Freitag, 23. August 2024

Ein schwieriger Maunztag und die Tage danach ...

 

 Dieses Story-Bild mit Text von heute früh, das ich auf Instagram und somit auch automatisch auf Facebook gepostet habe, sollte hier in dieser Form gar nicht in Erscheinung treten ... 

Aber mir läuft seit dem Verschwinden von Finja - am Sonntagnachmittag dem 11. August 2024 - die Zeit davon. 

Es ist zwar wirklich faszinierend, wo man seine vermisste Katze inzwischen überall melden kann. Doch das braucht auch fürchterlich viel Zeit. So wurde die Tasso-Suchmeldung vom Donnerstagabend bei Instagram als Story sogleich erstaunlich oft geteilt. Und als ich am Freitag kurz vor der Mittagszeit dann eine FB-Gruppe für vermisste Tiere in Hannover und Umgebung entdeckte, ging die Mithilfe erst richtig los: Plötzlich erschien Finjas-Tasso-Meldung als geteilter Post in der FB-Gruppe für vermisste Tiere in HI + Umgebung, und wenig später war sie in der FB-Gruppe 'Unser Stadtteil: Ricklingen' ebenfalls vertreten. Wir traten dann natürlich auch in diese Gruppe ein. Als wir dann am Montagabend von Tasso eine mögliche Sichtung hinter dem Ricklinger-Stadtfriedhof, im kleinen Park hinter dem Neubaugebiet erhielten, fuhr Wolfgang sofort los. Und als ich am Dienstagmorgen in einem Post darüber berichtete, und unsere Sorge mitteilte, dass sie nun vielleicht weiter nach Wettbergen wandern könnte, wurde der Post kurz darauf auch in der Wettbergener-FB-Stadtteilgruppe geteilt. Ich muß gestehen, da verlor ich dann komplett den Überblick. Und als ich mich etwas gesammelt hatte, traten wir am Mittwochabend noch der FB-Gruppe 'Tasso sucht ... vermisste Katzen und Hunde (nicht Tasso e.V)' bei.

Auch schon vorher war ich mit all' den Benachrichtigungen und DirectMails auf Facebock und vor allem Instagram fast von morgens bis abends beschäftig. Denn neben den vielen gedrückten Daumen und den mitfühlenden Grüßen, konnten ja irgendwo mittendrin eine wichtige Info für uns sein ...

Doch bis auf den ersten Hinweis über nebenan.de gleich am Mittwochabend - weiter oben in der Siedlung, wo sie am Dienstag eventuell auf einer Fußmatte vor einem Haus gesehen wurde, haben wir bis jetzt wohl keine Sichtmeldungen über Social Media erhalten. Nur von dort gab es noch einen wertvollen Tipp: nämlich die nahegelegene Schrebergarten-Kolonie.

Die beiden Schrebergarten-Kolonien wurde beim Verteilen der über 120 - in Schutzhüllen eingetüteten - Tasso-Suchplakate mit einbezogen. Von Sonnabend so ab 20 Uhr wurden die Blätter im Rahmen von Wolfgangs täglichen Finja-Suchrunden an Laternenpfählen etc. bis Montagmorgen befestigt. Dazu kamen dann auch noch das Infoblatt für die Polizei, die Friedhofgärtner, und die für einige schwarze Bretter. Doch gerade diese regionalen Info-Tafeln in Supermärkten und Discountern haben sie wegen Personalmangel inwischen leider fast überall abgeschafft.

Am Montagmorgen bekam ich dann die Info vom Tierhein, dass Finja dort für 4 Wochen gelistet ist - und wir gegebenfalls die Suche danach verlängern sollten. Die Straßenmeisterei meldete sich am Dienstag, dass sie unsere Vermissten-Meldung aufgenommen haben, aber bisher glücklicherweise keine Meldung von der Straßenkontrolle erhalten haben.

Meldungen, die wohl über unser Tasso-Suchplakat eingingen, gab es bis jetzt 4x in dieser Woche. Wobei es sich bei 3 Meldungen - ganz bei uns in der Nähe - wohl 2x um Flo und einmal Krümmel gehandelt hatte.

Wir sitzen also seitdem in Bereitschaft - oder Wolfgang lief bis Mittwochmorgen mit Fußweh durch die Straßen. Mehr als die Hoffnung bleibt nun nicht mehr, dass sie sich - wie so viele andere Katzen - nur mal eine längere Auszeit von ihren beiden Schwestern, Nachbars Kater Cäsar und auch uns nimmt ...


