Freitag, 9. April 2021

Der Katze auf der Spur


Finja im Garten: Vom Wäldchen bis zu userem total verwilderten 
Friederike-Rosen-Hochbeet sind es nur wenige Katzensprünge. 

Und an diesem Wildwuchs fast ohne Aufsicht hat die Coronazeit
 inzwischen eine ziemlich große Mitschuld ...

Video: W.Hein


10 Kommentare:

Mascha hat gesagt…

Ah ja, jetzt hab ichs gefunden! Ein echter Raubtierdschungel...
LG Mascha

SchneiderHein hat gesagt…

@ mascha
Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Tagen wieder in den Griff bekomme. Zum Glück ist da viel wilde Waldrebe dabei, die ich nur kappen und aufwickeln muss. Nur, wo die Wurzel allen Übels steckt, weiß ich noch nicht. Ich hatte mir das Chaos gestern nur kurz angeschaut.
Blöd wird es allerdings mit dem Hopfen, der hat seine Saat aufs Hochbeet geschmissen. Und die Steinsame muss ich endlich schneiden, denn die schlägt schon neu aus. Und der Lerchensporn, Schneeglanz und Buschwindröschen blühen da in diesem Jahr leider ganz im Versteck. Und die Brombeeren zu roden, das wird wohl ein Abenteuer. Jetzt haben wir echten Wildwuchs :-(( Aber er steht noch immer unter Aufsicht ...

Wolfgang Nießen hat gesagt…

Liebe Silke,
eine sehr, sehr schöne Katze, die sich sichtlich wohlfühlt im Garten. Ein schönes Video.
Die Maßnahmen gegen dieses Virus finde ich auch nicht gerade motivierend.
Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

SchneiderHein hat gesagt…

@ Wolfgang
Ja, unseren Katzen ist es total egal wie unser Garten von Hopfen, wilder Waldrebe, Brombeeren und Quecke vereinnahmt wird. Für uns wird es jedoch spannend, wann wir wie viel Zeit und Gelegenheit haben uns in diesem Jahr endlich dem Garten zu widmen ...
Denn während Angestellte im letzten Jahr oder sogar noch jetzt unter der Kurzarbeit 'litten' und sich währenddessen andere Betätigungsfelder in Haus und/oder Garten suchten, blieb bei uns fast alles liegen, um die Firma irgendwie vielleicht zu retten. Da saßen wir bei herrlichem Gartenwetter lieber drinnen (allerdings bei weit geöffnetem Fenster) und recherchierten bzw. waren auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen, die während und vor allem nach Corona noch trägfähig sein könnten. Nur dieser Prozess ist leider noch immer nicht abgeschlossen. Und so, wie sich alles anscheinend entwickelt, kommt für fast alle wohl noch eine lange schwierige Zeit ...
Mal schauen, wie viel Pflege/Fürsorge unser Garten unter den Umständen in diesem Gartenjahr abbekommt ;-(

Wolfgang Nießen hat gesagt…

Liebe Silke,
da muss der Garten wahrlich warten. Ich drücke euch jedenfalls die Daumen und hoffe, dass diese Beschränkungen bald zu Ende sind.
Und ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

SchneiderHein hat gesagt…

@ Wolfgang
Es gibt sicherlich viele Bereiche, wo die Beschränkungen den Unternehmen und auch der menschlichen Psyche schaden, aber ich befürchte, dass was gerade wegen Wahlkampf und Volkes Aufbegehren so fix jetzt wieder startet, führt uns in einigen Wochen in den nächsten Lockdown. Und auch wenn jetzt einiges wohl besser laufen könnte, ist die Poitik wegen all' der Wahlkampfstrategien dann auch wieder total überrascht ... Ich sehe das, was da kommt mit Sorge, habe aber das Glück, dass ich schon seit jetzt 11 Jahren mit totalem Homeoffice lebe und auch noch einen Garten habe - daher ist das für mich dank Bringdienst und anderer Bequemlichkeiten noch immer nicht so schlimm. Nur, was mit all' den Firmen (unseren Auftraggebern) geschieht, da stehen wir noch vor dem dicken Ende. Von daher bin ich froh, dass ich zur Zeit aus Kostengründen Tisch und Bett mit der Firma teile, denn sonst hätten auch wir ein echtes Problem. Dass das zur Zeit alles nicht mehr so kompfortabel und alles ziemlich unsicher geworden ist, damit müssen wir nun mal leben. Es hätte auch schon jetzt viel schlimmer kommen können ...

