Während sich Krümeline gestern auf der Autofahrt zur Tierklinik in Lehrte fast die Stimme aus dem Hals schrie, und im Wartezimmer zusammen mit einer weißen Katze sofort ein Maunzkonzert anstimmte, saß sie im Sprechzimmer plötzlich ganz still im Körbchen. Sie schaute sich zwar ganz kurz mal um, ...
tauchte dann aber lieber wieder ab ...
Und auch während der Besprechung saß Krümeline weiterhin geduckt im geöffneten Körbchen und wartete ab. Wenn ich da an unser Strampelchen beim letzten Wiegen im November zum Impftermin beim Tierarzt denke, war sie bei diesem Wiegen fast lammfromm. Und auch beim kurzen Abtasten des kleinen Knubbels unter dem Kinn, sowie der obligatorischen Untersuchung blieb sie erstaunlich widerstandslos sitzen. Zum Glück war die Untersuchung schnell vorbei, und sie durfte zurück ins Körbchen.
Ob es doch daran liegt, dass es zwischen einem Kleintier-Tierarzt und einer Klinik mit einer gesonderten Abteilung für Katzen einen spürbaren Unterschied gibt? Jedenfalls wurden wir soweit beruhigt, dass der Knubbel noch recht klein und wahrscheinlich nicht bösartig ist. Und zur Luftröhe gibt es zur Zeit auch noch ausreichend Platz. Trotzdem sollte der Eingriff nicht zu lange verschoben werden, so dass Krümeline im Juni bereits unters Messer soll ...
Und während Wolfgang die 90,-€ für eine erstaunlich kurze Voruntersuchung/Vorbesprechung bezahlte, durfte sich Krümeline etwas genauer im Auto umschauen. Doch auch im kleinen Kofferraum war sie noch sehr still:
Die Fahrt über wollte sie lieber auf dem Körbchen sitzend aus dem Beifahrerfenster schauen. So wie sie es damals bei der Abholung während der über zweistündigen Fahrt gemacht hatte. Nur war sie damals wesentlich neugieriger und entspannter, als da Häuser, Autos und sogar LKWs an ihr vorbeirauschten. Diesmal hechelte sie sogar mehr als auf der Hinfahrt. Aber das zuvor im Auto angebotene Wasser wollte sie ja nicht trinken ...
Endlich Zuhause angekommen, wurde sie schon beim Anblick der Haustür etwas ruhiger. Und als sich dann gleich die Gartentür für sie öffnete, merkte man ihr an, wie sie allmählich vor dem Treppenhaus zur Ruhe kam. Irgendwann stand sie noch etwas verwirrt im Haus. Also setzte ich sie ins Gartenfenster vor ihren Leblings-Wassernapf. Aber trinken wollte sie noch immer nicht.
Und, da Flo gleich interessiert schaute:
In solchen Momenten gibt es inzwischen den Bringdienst ins Bett ...
Danach verschwanden die beiden Mädels für die nächsten Stunden im sonnig-warmen Garten.
Und gegen 16 Uhr kündigte sich ein helles freudiges Krümel-Stimmchen wieder unten im Garten an. Doch auch Wolfgang gelang kein Foto oder Video, wie sie dann blitzschnell übers Gründach flitzte, um uns auf dem Balkon zu besuchen.
Fotos und Videos: SchneiderHein
Auch Paulchen ist heute am Maunztag ganz still, und schleckt auf dem Blog 'Neue Doseninhalte' lieber Wasser auf seine Art ...





4 Kommentare:
Mit einer Katze zum Tierarzt zu müssen ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Durch eine Erfahrung in der eine freilaufende Katze im Auto unter dem Bremspedal klemmte, haben wir alle grundsätzlich im Korb. Ich wünschte mit einen Korb, aus dem die Katzen aus dem Fenster gucken könnten - allein der Ehemensch will das nicht und so haben wir einen geschlossenen Weidenkorb, den man von oben öffnen kann. Für den Tierarzt und die Helferin praktikabel, auch für den Moment, wo man eine unberechenbare Katze wie damals unseren Hermann , unter ein Handtuch packen muss um untersuchen zu können.
Ein positives hatte euer Tierarztbesuch: der Knubbel bei Krümel scheint nichts erstes zu sein. Das ist erfreulich auch wenn es heißt jetzt einen nächsten Termin zur Entfernung wahrnehmen zu müssen.
LG Christiane
Das Abenteuer mit den Pedalen hatten wir auch. Allerdings erst nach der Ankunft, als wir noch genug Zeit hatten und Krümel im geschlossenen Auto aus dem Körbchen ließen. Plötzlich war sie fast verschwunden. Und wir waren uns nich sicher, ob es im Fußraum einen Durchgang zum Motorraum gab. das wäre in der Pampa auf einem fremden Parkplatz fatal gewesen. Da sollten wir in einer ruhigen Minute sicherheitshalber ohne Katze mal genauer nachschauen.