Eigentlich sollte der Post zum 18. Maunztag nun auch noch bebildert sein. Aber die Insta-Story-Fotos kann ich ja noch in einem ruhigeren Moment hier später mal nachpflegen ...


Freitag, 16. August 2024

Mensch Gurke ...

 Jetzt haben wir am Mittwoch im www eine regionale Suchanzeige wegen dir veröffentlicht: 

Und gestern haben wir dich sicherheitshalber auch noch bei Tasso als vermisst gemeldet:

Jetzt hast du eigentlich genug Aufmerksamkeit bekommen, und könntest endlich mal wieder nach Hause kommen ...


Zumal im schlimmsten Fall jetzt Flo und Krümel gefunden werden:

Denn eigentlich wollte ich doch zu diesem Maunztag nur ein Video von Flo mit Krümel einstellen. Aber Du hast recht, in letzter Zeit kommst du bildmäßig zumindest hier etwas zu kurz ...


Donnerstag, 15. August 2024

Ach Finja ...

 Schöne graue Rumtreiberin, wo steckst Du nur?

In den letzten Wochen warst Du doch mal wieder so anhänglich! Häufiger kamst Du morgens mit einer Maus im Maul zum Spielen nach Hause, hast den Morgen verschlafen, und den Nachmittag in der Fensterbank verpennt, um dann am späteren Nachmittag wieder auf Deine Nachtschicht zu gehen ...

Und hier am 29. Juni 2024 warst Du um 18 Uhr noch so müde und kalt, dass Du lieber die Wärmflasche und das sich ladende Smartphone als Wärmequelle auf dem Bett genutzt hast ...

Einen Tag später morgens kurz vor 9 Uhr liegen Flo und Finja dann ziemlich entspannt zusammen mit uns im Bett. Während irgendwo im Wohn-Schlafraum - oder vielleicht noch in der Küche - Finjas mitgebrachtes Morgenmäuschen sitzt.

Kurz nach 9 Uhr wird die Idylle durch ein leises Kraspeln unter dem Fernseher gestört, und sofort sitzen die beiden interessiert vor der Glotze:

Das Schauspiel dauert in der Form etwa 10 Minuten.
Doch dann wird es den beiden Mädels allmählich zu langweilig. 

Flo legt sich bald darauf neben das Tablet und schläft dort noch etwas weiter. Und Finja verschwindet in eines ihrer Schlafkörbchen, um mehr Ruhe zu haben ...

Fotos und Videos: S.Schneider


Eigentlich sollte hier schon gestern für den 17. Maunztag ein anderer Post stehen, der so gut zur vorhergegangen Eberesche gepaßt hätte. Aber da Finja gestern früh schon über 60 Stunden - seit Sonntagmachmittag gegen 14 Uhr - verschwunden war, stand mir der Sinn so gar nicht zum Posten ...

Inzwischen haben wir dank der Anmeldung bei 'nebenan.de' erfahren, dass Finja vielleicht am Dienstag etwa 1km von ihrem Zuhause entfernt auf der Fußmatte vor einer Haustür saß. Doch als die Dame, die Tür öffnete, lief sie weg, kam jedoch etwa 2 Stunden später wieder, um beim Türöffnen sogleich nochmals zu verschwinden. Wolfgang hatte gestern nachmittags in dem angegeben Bereich gesucht, gab aber das Rufen nach einiger Zeit frustriert auf.

Später - am gestrigen Abend - gab es noch eine weitere Info. Demnach hätte sie die Hauptstraße wieder überquert, wäre aber noch immer ziemlich weit von ihren üblichen Spielstraßen entfernt. Wir rechnen also nicht damit, dass sie heute am frühen Morgen noch nach Hause kommt. 

Und dort in den Bereich zu gehen, um sie mitten in der Nacht zu rufen, macht neben dem erwartbaren Ärger meist auch keinen Sinn. Es scheint ihr Revier mit all' den Gärten ist inzwischen so groß, dass sie das Rufen auf der Straße hinten in den teils riesigen Gärten kaum hört. Darum war die Suche nach ihr auf ihren früher so beliebten 2 Spielstraßen in den vergangen Jahren auch nur noch selten von Erfolg gekrönt. Doch bisher kam sie spätestens nach 2 Tagen meist ziemlich müde, etwas stumm und erschöpft zurück. Hunger hatte sie manchmal. Aber Wolfgang hatte mal in der Küche eine angefressene Maus gefunden, die eindeutig Finja zuzuordnen war. Es besteht also die Hoffnung, dass sie eine Selbstversorgerin ist ...  