Christiane hat gesagt…

Ich finde den Garten so wie er ist sehr charmant. Für Katzen doch gerade richtig. Wir Menschen wollen immer alles ordentlich - die Natur sieht das anders, hat andere Überlegungen und kommt bisweilen auch auf schöne Momente. Man muss sie nur sehen.
Ein schönes Video von Garten und glücklichen Katzen.
LG Christiane

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christiane
Das Video hatte ich mir vor einigen Tagen auch mal wieder 'angetan' ... ;-)
Ich gebe zu, dass ich damals schon etwas darunter litt, aber noch die Hoffnung hatte, dass ich den Bereich von Friederikes-Rosen-Hochbeet wieder in den Griff bekommen ...
Blöd war/ist nur, dass aus der guten Idee aus Friederikes stürmischen Besuch mit den diversen Schäden ein Hochbeet zu bauen, leider auch eine Rattenbehausung wurde. So waren die Katzenmädchen nicht grundlos an dem Bereich interessiert. Und haben dort wohl im ersten Feigangsjahr auch Erfahrungen im Kampf mit Ratten gesammelt = Flo musste 2x zum Tierarzt, um die fiesen Wunden behandeln zu lassen und ein Anribiotikum zu bekommen. Und Krümeline musste es der größeren Schwester natürlich nachmachen, so dass sie mit einen blutigen dick geschwollen Nase nach Hause kam :-(

Tja, und als Corona dann dafür sorgte, dass Garten bei uns wegen der Firma zur Nebensache wurde, ist mir der Bereich durch viel mehr Sonne echt total entglitten. Schon damals - hier auf dem Video - zeichnete sich ab, dass der Kampf gegen Hopfen, Brennesseln und wilde Waldrebe kein leichter werden würde. Inzwischen sind auch noch Brombeeren und Quecke hinzugekommen. Und die Fläche, die damit inzwischen durchseucht ist, ist doppelt so groß ...

Inzwischen haben wir uns zum Glück zumindest so weit durchgekäpft, dass wir den bereich zumindest mal wieder begehen können. Das war nämlich in den letzten 2 Jahren dort gar nicht mehr möglich. Das war selbst unseren Katzenmädchen dann zu viel, wenn noch nicht einmal mehr der Catwalk auf der Hochbeet-Umrandung zur Verfügung stand.
Aber ich gebe zu, mir war es irgendwann auch egal. Und unter dem Aspekt, dass es überall heißt - Brennesseln sind wichtig für Falter. Ließ ich es einfach darauf ankommen. Jetzt müssten wir ja zumindest theoretisch in diesem Jahr Erfolge bei den Insekten sehen. Denn all' das, was wir runtergeschnitten haben, liegt auf einem Shredderhaufen und wird erst hoffentlich Ende März durch den Shredder gejagt. Solange dürfen die Tierchen in den Halmen etc. noch wohnen bleiben. Und das andere Schnittgut liegt recht dicht am früheren Ort auf dem Hochwald-Kompost und kann da in Ruhe verrotten. Also wenn das kein naturnahes Gärtnern ist, dann finde ich die Ansprüche daran übertrieben und nicht umsetzbar ;-)

'Wildwuchs unter Aufsicht' heißt ja nicht unbedingt, dass ich gleich eingreife und Ordnung schaffe. Aber bedingt durch diverse Umstände ist in den letzten Jahren leider zu viel entstanden, was wir jetzt wirklich Kummer und Arbeit macht.

Daher habe ich die früheren Pläne nach Friederikes Besuch teilweise schon wieder verworfen, da ich das so gar nicht mehr körperlich schaffe. Und auch keinen Sinn darin sehe noch so viel Geld für Baumaterial zu investieren. Denn eins ist mir klar, wenn wir irgendwann das Grundstück verlassen, dann kommt der Bagger und wird Haus & Garten entsorgen. Dfür ist das Grundstück zu attraktiv. Und das Schicksal ereilten hier schon einige alte Siedlungshäuser die seit den 30er Jahren nach und nach vergrößert wurden und jetzt nur schwer energetisch zu sanieren sind. Und so alte hohe Bäume sind in Zukunft ja ohnehin ein Versicherungsrisiko.

