Was für ein trauriger Anlaß für den 21. Maunztag wie immer auf dem Blog 'Neue Doseninhalte' ...
Und heute mache ich es mir leichter als sonst, denn ich nehme das Bild vom 19. Januar 2023 und den Text, den ich heute sowohl auf Instagram als auch Facebook veröffentlicht haben:
Dieser sehnsuchtsvolle Blick zum Fenstergriff, damit sich für Finja das Fenster zum Hof wieder öffnet …
Es gibt sicherlich viele, die jetzt - oder auch schon vorher dachten, dass wir ja selbst schuld dran sind, dass Finja nun heute seit genau einem Monat verschwunden ist.
Aber wer eine temperamentvolle Russisch Blau mal durch den Garten voll Freude rennen oder Bäume erklimmen sah, der würde darüber vielleicht auch anders denken. Denn nicht umsonst nannten wir Allegra russische Rennkatze oder Silberpfeil, da sie mit wenigen Sprüngen vom Haus über den 12m langen Steg bis hinten in den Garten flog. Und unsere Kleine Maus liebte schon damals die hohe Thuja im Wäldchen, ebenso wie die Beiden unsere vielfältigen Dachlandschaften abends sehr gern zum Chillen nutzten.
Und wer - wie wir - in der glücklichen Lage ist einen großen Garten mit altem Baumbestand zu besitzen - wo es fast überall hohe grüne Grenzen gibt - der scheitert schon bei der Vorstellung an einen gesicherten Katzengarten.
Und, da wir Maus & Allegra in ihrem ersten Sommer - vor der Kastration - nur an der Leine mit in den Garten nahmen, wissen wir sehr gut wie stressig das bisweilen sein kann. Zumal wir mit der Maus trotzdem an einem schönen sonnigen Sonntag beim Tier-Notarzt landeten, da sie ein Insekt mit Stachel probierte. Gefahren lauern halt überall. Denn Finja hatte schon nach einigen Tagen in ihrem neuen Zuhause eine dicke Backe. Und wir haben damals nicht herausgefunden welches Insekt das wohl gewesen ist.
Bei Maus & Allegra ging das mit dem Freigang ein Leben lang gut. Bis auf den ersten Tag, als sie sogleich über den Zaun zum Nachbarn verschwand, sich dort vor den fremden Leuten erschreckte, über den nächsten Zaun sprang und sich in einer Garage versteckte - deren Tür dann auch noch zufiel. In den darauf folgenden 31 Stunden voller Sorge lernten wir viele nette Nachbarn kennen. Bis die Maus endlich aus der Garage ganz leise maunzend antwortete, und gerne nach der Rettung ihren ersten Freigang nachts um 22 Uhr fortgesetzt hätte.
Bei Flo, Finja und Krümel gab es auch zunächst Leinentraining, dann die Kastration und erst mit 11 Monaten Freigang ohne Aufsicht. Nur Finja blieb schon bald die erste Nacht weg …

2 Kommentare:
liebe Silke - welch ein Monat mit Hangen Bangen und Hoffen, Verzweiflung suchen und Weinen..
du schilderst Zustände die" Freigängereltern" kennen und immer wieder erneut fürchten.
dieses wo - ist - sie ist schwer zu leben und zu ertragen. Es gibt leider keinen Trost ehe man nicht weiß wo sie ist und was aus ihr geworden ist...
ich hoffe, ihr hofft - wie ich auch - immer - weiter...
ganz liebe Grüße und viel Kraft - Angel...
Unsere Bande ging schon im zarten Alter von 10 - 12 Wochen mit Muttern auf Strebe. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal. Mutter und die Jungs weg. Die erboste Tinkerbell hatten sie da gelassen. Nach zwei Tagen kam Twinkle zurück - allein! Die anderen trudelten Tage später nach für nach auch wieder ein. Und nachdem Mama Pinky die kleinen abgesetzt hatte, blieb sie noch ein Weilchen, sah, die werden weiter versorgt und dann verschwand sie für ein halbes Jahr. Meine Befürchtungen entwickelten sich in Richtung einer unkontrollierbaren Katzenvermehrung aber dank unseres Pferdetierarztes, der damals noch regelmäßig für mein lungenkrankes Pferd zur Akupunktur kam, haben wir alle nach für nach alle kastrieren können.
Später war es Hermann, der oft und gern länger verschwand. Und Paulchen, der nicht wieder heimkam. So schön das Leben mit Katzen auch sein mag, sie leben in Freiheit ein gefährliches Leben und wir müssen uns den Ängsten um sie entgegenstemmen.
Vielleicht ergibt sich bei Finja auch noch eine Gewissheit um ihr Schicksal, in welcher Richtung auch immer.
LG Christiane
Kommentar veröffentlichen