Dienstag, 13. August 2024

Wochenblatt - Eberesche

 

Ebersche oder Vogelbeerbaum - Sorbus aucuparia

Unpaarig, mit meist 15 gezähnten Fiederblättchen, die wechselständig an den Zweigen angeordnete sind. 

Doch auch diesmal ist es wieder nicht möglich nur ein Blatt zu zeigen. Denn diese Fotos sind ungefähr 2m vom Badezimmerfenster entfernt aus dem 1. OG entstanden.


So reich mit Beeren besetzt hatten wir noch keine Eberesche im Garten. Meist litten sie zu sehr unter der Sommerhitze und gingen häufiger sogar ein. 


Der feuchtere Sommer hat wohl dazu beigetragen, dass die Früchte im Reifeprozess nicht gleich wieder vertrockneten. Die Amseln wird es sicherlich freuen ...

Fotos und Video: S.Schneider


Und da man seit Freitag wieder am Wochenblatt auf dem Blog 'Fotomomente und anderes' teilnemen kann, schicke ich unsere Eberesche zum 14. Wochenblatt dorthin.


Sonntag, 11. August 2024

Fast wie am Meer ...

 Es ist zwar schon sehr lange her, dass der Gartenteich mit seinem 12m langen Holzsteg uns in der urlaubsfreien Zeit an Amrum erinnerte, aber trotzdem schwingt dieses besondere Urlaubs-Gefühl noch immer mit ...

Auch wenn man hier im Sommer vor lauter Schilf jetzt noch nicht einmal mehr den Übergang vom Wasser zum linken Teichrand mit der alten Mauer erahnen kann.

Der alte Holzsteg ist schon seit 2009 teilweise morsch geworden, und trägt daher sicherheitshalber im vorderen Bereich seitdem ein extra dafür angefertigtes Metallblech.

Doch da die Steg-Konstruktion aus Holz im Laufe der fast 24 Jahre natürlich nicht mehr so tragfähig ist, ist dieser Bereich inzwischen höchstens noch als Catwalk nutzbar ...

Und da im Sommer die Natur den Garten einfach erobern darf, bleibt für unsere grauen Katzenmädchen auf dem Steg auch nur noch ein verschlungener Pfad.

Doch in der Mittagshitze sitzt eine Flo auch lieber nur davor - im wesentlich angenehmeren Schatten ...

Und wenn es ihr dann doch mal zu kühl wird, kann sie sich auch in der Sonne aalen.

Fotos und Videos: S.Schneider


So hatten wir uns das im Sommer 2000 mit unserem Teich nicht vorgestellt, als wir den ersten Spatenstich ansetzen. Aber Garten heißt auch Wandel. Und es erfordert einiges an Energie den damals erarbeiteten Ursprungszustand ewig zu erhalten ...

Seit dem ersten gebrochenen Holzbalken im Steg - im Winter 2008 - wollten wir die Beplankung irgendwann ersetzen. Aber das Leben hielt genug Abenteuer für uns bereit, um das Thema immer wieder zu verschieben. 

Und spätestens seit der Corona-Zeit - als das Holz zeitweilig unerschwinglich war - haben wir festgestellt, dass Holz im Garten für uns auch nicht mehr der richtige Baustoff ist. Denn Holz als Bodenbelag wird in so einem wilden Garten viel schnell rutschig - und ist so gar nicht altengerecht. Außerdem wäre es dann inzwischen auch schon sinnvoll über ein Geländer nachzudenken. 

Also leben wir lieber noch etwas mit diesem für uns nicht mehr begehbaren Provisorium, das zumindest unsere Katzen noch glücklich macht. Denn für sie ist es immer noch der Steg am Wasser, der in der nicht so grünen Jahreszeit sogar noch zum Fischegucken einlädt.

Außerdem haben wir inzwischen einen kleinen feinen Steg aus dem Erzgebirge, der normalerweise zusammen mit einigen Möwen und Austernfischern im Haus in der Deko steht:

Doch heute - am Tag der Veröffentlichung des neuen Videos -  steht zur Einstimmung mal der kleine Dekosteg auf dem morschen alten Steg in unserem Garten ...



Und wir träumen derweil lieber etwas mehr vom Meer. Nur ist dieses Meer - Niedersachsens größter Binnensee - das Steinhuder Meer. An dem vor einigen Tagen dieses Video für unseren Entspannungs-Kanal auf YouTube entstand.



