Freitag, 30. November 2018

Kaffeesatz ...


Nachdem Finja kurz nach 8 Uhr nun schon wieder 
Richtung 'Villa Gurke' - oder wo auch immer, gen Osten 
in fremden Gärten verschwunden war, blieben Krümel 
und ich allein im Garten zurück. Und da Krümel besonders 
am frühen Morgen kätzische oder menschliche Gesellschaft 
schätzt, holte ich endlich den Kaffeesatz aus dem Haus.

Denn auf unserem riesigen Frederike-Rosen-Hochbeet 
können wir noch reichlich Kaffeesatz aus dem Büro und 
der heimischen Pressfilter-Kanne als Bodenverbesserer 
gebrauchen. Ebenso kommt der Gemüse- und Obstabfall 
seit einigen Monaten jetzt einfach aufs Hochbeet. Denn 
so können sich zunächst noch ein paar Tierchen ganz 
bequem daran laben. Und die angerotteten Kompostreste, 
die hinter den vielen dicken Fichten- und Kieferstämmen 
für uns von der Betonfläche aus nahezu unsichtbar sind, 
verschwinden zusammen mit der nächsten zu pflanzenden 
Container-Rose dann später im Pflanzloch.

Eigentlich wollten wir vor der Bepflanzung für das Hochbeet 
noch reichlich Erde besorgen, da das Hauptfüllmaterial aus 
Fichten- & Kieferästen sowie deren geshredderten Nadeln 
besteht. Doch der extrem heiße Sommer hat das Füllmaterial 
schon sehr gut angerottet und auch zusammensacken lassen. 
In Kombination mit dem geshreddertem Grünschnitt aus 
dem Garten, den Küchenabfällen sowie dem gesammelten 
Kaffeesatz hat sich bereits eine kleine abwechslungsreiche 
Mulchschicht gebildet. Außerdem hat die Blutbuche im 
Nachbargarten inzwischen wieder reichlich braunrotes Laub 
auf der Fläche verteilt. So benötigen wir nun nur noch 
zum Bepflanzen mit Rosen und Stauden einige Säcke mit 
nahrhafter Erde, die wir später als Gemisch mit Hornspänen 
und etwas Lehmboden in die Pflanzlöcher geben. Geduld 
bringt nicht nur Rosen 

Das Laub der Scheinakazie kommt bei Zeiten dann auch noch 
aufs Hochbeet. Aber möglichst ohne die vielen Saatkörnchen, 
die jetzt immer häufiger von unserem riesigen Baum zu Boden 
segeln. Und die 'böse' dicht schließende Plastik-Box geht nach 
dem Wochenende dann zurück ins Büro, denn darin lässt sich 
der Kaffeesatz prima sammeln und transportieren.

Und hier steht nun meine Kaffeesatz-Sammel-Gießkanne 
direkt neben der Gartentür. Denn unsere Pressfilterkanne 
spülen wir vor der nächsten Benutzung nur ganz kurz mit 
etwas Wasser aus. Dieses nahrhafte Kaffee-& Wassergemisch 
hat nun wirklich nichts in der Kanalisation zu suchen - das 
kommt lieber gleich an die Rosen, an Stauden oder Sträucher. 
Einen klassischen Kompost brauchen wir wirklich nicht. 
Es geht viel bequemer …

Fotos: S.Schneider


6 Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
ich habe mich noch nicht getraut, den Kaffeesatz aus dem Büro mitzunehmen. Dabei würde da auch reichlich anfallen. Außerdem traue ich dem Braten nicht, dass das wirklich ordentlich kompostiert wird in der Firma, denn es sind immer Tüten in den Abfallbehältern. Auch wenn die kompostierbar sein sollten, wollen die Entsorger das ja nicht in ihrem Kompost haben, wenn es so nach Plastik aussieht.
Hoffentlich geht es eurem hormongebeutelten Kätzchen bald besser!
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Als Chef vons Ganze, darf Wolfgang sich das mit dem Kaffeesatz erlauben ;-) Aber in der Firma gab es bis vor einiger Zeit auch noch eine Pad- sowie eine Kapsel-Maschine … Ich muss zugeben, der Kaffee schmeckt auch mal, aber besonders bei den Kapseln ist das ja der ökologische Wahnsinn hoch 10. Die neue Maschine kommt nun ganz ohne Filtertüten und anderen Schnickschnack aus. Da steht jetzt einfach der Sammelbehälter daneben. Nur müssen wir wohl noch einen etwas größeren Transprotbehälter finden, der ist zu schnell voll …

