2 Tage in Folge verbrachte Finja die Nacht irgendwo draußen.
Heute früh kam sie gegen 9 Uhr etwas verschreckt nach Hause,
füllte sich den Bauch an der Futterbar und verschlief dann
wieder einmal den größten Teil des Tages im Wohnraum.
Kurz nach 17 Uhr erschien sie ausgeschlafen auf der Bildfläche.
Geradewegs ging es zur Futterbar und anschließend wollte sie
natürlich aufbrechen. Doch noch eine weitere unruhige Nacht
mit einer aushäusigen Graukatze wollten wir uns nicht antun.
Nur ohne einen Abendspaziergang wäre es mit einer extrem
schlecht gelaunten knurrigen Finja sicherlich auch eine sehr
unruhige Nacht geworden. Also entschieden wir uns als
abendliche Ausgangs-Alternative mal wieder für einen
Spaziergang an der Leine. Und auch heute ließ sie sich
das Katzengeschirr problemlos anlegen.
Vielleicht ist es auch die Mischung aus einem katzengerechten ganz
und die ihr Geborgenheit bzw. eine besondere Sicherheit vermittelt.
Denn ohne uns würde sie den Weg um den halben Block bis zu ihrer
'Villa Gurke' sicherlich nicht auf dem Fußweg entlang spazieren. Ihr
Weg führt sie geradewegs durch die Gärten zu ihrem Zweitwohnsitz.
Doch heute geschah beim Dämmerungsgang etwas sehr Sonderbares:
Sie hatte die Vorderpfötchen entspannt auf meinem Arm liegen und
genoß mal wieder den erhöhten Blick in die Vorgärten der Parallel-
straße, an denen wir vorbeischlenderten. Als wir jedoch das Haus
erreichten, in dem seit einigen Monaten eine Katze wohnt - mit der
Finja inzwischen wahrscheinlich Probleme hat - fing sie plötzlich
an zu knurren. Schnell gingen wir weiter, und sie beruhigte sich
kurz wieder. Nur vor der Hecke der 'Villa Gurke' begann das Knurren
erneut. Sie wurde sogar so unruhig, dass ich sie schnell auf den
Boden setzten. Gleich darauf wechselte sie die Straßenseite.
Ist diese andere Katze vielleicht auch der Grund, warum wir
Finja auf unserer Suche morgens oder abends immer seltener
in letzter Zeit freudig aus anderen Gärten angehoppelt,
wenn wir sie auf dem verlassenen Grundstück rufen …
Schade, dass die GPS-Halsband-Sender für Katzen wohl
an einen Jahresvertrag gebunden sind und angeblich auch
recht häufig einfach abfallen. Wir würden sicherlich nachts
etwas ruhiger schlafen, wenn wir wüssten, wo Finja nun
ihre Nächte verbringt. Und eventuell würden wir sie dann
wieder häufiger dort rufen und gegebenenfalls abholen.
Unsere wegen Finja angeschaffte Nacht-Katzenklingel
vor der Gartentür nutzt übrigens überwiegend Cäsar
uns ganz bequem aus dem Bett klingeln kann, wenn in
seinem Zuhause nachts der Futterservice nicht stimmt.
Aber zum Glück müssen wir nicht jede Nacht wegen
einer aushäusigen Finja, Flo oder Krümel die Klingel
mit dem Bewegungsmelder vor die Tür stellen …
Foto: W.Hein