So viel bei uns zum Thema Wasser und Natur. Diesen Post schicke ich heute zum vorerst wohl letzten Naturdonnerstag auf Elkes Blog, wo sich neben Ringeltauben auch viele andere schöne Naturerlebnisse bei der aktuellen Link-Party tummeln ...

Und diesen Post von 'Frau Frieda' - der beim aktuellen DND auch als Beitrag zu finden ist, möchte ich besonders hervorheben, denn er zeigt auf besondere Weise diese leicht wehmütige Sehnsucht nach vergangen Zeiten am 'Meer' ...

Wer jedoch mehr den Strand mit der dahinterliegenden Dünenlandschaft bevorzugt, fühlt sich vielleicht beim 'Dünen-Sommer' auf dem Blog der 'Griesheimer Düne' wohl.


Donnerstag, 8. August 2024

Wochenblatt - Walderdbeere

Mit dem einzelnen Wochenblatt ist es bei mir anscheinend schwierig: 

Eine Vergrößerung hätte dem vorderen Walderdbeer-Blatt nicht gut getan. Und es zum Fotogrfieren extra abschneiden, wollte ich dem Pflänzchen auch nicht antun.

Außerdem scheinen sie sich diese Blätter in Gruppen wesentlich wohler zu fühlen. So wie hier im Steinfeld am Teich.

Aber das hindert sie nicht am Auswandern ...

Wo zierliche Ausläufer die Umgebung erkunden, und sich immer mehr kleine Blätter entwickeln, ...

kommen schon bald die größeren Blätter nach.

Und schon bald haben sie mit dieser Strategie auch den Raum zwischen Haus und Steinfeld erobert.

Fotos: S.Schneider


Diese Walderdbeer-Blätteransammlung schicke ich zum Blog 'Fotomomente und anderes' zum 13. Wochenblatt ...


Mittwoch, 7. August 2024

Ein fast typischer Balkonabend ...

 

Ausnahmsweise schaut Krümeline abends mal etwas verschlafen, als ich ihr Balkonzimmer betrete. Denn normalerweise steht sie bereits erwartungsvoll am Treppenabsatz, um gleich danach maunzend vor der Balkontür zu stehen ...

Draußen ist es warm, etwas windig, aber nicht mehr so sonnig wie erwartet.

Ein Blick zur japanischen Weinbeere läßt zumindest noch auf einige wenige Früchte hoffen. Der tolle Blütenansatz, der uns auf eine reiche Ernte versprach, ist uns nicht vertrocknet, sondern leider im Plastikkübel fast ersoffen. Ein Gartenjahr voller Merkwürdigkeiten ...

Feinstrahl - der hier auf dem Gründach eigentlich gar nix zu suchen hat - erfreut uns dafür mit zahlreichen sich im Winde wiegenden Blüten.

Das die fast weißen kleinen Blütenkerzen Katzenminze sein sollen, interessierte Krümel nur im letzten Jahr, als die Saat im Topf auflief. Seitdem ich die kümmernden Pflanzen auf dem Gründach aussetzte, wachsen sie zwar etwas besser. Aber bisher interessierte sich nur eine Flo mal kurz für sie.

Und plötzlichlich kam über das Garagendach ein Cäsar heranspaziert, während sich eine Krümeline gerade dazu entschlossen hatte, den Balkon zu inspizieren. Doch als sie ihn bemerkte, flüchtete sie schnell ins Haus, und einen Cäsar sperrten wir aus ...

Doch, das machte Cäsar gar nicht viel aus: warme Betonplatten, Aufmerksamkeit und Gesellschaft waren ihm in dem Moment viel wichtiger.

Doch nach einiger Zeit wollten wir auch Krümeline wieder befreien. Die saß nämlich ziemlich frustriert wieder in ihrem Sessel und schaute Cäsar zu. Daher ging Wolfgang runter, griff sich eines der Futterschälchen, und rief Cäsar von unten an der Gartentür.

Das hatte Cäsar natürlich sofort gehört, und fing an zu überlegen, ob ihm Gesellschaft oder Futter jetzt wichtiger war ...

Nochmaliges Rufen beschleunigte den Prozeß.

Und Cäsar wählte den Abgang vom Gründach auf das Garagendach, um mittels Katzenleiter bequem zu seinem Futter vor der Gartentür zu kommen.

Krümeline durfte nun endlich raus, und mußte ersteinmal nachschnuppern, wo Cäsar überall war.

