Freitag, 20. Dezember 2019

20. Dezember 2019




Wärmender Ingwertee

Welch ein Glück: nach einem ausgedehnten Spaziergang 
erfrischt und mit glühenden Wangen nach Hause zu kommen, 
die kalten Finger an einer Tasse heißen Tee wärmen und 
es sich so richtig gemütlich machen. 

Hier das Rezept für einen wärmenden Ingwertee: 
Ingwerwurzel in dünne Scheiben schneiden. Mit einem Liter 
kochendem Wasser überbrühen, fünf Minuten ziehen lassen 
und dann durch ein Sieb in eine Thermoskanne gießen. 
Das tut gut!


Ja, nach der gestrigen Zwiebelsuppe könnte ich es heute 
vielleicht einmal mit Ingwertee versuchen, um meinem 
noch immer nicht verschwinden wollenden Herbsthusten 
die gelbe Karte zu zeigen …

Aber es war nicht das kalte Winterwetter, das bei mir 
wahrscheinlich zum x-ten Rückfall führte, sondern das 
herrliche Frühlingswetter am Dienstag. Als ich nach 
einigen sonnigen Gartenfotos in Katzenbegleitung 
noch einen längeren Plausch über den Gartenzaun 
über die im nächsten Frühjahr nachzuverdichtende 
grüne Grenze mit unserer nördlichen Nachbarin hielt. 
Dabei hatte ich mich vielleicht etwas verkühlt, und 
übte mich gestern dann leider trotz des wundervollen 
fast windstillen und warmen Wetters überwiegend 
im Betthüten. 

Aber zumindest schaute ich gestern im richtigen Moment 
kurz in unseren Teich am Haus: Denn in dem Teich wohnt 
nun tatsächlich wieder ein Fisch! Vor einigen Monaten war 
eine Flo nämlich fremdfischen und brachte ihren Fang ganz stolz 
zu uns in den Schiffskeller. Wolfgang ergriff damals blitzschnell
 das zappelnde Tier und beförderte es in den Teich. Und danach 
war der Goldfisch nicht mehr zu sehen. Doch inzwischen lichtet 
 und gestern zog der rot-glänzende Fisch mit einigen kleinen 
Schuppen-Fehlstellen recht gemütlich seine Bahnen ganz dicht 
unter der Wasseroberfläche. Nun brauchen wir also mindestens 
einen Gesellschafter für ihn, oder müssten herausfinden, wo 
unsere Flo fremdfischen geht …

Es wäre also allerhöchste Zeit es dem Fisch im Gartenteich 
gemütlicher zu machen. Nur das wäre mit meiner Erkältung 
nun gar keine gute Idee das Schilf zu schneiden und einige 
Blätter sowie abgeknickte Halme aus dem Teich zu entfernen. 

Es wird schon spannend, ob wir an diesem Wochenende 
Denn bei diesem Frühlingswetter brauchen wir eigentlich 
keine Weihnachtsdeko im Garten. Da wären die Zweige 
in ein paar Wochen als Winterschutz für die viel zu 
voreiligen Pflanzen sicherlich hilfreicher.

Und da ich im Moment nicht so ganz fit bin, war ich glücklich, 
als Wolfgang mir heute gegen 2 Uhr das Adventskalender-Foto 
abnahm. Denn wir warten schon wieder auf Finja. Sie ist seit 
gestern gegen 14 Uhr außer Haus. Das Wetter ist anscheinend 
viel zu schön, um drinnen zu verweilen. Und durch das sonnig-
warme Wetter spielen die Hormone wohl vieler Tiere schon 
wieder verrückt. Denn die Vögel singen teilweise so fröhlich 
wie im Frühjahr. Da ist es schwer in Winterstimmung 
zu kommen …

Daher ist diese eher winterliche Szene aus dem Erzgebirge 
mit den über viele Jahre zusammengesammelten russischen 
Musikern und Gabenbringern auch nur eine Kurzzeit-Deko. 
Inzwischen sind all' die Figuren und Bäume schon wieder 
in ihren Kartons verpackt und warten auf bessere Zeiten. 
Denn das verspielte Krümelchen würde sicherlich auch 

