzen sehen. Auf vielen Blogs muss ich jetzt einfach nur noch ein Häkchen setzten, um zu bestätigen, was ich sowieso schon weiß, und das nervt irgendwann nur noch, genauso wie die Cookie Richtlinie.
Viele liebe Grüße
Wolfgang
@ Wolfgang
Genau, der Nutzen ist ziemlich verfehlt … Die, die es treffen sollte, die finden genug Mittel und Wege fast genauso wie früher weiterzumachen.
Ich bin zum Beispiel erstaunt, dass es ein paar Tage nach dem Termin im Mai fast keine Spams in meinem Postfach mehr gab, aber nach 1 bis 2 Wochen wurden es wieder viel mehr. Da wurden wohl doch wieder alte Daten aktiviert - nur sitzen die Verursacher wohl eher ungreifbar im Ausland.
Manche Newsletter-Versender haben nur mitgeteilt, das man jetzt problemlos wiedersprechen/abbestellen kann. Und andere haben das Problem gleich in eine neue Werbebotschaft verpackt und nochmals 5% für die neue Bestellung des Newsletters mit aktualisierten Daten angeboten.
Der Wildwuchs ist unverändert. Und es stimmt, da es keine genormte Datenschutzerklärung gibt, kauft man beim ok für einen Newsletter, einem Kaufvertrag oder sogar auch beim Hausarzt nun weiterhin 'eine Waschmaschine …' Denn wer nimmt sich ernsthaft die Zeit, um all' die verschiedenen Datenschutzerklärungen zu lesen!
Da besteht wirklich dringender Nachbesserungsbedarf. Aber bis sich dort etwas vernünftig ändert, gibt es sicherlich schon wieder eine Reihe neuer internetter Probleme - da kann die Gesetzgebung wahrscheinlich gar nicht hinterherkommen ...
Kommentar veröffentlichen