Etwas ruhiger ist Finja jetzt zum Glück geworden. Der Test am vorletzten Donnerstag war ein echter Stress-Test. Finja war zwar in der Zeit anders rollig als damals Allegra, aber sie stand ziemlich unter Strom. Und selbst gestern, als wir dachten, sie kommt jetzt endlich zur Ruhe, war sie wieder bis 21Uhr außer Haus. Ich hoffe nicht, dass sie vot/für die OP nochmals Hormone bekommt, damit die Gewebereste besser zu lokalisieren sind. Sie ist schon jetzt ziemlich erschöpft.

Ein Garten in der Steiermark hat gesagt…

Wir haben eine Espressomaschine und dünge auch mit Kaffeesatz - den Pflanzen freuts. Genieß Deinen 1. Adventsonntag.

Sara - Waldgarten hat gesagt…

Ihr habt ja auch Gemüseabfälle auf dem Kompost bzw. Beet! Bei uns hat sogar die Gemeinde ein Schreiben herausgegeben, dass das unerwünscht ist! Ich dachte immer, das gilt für Milch, Ei- und Fleischreste, aber Gemüse???
Gibt es bei Euch auch derartige Vorschriften? Bei uns muß man wegen der Einsehbarkeit des Grundstücks ja immer mit "Feind sieht mit" rechnen ...

Habe gerade die Geschichte von Villa Gurke gelesen ... ist ja witzig! Hatte schon überlegt, was das zu bedeuten hat ... bevor ich es las ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ein Garten in der Steiermark
Unser häuslicher Kaffeesatz geht meist an Hedi Grimm neben dem Steg. Die wird teilweise als Strauchrose oder kleine Rankrose bezeichnet. In Sangerhausen - im Europa-Rosarium, war sie allerdings schon vor Jahren ca. 4 oder 5m hoch. Und hätte ich sie nicht zwischendurch mal eingekürzt, wäre unsere wohl schon bei 6m. Bis auf Kaffee und Bananenschale bekommt sie keinen Dünger. Das sagt wohl alles ;-)
Der 1. Advent war für uns zwar fürchterlich anstrengend, aber dafür ist meine Mutter jetzt glücklich. Bei ihr steht jetzt die Deko aus Schwibbögen und anderen Erzgebirgsfiguren. Ich hoffe, ich komme endlich mal wieder dazu in diesem Jahr ein paar Bilder davon zu zeigen …
Und unsere 3 Mädchen haben sich wohl einigermaßen verstanden. Wir hatten schon Bedenken, dass wir Finja wieder hätten mitnehmen müssen. Dann wären wir gestern wohl nicht mit dem Wohnzimmer fertig geworden. Zumal Engel, Rehe, Wildschweine & anderes Getier sowie all die Winterkinder bestimmt Katzenspielzeug geworden wären ;-)

Ich bin schon gespannt, wie Ihr die Weihnachtszeit verbringt. Ganz dezent und nur für die Tiere?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Also mir ist nichts bekannt. Und unsere südlichen Nachbarn hatten früher nur mal Probleme mit Obstabfällen auf unserem Hochwald-'Kompost' weil es in ihrer Sitzecke zu sehr im Sommer roch. Nur unseren 'Komposthaufen' gab es schon lange bevor sie sich da eine Sitzecke eingerichtet hatten. Aber das Problem ließ sich lösen. der Küchenabfallhaufen wanderte weiter in die Mitte und wurde in heißen Sommern teils mit Grünschnitt abgedeckt. Eierschale geht bei mir sowieso gleich auf die Töpfe der Hellebori. Und die Mengen an Gemüse- und Obstabfällen fallen bei uns eh' nicht an. Früher als wir noch Apflbäume hatten war das zeitweilig mal mehr. Und als die Mirabelle früher sehr gut trug und die Früchte in die bepflanzten Flächen fielen, da schien es mir, dass da auch mal ein Rattenloch unter dem Baum war. Aber bei Cäsar und 3 sehr aktiven Mausefängerinnen brauchen wir uns da keine Sorgen mehr zu machen.

Tja, 'Villa Gurke' ist echt witzig, kostet aber auch verdammt viel Nerven. Vorgestern kam sie auch erst um 21Uhr nach Hause, wohl Wolfgang versucht hatte sie gegen 19 Uhr auf der Straße abzuholen - zur Zeit extrem hormongesteuert ...