Foto: W.Hein


das Türchen Nummer 20 erstaunlicherweise unheimlich 
gut zu unserem Fisch-Thema - auch wenn es sich bei 
dem angebotenen Stück um ein Säugetier handelt. Aber 
da halte ich mich jetzt mal zurück. Denn für die schon 
seit Jahren geplante Hafen-Spelunke im Puppenhaus 
meines Urgroßvaters, ist das Teil leider viel zu groß 


2 Kommentare:

Mascha hat gesagt…

Oh, russische Musiker - das paszte aber gut zur DDR, vermutlich wurden die Figürchen ja in dieser Zeit hergestellt! Ich kenne solche nicht aus Kindertagen - war es doch ohnehin kaum möglich, so etwas hier im Handel zu ergattern, das ging ja fast alles in den Export und brachte Devisen, der Rest wurde unter der Hand verkauft und wir hatten in den "Kunstgewerbeläden" leider keine Bekannte als Verkäuferin arbeitend...
Ich erinnere mich an eins der wenigen Privatgeschäfte, da fuhr der Eigentümer selbst überall herum und brachte von den Herstellern Blaudruck, Keramik oder auch Figürchen mit und stellte sie dann freitags nach Ladenschlusz ins Fenster. Samstags war sowieso zu und montags stand schon früh um 6:00 eine Schlange dort vorm Laden, die war wesentlich länger als heute bei der Tafel (wo ich gestern doch allerhand bekommen hab und die Feiertagsailentation ist nun gesichert).

Dann viel Erfolg bei der Gartenarbeit (es tut mir oft in der Seele weh, irgendwas noch Lebendes abzuschneiden, aber anders gehts ja auch nicht immer) - ich war gestern ebenfalls fleiszig drauszen bis zum Dunkelwerden. Heute stehen nun noch Wege an und am WE unser Gabentisch-Spaziergang rauf in den Wald.
Liebe Grüsze
Mascha,
die sich jetzt einen Ingwertee brühen wird, denn Ingwer gabs gestern auch, freu :)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mascha
Die Musiker habe ich erst bei Ebay wiederentdeckt :-) Sie erinnern mich an die alten schwarz-weißen russischen Zeichentrickfilme, die ich als fast Grenzkind sehen konnte.
Aber die ersten 4 Musiker ohne Gesicht stammen tatsächlich aus der DDR - etwa wohl aus Mitte der 70er. Aber sie waren wohl tatsächlich Bücke(e)ware. Meine Mutter bekam sie von einer Arbeitskollegin geschenkt, die ebenfalls - wie mein Vater - rechtzeitig geflüchtet war, und dann bei ihren Besuchen in der Heimat wohl auch so manches schöne Teil mitbringen konnte. Von ihr bekam sie auch einen kleinen Dittmann-Engel ( https://wolletest.blogspot.com/2019/12/12-dezember-2019.html ) mit Posaune. Aber die Figuren und den Namen des Holzdesigners lernte ich erst viel später über Ebay kennen.
Doch, wenn ich mir anschaue, was es um Dresden herum zur Zeit wieder alles an schönen alten Dingen bei Ebay gibt, dann gab es wohl früher einen florierenden unter-Tisch-Handel …
Jedenfalls war es bei uns in den 70ern ein richtiger Luxus sich solche Dinge in den wenigen Geschäften oder bei Karstadt zu kaufen/überhaupt zu finden. Und schon bald kamen dann in den 80ern die billigen schlecht gemachten Fernost-Plaggiate.
Vielleicht haben auch deswegen die Figürchen aus dem Erzgebirge ab dann auch nicht mehr diese früher so faszinierende Qualität - zu waren vergleichsweise zu teuer.

Kappen der Gehölze und ein Rückschnitt finde ich aber ok. Nur Fällen, da mag ich mich nicht mit anfreunden. Da halte ich lieber die Bäume & Sträucher in Form. Nur die Scheinakazie und einige andere wurden leider in den letzten Jahren vernachlässigt. Aber die können wir wieder in ihre Schranken weisen ...

Das Wetter sieht für Euren Waldbesuch eben recht vielversprechend aus!
Kein Wunder, dass Finja noch nicht nach Hause kommen mag :-(
Ich werde mir heute auch eine Ladung Ingwer und wieder Zwiebeln besorgen. Weihnachten krank und erschöpft im Bett - das habe ich oft genug gehabt!