Und das hier ist doch eigentlich ihr Sessel, wenn wir auf dem Balkon sind!

Und dann sicherheitshalber noch nachschnuppern, wo Cäsar saß.

Fotos und Videos: S.Schneider


Auch heute wehte eher der Wind, als das es zu Maunzern kam. Doch am Ende mußte sich Krümeline berechtigterweise über diese Balkon-Situation beklagen. Aber sie blieb dort oben und genoß mit uns zusammen noch einige Zeit den herrlichen Sommerabend.

Diese fast typische Abendgestaltung schicke ich nun zum 16. Maunztag zum Blog 'Neue Doseninhalte'


Sonntag, 4. August 2024

Was am Wegesrand stört ...

Eigentlich müßte für uns der DND - der Naturdonnerstag auf Elkes Blog eher Natur-Sonntag heißen. Zwar sind wir diesmal nicht ganz so spät wie am letzten Sonntag dran, aber so weit ist der Teilnahme-Schluß heute Abend um 24 Uhr auch nicht mehr entfernt ... 

Was am Wegesrand stört, kommt bei uns in die Gartenvase: 

Das waren Mitte Mai ein paar Glockenblumen, die leider mal wieder zu Grenzgängern auf unserem heißen Südhof wurden. 

Danach war es lange Zeit so verregnet, dass ich den Nacktschnecken dort oben kein schmackhaftes Futter anbieten wollte ...

Aber Mitte Juni waren die Wicken in der Vorgarten-Hecke jedoch wieder so üppig, dass ich lieber einige Blütenranken entfernte. Denn wahrscheinlich hätte es sonst von der Stadt nochmals - wie im Corona-Sommer 2020 - eine Abmahnung gegeben. Damals reichte unsere blüh- und wuchsfreudige Hecke zu sehr über den Fußwegraum. Und hier machten die Triebe jetzt viel mehr Freude.

Einer Holzbiene war es anscheinend auch egal, ob sie im Vorgarten oder hinter dem Haus an der Gartenvase eine Wickenblüte vernaschte.

Einige Pflanzen zogen schon wesentlich früher in die Gartenvase ein. So wie die Weidenröschen, etwas stinkender Storchschnabel, diverse Rosen- und Hartriegel-Stecklinge und so einiges andere an Pflanzen, was ich plötzlich mal in der Hand hatte. Hier ist also ein munteres Kommen und Gehen, je nachdem was wann gedeiht ...

Und wegen dieser gefräßigen Besucher hätte ich die noch knospigen Wickenblüten in diesem Jahr lieber an der Hecke gelassen. Denn auch die Pfirsichblättrigen Glockenblumen vom Mai wurden an einigen feuchten Tagen radikal von ihnen abgefressen.

Einige Tage später wußte ich dann auch wie sie es machen. Denn jeden Tag sammelte ich dort oben in der Vase an Regentagen 5 bis 7 der rot-braunen gefräßigen Schleimer ab ...

Daher ließ ich es bei dem feuchten Wetter auch einige Zeit bleiben dort ständig frische Schnittblumen vom Wegesrand in die beiden alten Würstchengläser zu stellen. Außerdem machte sich der kleine Storchschnabel in der feuchten Zwischenschale auch recht gut.

Einige der vermehrungsfreudigen Weidenröschen hatte ich in der Zwischenzeit schon mehrfach runtergeschnitten, so dass es ab und an mal wieder oben in der Gartenvase rosa blühte.

Am 25. Juli zeigte die hoch oben in der Schale schon seit Jahren beheimatete Wasserminze ihre herrlichen violetten Puschel. 

Am 31. Juli war nun frühmorgens das Seifenkraut zusammen mit der Wilden Möhre hier eingezogen. Beide drängten wieder zu sehr auf den Fußweg. Und wahrscheinlich wären sie irgendwann nur mit Füßen getreten worden. Da kamen sie hinter dem Haus viel schöner zur Geltung. Nur die Freude währte nicht lange, da ab und an die Mittagssonne so stark auf sie schien, dass sie schnell verblüten. Und nach dem Regen habe ich dann auch wieder häufiger Nacktschnecken aus der Gartenvase gefischt ...