Ein Weidenkörbchen hatten wir für Maus & Allegra auch angeschafft. Allerdings hatte ich damals selbst im Peugot 205 Probleme den Korb auf den Schoß zu nehmen. Und der arme Herr Katze wurde mit seinen fast 16 Jahren noch in den kleinen weißen Weidenkorb verfrachtet, in dem wir ihn im August 1994 aus Winsen an der Aller als kleinen Kater abgeholt hatten. Das war beim x-ten stressigen Tierarztbesuch allerdings fatal, a er mir kraftvoll mit seinem entzündeten Mäulchen in die Hand biß - als er partout nicht mehr austeigen wollte. Danach konnte ich über Kleinanzeigen am Wochenende noch schnell eine graue günstige Plastikbox bei uns in der Nähe finden. Es hat sich gezeigt, dass die Teile gerade bei ängstlichen Katzen von Vorteil sind. Denn wenn sie sich weigern auszusteigen, dann lassen sich die katzen mit wenigen Handgriffen auf dem Untersuchungstisch freipellen. So blieb Herr Katze dann bei Infusionen einfach in der Unterschale der Box sitzen. Und auch Flo bekam später so ihre Spritzen. Außerdem ist die Kraulklappe für längeres Warten beim Tierarzt bzw. auf der Fahrt auch von Vorteil.Und wenn man vernünftig/verkehrssicher unterwegs ist, gurtet man die Box ja auch an ...
Allerdings dieser grüne Korb mit Netzgewebe passt bei mir noch gut auf den Schoß. Hat eine entnehmbare und waschbare Plüschfell-Auskleidung, innen eine Möglichkeit zum Befestigen eine Leine und mehrere Reißverschlüsse zum Öffnen, so dass er tatsächlich auch als schlafkörbchen funktioniert. Nur über eine Zusatz-Sicherung von 2 Reißbverschlüssen müssen wir noch sorgen, denn sonst öffnet Krümeline durch das Köpfchen-dagegendrücken an einer Seite plötzlich den Korb. Und den praktischen Tragegriff würde ich lieber nicht nutzen. Wenn plötzlich die Reißverschlüsse dem Katzengewicht nachgeben. Aber dafür gibt es einen stabilen Tragegurt. Den werden wir beim nächsten Mal auch nutzen. Gut finde ich auch, dass sich der Plüschbezug komplett in der Unterschale befindet, und dort kein freies kaltes Plastik zu spüren ist. Ich gehe zwar davon aus, dass wir sie am Nachmittag schon ziemlich munter zurückbekommen, aber falls sie doch noch etwas neben der Spur ist, kann sie im Körbchen auch ziemlich bequem ihren rausch ausschlafen. Da hilft vielleicht auch der dunkle Farbton ...
So, jetzt habe ich plötzlich fast eine Produkt-bewertung geschrieben, aber ein guter Katzentransport - gerade in dieser Stress-Situation - ist so wichtig.
Sonst sind Flo und Krümel fast immer gemeinsam beim Tierarzt. das geht bei den beiden mit dem Körbchen sogar auch. Allerdings ist Flo ja immer noch ein kleiner schamler Spring-Floh und Krümeline bringt um die 4 KG auf die Waage.
Wir hoffen auch, dass wir den Knubbel noch früh genug bemerkt haben, und sie danach bald wieder munter ist. Nur dann sicherheitshalber einen Kragen zu tragen, wird bestimmt noch ein Abenteuer. Wir werden das mal die Tage in Ruhe testen, wo der Kragen dann mit der Katze hin will.
Denn die Idee mit den speziellen Gummisocken an allen 4 Pfoten erachten wir bei dem sommerlichen Wetter als viel zu stressig ...
Wir werden berichten.
LG Silke
Liebe Silke, danke für deine Zeilen von vorgestern und für den neuen Bericht ! Ich hab gestern schon an euch und die arme kleine Krümeline gedacht … für sie und euch echt kein leichter Tag, zum Glück ging er dank "Schlecksoßen" und "Bringdienst" so einigermaßen gut zu Ende.
Ich wünsch euch von Herzen, dass jetzt erstmal wieder ein paar entspanntere Tage kommen und dass beim Termin im Juni alles gut geht !!!
Ganz liebe Abendgrüße, Manu
Guten Morgen liebe Manu,
gestern war ich zu platt, als ich Deinen Kommentar zufällig sah, und eben bin ich eigentlich noch zu müde.
Neben einigen Dingen, die im Moment mal wieder querliegen, ist es einerseits gut das mit Krümeline so zu verarbeiten, aber auch verdammt anstrengend. Bei Finja habe ich dann ja leider mittendrin abgebrochen. Doch bei Krümel & Co hoffe ich, dass das nicht so ist. Denn irgendwann fehlt das ein oder andere dann doch in dieser Art von Tagebuch ...
Krümeline hat den gestrigen Tag fast wieder normal verbracht. Nur, als ich sie abends mit der Hinterpfote am Kinn kratzen sah, war für mich klar, dass wir den Kragen für die Tage nach der OP wirklich testen sollten. Und da mußte sie gestern am Abend dann auch noch kurz durch. Ein Belegfoto haben wir dann sogar auch noch schnell geschafft. Denn zu sehr wollten wir sie mit dem Teil nicht irritieren. Und nun heißt es wohl auch noch etwas besser zu ihr passendes zu suchen. Gut, dass wir bis zur OP noch etwas Vorlauf haben. Ich mag noch gar nicht daran denken, wie das dann nach der OP mit unserem kleinen Quirl wird. Zumal wir sie dann wohl einige Tage im Haus lassen müssen. Und Katzengeschirr eigentlich auch so gar nicht ihr Ding ist. Das wird eine echte Herausforderung. Zumal wir bis dahin noch einige unserer eigenen Steine aus dem Weg räumen sollten ...
Ich hoffe bei Dir läuft es besser, und Du kannst den Frühsommer gelassener genießen!
LG Silke
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