Aber, zumindest habe ich diesem kleinen Biotop auf diesem Grundstück schon 26 Jahre Zeit verschafft. Ich gehe davon aus, dass anders dort hinten im Garten schon lange Rasen und Pool mit ein paar kleinen Alibi-Bäumchen wären - vielleicht noch dazu ein Schotterbeet. Daher habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich dort rund um das Hochbeet jetzt mal irgendwie mit den Wucherern kämpfe ;-)
LG Silke

Christiane hat gesagt…

Wir haben den Garten letztes Jahr einmal von einem Betrieb aufräumen lassen. Wildecken gibt es trotzdem noch genug. Hohe Bäume und jede Menge Laub sind auch hier ein Problem. Muss man drauf rumgucken können. Wir sind hier im Außenbereich mit wenig Nachbarn, die ihre Gärten auch nicht als Vorzeigegärten verstehen.

Wir kämpfen hier auch schon 27 Jahre, die Geschossdecke teilweise isoliert, neue Fenster ringsum. Mehr ist fast nicht drin, das Haus ist einfach zu groß - eine weitergehende energetische Sanierung finanziell nicht zu stemmen.

Ich hoffe, wir können uns noch ein paar Tage länger an unserer Wildnis erfreuen. An das, was dann kommt, mag ich gar nicht denken. Zweieinhalb Zimmerwohnung ohne Garten? Ich würde eingehen.
LG Christiane

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christiane
Oh, da hatten wir ja wirklich Glück, dass wir 1995 zumindest ein teilsaniertes Haus mit Feuchteschäden übernehmen konnten. Aber selbst das, was in den 70ern saniert wurde, war schon damals wieder Rott. Und uns holten unsere Sanierungsversuche inzwischen auch schon wieder mehrfach ein ...
Daher leben wir im Winter auch eigentlich nur in einem Raum, der relativ gut zu beheizen ist, den Blick in den Garten hat, und auch sonst der attraktivste Raum für uns und unsere Katzen ist. Nur der Weg ins Bad ist halt blöd, da wir bei Frost nur 4° Temperaturunterschied zur Außenluft im Treppenhaus haben dürfen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie dass dann mal mit einer schweren Erkältung wird. aber vielleicht härtet uns das auch ab ;-)

Meine Mutter, die allein in einem viel zu großen Haus lebt, schwärmt im Winter immer von einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung ... Aber im letzten Jahr musste sie zugeben, wie angenehm es ist, den Sommer im Garten am Haus zu verbringen. Und ihr Garten ist zum Glück kleiner, auch etwas wilder als der übliche Siedlungsgarten und das Haus hat zumindest Anfang der 90er eine 8cm Wärmedämmung bekommen. Meine Großmutter konnte dort trotz zunehmender Pflegebedürftigkeit/späterer Bettägerigkeit dort im Haus bleiben, da im EG alles auf einer Ebene ist. Und ihren 100. Geburtstag hat sie nachmittags sogar noch im Garten gefeiert ...
Das Haus ist auch unsere Option, wenn meine Mutter es nicht mehr bewohnen will. Da gibt es dann zwar auch Abflußrohre zu sanieren, die Elektroleitugen müssen getauscht werden und das Haus braucht dringend eine Drainage. Aber im Vergleich zu der Bausubstanz, die wir hier in H haben, ist das Haus in BS noch handhabbar. So es irgendwann in der Zukunft vielleicht mal wieder bezahlbare Handwerker gibt ...

Wenn ich Hilfe im Garten bräuchte, dann wäre das nicht mehr ein Garten. Denn das, was mir daran wichtig ist, das kann ich nicht beauftragen. Wenn jemand hier mit schwerem Gerät anrückt um Ordnung zu schaffen, dann könnte ich das wirklich nicht ertragen. Dann bräuchte ich den Garten nicht mehr. Die einzige Ausnahme ist die Scheinakazie, doch dafür muss ich unter ihr erst den nötigen Arbeitsraum schaffen. Aber zum Glück haben wir am 15. Februar den Hopfen aus dem Hochbeet gezogen und die dort lebenden Rosen aus der Umklammerung befreit. Es geht also voran - auch wenn es fürchterlich anstrengend ist ;-)

Nein, nach dem, was Du beschreibst, kann ich mir Deine Zukunft auch nicht in einer kleinen Wohnung ohne Garten vorstellen!
LG Silke