Fotos: S.Schneider


Doch zum Glück darf es in Hannover inzwischen auch üppige wilde Blühstreifen am Wegesrand geben. Und Hannover hat sogar schon seit einigen Jahren einige spezielle Blütenmischungen für diese Flächen am Straßenrand, dem Kreisverkehr, anderen Grünflächen oder auch für Hundewiesen. Mehr von dieser sommerlichen Blütenpracht in der Stadt, an Feldrändern und in einigen Vorgärten im Großraum Hannover ist in unserem neuen Entspannungs-Video 'Am Wegesrand II' zu sehen



Mittwoch, 31. Juli 2024

Unter Tisch ...

 Endlich wissen wir, wo die kleine Flo im Sommer einen Teil des Tages verbringt, wenn sie nicht bei uns oben im Wohn-/Schlafraum liegt, aber auch nicht irgendwo draußen rumstromert ...

Kein Wunder, dass ich sie wochenlang im Haus gesucht hatte, denn unter dem Foto-Tisch im Treppenhaus ist sie wirklich gut getarnt.

Und anscheinend mag sie mal wieder einen Platz auf der schiefen Ebene, denn eigentlich war das alte Plüsch-Körbchen von Maus & Allegra dort einfach mal so weggestellt.


Fotos und Video: S.Schneider


Nach Finja auf dem Foto-Tisch im Treppenhaus haben wir auch heute nochmals einen lautlosen Maunztag. Allerdings findet der nun unter Tisch mit einer ziemlich müden Flo statt. Aber das Archivbild von Frau Silla Pieselschön kommt heute zum 15. Maunztag auch nicht sonderlich gesprächig auf dem Blog 'Neue Doseninhalte' daher ...

Sonntag, 28. Juli 2024

Unser Wäldchen ...

 

Morgens um 8:30 Uhr geht der Blick über das Gründach zu unserem Wäldchen. Viel mehr Natur geht wohl kaum in einem Siedlungsgarten, wenn fast alle Gartenbesitzer Angst haben, dass ihnen die Bäume in die Baumschutzsatzung wachsen, und dann vielleicht nicht mehr nach eigenen Vorstellungen gestutzt oder gefällt werden dürfen. 

Als Wolfgang im August 1995 das erste Mal hinter dem Haus in den Garten kam, dachte er nach dem kleinen Rasenstück rechts und links hinter dem Mini-Goldfischteich gleich neben dem weißen Kunststoff-Wintergarten sei der Garten bereits zu Ende. Denn schon damals schauten wir dahinter gegen eine grüne Wand. Kleine immergrüne Gehölze und Weihnachtsbäume - mit einem zweiten Leben nach dem Fest - waren seit Ende der 60er allmählich aus den Fugen geraten und hatten eine grüne, scheinbar undurchdringliche Mauer gebildet. Nur ein schmaler Pfad in der Mitte des Grundstücks führte damals durch den großen Nutzgarten ganz nach hinten zum Komposthaufen direkt am Ostzaun. 

Aus "Ich glaube, ich stehe vorm Wald" wurde wirklich unser kleines Wäldchen: Als unteren die Zweige der alten meterhohen Bäume im Frühjahr 1996 entfernt wurden, und die Stämme plötzlich ganz eigene Durchblicke nach hinten in den neu zu bepflanzenden geplanten Wildwuchsgarten ermöglichten. Zusammen mit der Blutbuche im nördlichen Nachbargarten sind die Bäume im Laufe der Jahrzehnte immer höher und üppiger geworden. Einige hat uns Fredericke bei ihrem stürmischen Kurzbesuch am 18. Januar 2018 genommen, und andere sind inzwischen durch die vielen schwierigen Sommer vertrocknet. Doch durch die Überlebenden ist es noch immer unser "Wäldchen" mitten in der Siedlung geblieben.


Da bietet der Deister oberhalb von Barsinghausen schon ganz andere Dimensionen. Und hier kann man stundenlang im Wald spazieren gehen, bevor man wieder den Waldrand erreicht. Auch einen kleinen plätschernden Bachlauf würden wir inzwischen nur noch schwer in unserem Garten unter bekommen. Diesen großen Wald kann man dafür im Entspannungs-Video "Flinkes Wasser im schattigen Grün" genießen. Freunde haben uns vor einigen Tagen mitgenommen auf eine ihrer Lieblingstouren zum Bullerbach oberhalb von Barsinghausen - in der Nähe von Hannover ...


Diesen Post von unserem kleinen Siedlungswäldchen und dem Besuch im Deister - einem Höhenzug fast vor unserer Haustür, schicke ich kurz vor Schluß noch schnell zum Naturdonnerstag bei Elke bzw. Elkes Blog, der heute die Tiere im Garten und den Regen zum Thema hat ...